Pip-Wert und Margin

ANFÄNGER - Übung 13
Lesedauer dieser Übung: ca. 10 Minuten

 

Pip-Wert und Margin

In dieser Lektion lernen Sie:
 

  • Was ist die Margin und deren Rolle im Risikomanagement

  • Die Rolle des Volumens beim Handel und Risikomanagement

  • Wie der Wert eines einzelnen Pip berechnet wird
     

Eine der ersten Entscheidungen, die Sie als Händler treffen sollten, wenn Sie Ihre Trading-Reise beginnen, ist die Wahl des Handelsvolumens, das Sie für Ihre Positionen anwenden können. Die eine Sache ist, Trends zu erkennen und Trading-Chancen zu sehen. Aber wie viel Kapital verwenden Sie für jede Position?

Die Wahl des Handelsvolumens hängt von vielen psychologischen Faktoren ab, beispielsweise dem emotionalen Wohlbefinden und der Risikoaversion, aber die Wahl des Handelsvolumens ist auch stark mit dem Risikomanagement verbunden, das Sie anwenden möchten. Mit anderen Worten: Zu verstehen, wie das Handelsvolumen Sie beeinflussen kann, ist von entscheidender Bedeutung, da das von Ihnen festgelegte Volumen sowohl die Deckung (Margin) pro Trade als auch den Wert des Pip bestimmt.
 

Margin

Wenn Sie einen Trade öffnen, benötigen Sie eine bestimmte Sicherheitsleistung. Dieser Betrag ist als Margin oder Deckung bekannt. Die Margin gehört nicht zu den Kosten. Es handelt sich hierbei um einen Geldbetrag, der sozusagen eingefroren wird, wenn Sie eine Position eröffnen, und den Sie zurückerhalten, nachdem die Transaktion geschlossen wurde. Im Vorfeld ist es wichtig zu wissen, wie hoch der Marginbetrag ist, damit Sie nicht nur das Risiko selbst bewerten können, sondern auch berechnen, ob Sie mit den verbleibenden Mitteln zusätzliche Positionen öffnen können.
 

Denken Sie daran, dass Sie bei CFDs nur einen Bruchteil des Nennwerts bzw. Nominalwerts benötigen, um eine Position eröffnen zu können. Mit einem Hebel von 1:30 wären beispielsweise nur 3.33 % des Nominalwerts als Margin für die Transaktion erforderlich. Ein typischer Hebel liegt auch bei 1 zu 30, was anhand unseres Beispiels entsprechend bedeutet, dass Sie nur 3.33 % des Nominalwerts als Margin benötigen. Dadurch kann eine höhere Rendite auf das eingesetzte Kapital erzielt werden, gleichzeitig steigt aber auch das Risiko.

 

Angenommen, Sie möchten eine Transaktion auf das Währungspaar (Forex-Paar) GBPUSD mit 1 Lot und einem Hebel von 1:30 eröffnen, wissen jedoch nicht, wie hoch der Nennwert bzw. Nominalwert pro Lot für dieses Instrument ist. Bei XTB finden Sie diese Information in der Einzelaufstellung der Finanzinstrumente.

Beim Währungspaar GBPUSD beträgt der Nominalwert pro Lot bei 100.000 £. Ist der Hebel 1:30, benötigen Sie also 3.33 % für die Margin, berechnet in der Basiswährung des Paares. Sie benötigen daher 3.333 £ für die Margin einer Transaktion mit 1 Lot.

 

Aus Sicht des Riskomanagements ist die Margin sehr wichtig und es gilt der allgemeine Grundsatz, dass Händler keine Transaktionen mit einer Margin abschließen sollten, die größer als 30 % des gesamten investierten Kapitals ist.

 

Kehren wir zum vorstehenden Beispiel zurück. Wenn Ihr Startkapital 5.000 £ beträgt und Sie eine Transaktion mit einem 1 Lot eröffnen möchten, beträgt die erforderliche Margin bei einem Hebel von 1:30 entsprechend 3.333 £. Es ist wichtig, dass Sie vor dem Eröffnen einer Transaktion prüfen, wie hoch Ihre maximale Margin sein wird sowie dass Sie eigens gesetzte Regeln nicht brechen. Einem strikten Regelwerk des Riskomanagements zu folgen könnte Ihre Erfolgschancen an den Finanzmärkten erhöhen.
 

Pip-Wert

Der zweite Faktor, der die Volumengröße beeinflusst, ist der Pip-Wert. Im Anlageprozess ist es sehr wichtig, den Pip-Wert zu kennen, insbesondere für die Zwecke des Risikomanagements. Sie sollten wissen, welche Auswirkungen es auf Ihr Portfolio hat, wenn der Markt sich um 100 Pips zu Ihren Gunsten oder gegen Sie bewegt.
 

Um den Pip-Wert zu berechnen, können Sie wieder die Einzelaufstellung der Finanzinstrumente verwenden.

Um den Pip-Wert für 1 Lot zu berechnen, müssen Sie den Nominalwert pro Lot (in unserem englischen Beispiel der "Nominal Value of one Lot") mit der Größe eines Pips ("Size of one PIP") multiplizieren. Der Wert wird in der Währung angegeben. Beispiel:

Nominalwert 100.000 x Größe eines Pips 0,0001 = 10 $
 

Wenn Sie also eine Transaktion mit 1 Lot auf das Währungspaar GBPUSD eröffnen und der Markt sich 100 Pips zu Ihren Gunsten bewegt, würden Sie einen Gewinn von 1.000 $ (10 $ x 100 Pips) erzielen. Bewegt sich der Markt zu Ihren Ungunsten, so würden Sie einen Verlust von 1.000 $ erleiden. Diese Berechnung hilft Ihnen bei der Bewertung, auf welchem Marktniveau Ihr maximal akzeptierter Verlust sein könnte, und wo Sie möglicherweise einen Stop-Loss legen sollten.
 

Die allgemeine Idee ist, dass Sie nicht mehr als 5 % Ihres Gesamtkapitals in einer einzigen Position riskieren sollten. Der Grund dafür ist, dass der Handel auf Wahrscheinlichkeiten basiert und Sie sollten Ihrer Strategie eine Chance zur Beurteilung geben, um zu erkennen, ob die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg größer ist, als für einen Verlust.
 

Sie eröffnen eine Transaktion mit 1 Lot auf GBPUSD und einem Pip-Wert von 10 $. Sie möchten auch die Regel einhalten, keinen Verlust von mehr als 5 % Ihres Gesamtkapitals zu akzeptieren. Ihr Gesamtkapital beträgt 5.000 £, daher ist liegt Ihr maximal akzeptierter Verlust bei 250 £, dies sind in etwa 380 $.

Wenn Sie wissen, dass 1 Pip 10 $ wert ist und Ihr maximal akzeptierter Verlust bei 380 $ liegt, dann erhalten Sie Ihr maximales Stop-Loss-Niveau von 38 Pips, indem Sie 380 $ durch 10 teilen.


 

Richtige Verwaltung des Risikos

Wie vorstehend gezeigt, spielen sowohl Pip-Wert als auch Margin eine wichtige Rolle im Handel. Die Wahl einer optimalen Transaktionsgröße ist ein wesentlicher Teil der Investition, da dies die Verwaltung Ihrer Position nach dem Eröffnen des Trades einfacher oder schwerer machen kann. Darüber hinaus sind Pip-Wert und Margin auch aus Risikosicht wichtig. Ist Ihr Trade zu groß, kann Sie eine geringfügige Bewegung aus dem Spiel nehmen. Daher müssen Sie beide Begriffe verstehen, um Ihr Trading bestmöglich profitabel und verantwortlich auszuführen.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Veröffentlicht von: X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A

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