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Einführung in das Risikomanagement

ANFÄNGER - Übung 13
Lesedauer dieser Übung: ca. 10 Minuten

 

Einführung in das Risikomanagement

In dieser Lektion lernen Sie:
 

  • Weshalb Risikomanagement ein wichtiger Teil des Handels ist

  • Welches die Elemente einer erfolgreichen Trading-Strategie sind

  • Was Chancen-Risiko-Verhältnisse sind und weshalb sie Ihre Strategie unterstützen können
     

Risikomanagement ist eines der wichtigsten Konzepte für den langfristigen Erfolg an den Finanzmärkten – es ist auch einer der am häufigsten übersehenen oder unterschätzten Aspekte des Handels. Aber warum ist das Risikomanagement so wichtig, und wie können Sie es in Ihrer eigenen Strategie umsetzen?

 

Sie könnten der talentierteste Händler der Welt sein und von Natur aus ein Auge für Investitionsmöglichkeiten haben, ohne angemessenes Riskmanagement könnten Sie Ihr Konto dennoch mit einem schlechten Call in die Luft sprengen. Ganz egal, wie gut Sie sind, wie erfahren Sie sind, Sie werden immer noch Verluste machen. Selbst die besten Händler der Welt machen beim Trading Verluste – das ist ein wesentlicher Bestandteil des Handels. Daher ist das Risikomanagement für Ihren Erfolg so wichtig.

 

Die Regeln für das Risikomanagement sind leicht zu verstehen – selbst für Anfänger – aber es kann eine Herausforderung sein, sie tatsächlich einzuhalten, weil alle möglichen Emotionen beteiligt sind, wenn echtes Geld auf dem Spiel steht.

 

Bevor wir zu den speziellen Risikomanagementtechniken kommen, sehen wir uns zuerst an, wie das Geldmanagement ein wesentliches Element einer erfolgreichen Handelsstrategie darstellt.


 

Elemente einer erfolgreichen Handelsstrategie:
 

Eine erfolgreiche Strategie besteht aus drei entscheidenden Elementen:

  • Ein Handelssystem mit dem gewissen Extra: Die konsequente Anwendung der Regeln, die eine bestimmte Strategie ausmacht, beispielsweise bestimmte Ein- und Ausstiegspunkt oder immer in der Richtung des vorherrschenden Trends zu handeln. Vielleicht verwenden Sie einfach gleitende Durchschnitte, damit Sie einen Trend so früh wie möglich erkennen, und eine stochastische Kennzahl, um festzustellen, ob es sicher ist, nach einem bewegten Crossover einen Handel einzugehen. Sie können auch den RSI als zusätzliche Bestätigung verwenden, um die Stärke eines Trends zu bestimmen. Wie immer Ihre Handelsstrategie auch lautet, sie muss für Sie eindeutig sein – immerhin sind Sie derjenige, der sie verwenden muss – und sie muss dann auf Ihre Trades angewendet werden.
     

  • Kontrollieren Sie Ihre Emotionen: Wenn Sie Ihre Strategie sowohl mit einem Demokonto als auch mit einem realen Konto getestet haben, bemerken Sie möglicherweise einen Unterschied bei den Ergebnissen. Das liegt daran, dass Psychologie eine wichtige Rolle spielt, wenn reale Mittel beteiligt sind. Emotionen wie Angst, Gier oder Aufregung können dazu führen, dass Sie von Ihrem Plan abweichen und potentiell negative Ergebnisse schaffen. Allgemein gilt als gute Praxis, Ihre Gewinne laufen zu lassen und Ihre Verluste früh zu beenden. Ihre Emotionen im Zaum zu halten und an Ihrem Trading-Plan festzuhalten, sollte Ihnen dabei helfen.
     

  • Geldmanagement: Ein wichtiger Teil Ihrer Strategie, die die Größe der Position, die Höhe der verwendeten Hebelwirkung und alle möglichen Stop-Losses- und Take- Profit-Niveaus festlegt. Ein gutes Geldmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil eines langfristig guten Tradings. Es hilft Ihnen dabei, die Gewinne zu maximieren und die Verluste zu minimieren. Es verhindert auch, dass Sie zu viele Risiken eingehen.

 

Wie Sie sehen können, spielt eine angemessene Berücksichtigung dieser Elemente eine wichtige Rolle bei Ihrer Fähigkeit, Gewinne zu maximieren und Verluste zu minimieren. Wenn Sie nur zwei der drei vorstehenden Elemente verwenden, erleben Sie früher oder später einen Rückschlag, der hätte vermieden werden können. Einer der Schlüssel für den Handel ist es, so lange Sie können ‚lebendig‘ zu bleiben.

 

Welche Elemente machen nun ein gutes Geldmanagement aus? Sehen wir uns einige Techniken an, mit denen Sie Ihr Risiko kontrollieren können:

  • Die Größe Ihrer Position

  • Hedging (Absicherung) – gleichzeitig mehrere Positionen in gegenüberstehenden Märkten nehmen

  • In bestimmten Stunden zu handeln

  • Stop-Losses- und Take-Profit-Niveaus

  • Zu wissen, wann man Verluste hinnehmen muss


 

Lassen Sie uns ein Beispiel besprechen, bei dem eines dieser Elemente weitgehend ignoriert wird. Sagen wir, in diesem Beispiel haben Sie 20.000 US-Dollar auf dem Konto und Sie verkaufen EUR/USD mit einem Handelsvolumen von 4,59 Lots und einem Hebel von 1:30. Sie beschließen, für diesen Trade keinen Stop Loss einzusetzen. Sie nutzen die meisten Mittel Ihres Kontos für diese eine Position (15.300,00 US-Dollar) und geben sich selbst wenig Spielraum für eine negative Kursbewegung. Jede Pip-Bewegung würde ohne Stop-Loss-Order zu einem Gewinn oder Verlust von 45,90 US-Dollar führen.

 

Sehen wir einmal, was als nächstes geschieht. Einige Daten werden veröffentlicht und die Märkte reagieren mit einer Stärkung des Euros, der gegenüber dem USD mit über 50 Pips anzieht. Diese Bewegung bringt dem Trade innerhalb von Minuten einen Verlust von 2.295 US-Dollar. Das sind 11,5% von Ihrem Startkapital und lässt Ihnen nur einen Teil Ihres Geldes für den Wiederaufbau Ihres Kontos. Bevor Sie sich entscheiden, was Ihr nächster Schritt sein wird – ob Sie Ihre Verluste begrenzen, ein Stop Loss hinzufügen, um weitere Verluste zu verhindern oder die Positionsgröße verkleinern – gibt es eine weitere Bewegung von 50 Pips gegen Sie, das heißt, dass Ihnen nochmals ein Verlust von 2.295 US-Dollar entsteht. Das ist ein Gesamtverlust von 4.590 US-Dollar für eine Bewegung mit 100 Pip gegen Sie.

 

Dieser Trade ist ein klares Beispiel für eine Position, die keine Stop Losses verwendet, und wie gefährlich dies für Ihr Konto sein kann.

 

Verwaltung der Risiken:

Wie wir bereits erwähnt haben, erleidet auch der beste Händler an einem gewissen Punkt Verluste. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des Handels. Der Schlüssel dabei ist, Ihre Verluste auf ein überschaubares Niveau zu begrenzen. Auf diese Weise werden Sie feststellen, dass Sie länger auf dem Markt bleiben können und damit Ihre Chancen erhöhen, mehr erfolgreiche Trades zu haben. Eine Art, um sicherzustellen, dass Sie das richtige Gleichgewicht zwischen Chancen und Risiken haben, ist es, sich an ein Chancen-Risiko-Verhältnis zu halten, beispielsweise 2:1 oder sogar 3:1. So sind die angestrebten Gewinne immer doppelt so hoch wie Ihre maximalen Verluste. Selbst wenn Sie bei drei Trades Verluste erleiden, benötigen Sie nur zwei mit Gewinn, um sicherzustellen, dass Ihr Gesamtgewinn Ihre Verluste übersteigt, wenn Sie sich an dieses Chancen-Risiko-Verhältnis halten. Auch wenn dies keine Regel ist, die immer befolgt werden kann, kann sie uns helfen, einen speziellen Ansatz für das Risikomanagement bildlich darzustellen.

 

Schauen wir uns zwei Händler an, die beide mit 10.000 US-Dollar starten und ein Chancen-Risiko-Verhältnis von 2:1 nutzen, aber sehr verschiedene Niveaus des Geldmanagements in ihrem Handel einsetzen. Der erste Händler verwendet einen sehr aggressiven Ansatz, bei jedem Trade riskiert er 60 % seines Kapitals und versucht, bei 120 % den Gewinn zu realisieren. Der zweite Händler ist viel konservativer und riskiert nur 5 % seines Kontobestands für ein Gewinnziel von 10 %. Der Einfachheit nehmen wir an, dass jeder Händler den gleichen Satz von zehn Trades hat und dass jeder zweite Trade Gewinn abwirft.

 

Trotz der Tatsache, dass beide Strategien die gleiche Erfolgsrate, das gleiche Anfangskapital und den gleichen Chancen-Risiko-Ansatz von 2:1 hatten, weichen die Endergebnisse aufgrund des unterschiedlichen Geldmanagementstils deutlich voneinander ab. Der aggressive Ansatz des ersten Händlers brachte einen Gesamtverlust von 47 %, während der zweite Händler mit 12.462 US-Dollar bei einem Gesamtgewinn von fast 25 % liegt. Hier können Sie sehen, wie eine kleine Anpassung Ihres Risikomanagementansatzes Ihnen solidere Gewinne bringt.

 

Wichtiger Teil des Handels:

Wie gerade gezeigt, kann das Risikomanagement ein wichtiger Teil des Handels sein. Ein erfahrener Händler weiß, wie viel er riskieren kann, aber als Anfänger sollten Sie alles tun, um schwere Verluste zu vermeiden. Verluste sind ein Teil des Handels und sind unvermeidlich, aber es ist wichtig zu wissen, wie man mit ihnen umgeht. Das Verwalten der Gewinne ist ein weiterer Aspekt. Ein erfolgreicher Händler muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den beiden Ergebnissen eines Trades finden – er maximiert den Gewinn und minimiert den Verlust.

 

 

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Veröffentlicht von: X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A

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