Wirtschaftskalender: GBPUSD unter Druck

14. Mai 2018

Zusammenfassung:

  • Zentralbanker der Fed sprechen auf der Krypto-Konferenz
  • Britische Arbeitsmarktdaten werden diese Woche veröffentlicht
  • Geopolitische Spannungen belasten weiterhin den Ölmarkt

Im Hinblick auf die makroökonomischen Veröffentlichungen ist der Montag wie üblich ruhig, da für heute keine Top-Tier-Berichte geplant sind. Anleger sollten jedoch den ganzen Tag über vorsichtig bleiben, da zahlreiche EZB-Mitglieder Reden halten. Darüber hinaus ist es erwähnenswert, dass der Präsident der St. Louis Fed, James Bullard, um 15:40 Uhr auf der Blockchain Technology Conference sprechen wird.


Folgende Reden von Zentrakbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:

- 10:00 Uhr | Gouverneur Costa von der Bank of Portugal

- 12:00 Uhr | Mersch von der EZB

- 12:15 Uhr | Lautenschläger von der EZB

- 13:45 Uhr | Praet von der EZB

- 15:40 Uhr | Bullard von der Fed

- 17:00 Uhr | Lautenschläger von der EZB

- 18:15 Uhr | Praet von der EZB

- 19:45 Uhr | Coeure von der EZB


Auf was sollten Sie diese Woche noch achten?

In der vergangenen Woche ging es vor allem um Öl und Geopolitik. Insbesondere der Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran brachte die Ölpreise auf neue Mehrjahreshochs. Auch diese Woche wird dieses Thema die Märkte beschäftigen, da die Anleger wissen wollen, wie Europa letztendlich reagieren wird, da es den Schlüssel für die zukünftige Ölpreisentwicklung in der Hand hält. Ölhändler werden außerdem den wöchentlichen Bericht zu den Öl-Lagerbeständen Aufmerksamkeit schenken und das GBPUSD wird aufgrund neuer Daten aus Großbritannien und den USA in den Vordergrund rücken.

 

Wöchentlicher Bericht zu den Öl-Lagerbeständen (Mittwoch, 16:30 Uhr)

Die Ölpreise werden durch Gerüchte über europäische Käufe aus dem Iran unter einer neuen Realität der US-Sanktionen angetrieben. Im Falle von Rückgängen oder gar Stopps von Käufen iranischen Öls seitens der EU (und Indien) könnten die Marktauswirkungen sehr bedeutend sein. Bis dies jedoch geklärt ist könnten Wochen vergehen. Währenddessen wird am kommenden Mittwoch der DoE-Bericht zu den Öl-Lagerbeständen veröffentlicht. Der Bericht hat letzte Woche zu einem Preisanstieg beigetragen, da er einen überraschenden Rückgang verzeichnete. Betroffene Märkte: OIL, OIL.WTI.


Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien (Mittwoch, 10:30 Uhr)

Während die Wall Street immer noch dabei ist, die Verluste vom Anfang des Jahres auszugleichen, ist der UK100 wieder auf seinem Allzeithoch. Wie ist das möglich angesichts der schwächelnden Daten aus Großbritannien? Der Grund ist das Pfund und die Bank of England. Schwächere Daten dämpften die Straffungsambitionen der Zentralbank erheblich und führten gleichzeitig zu einer Abwertung des Pfunds - beide Faktoren waren für den britischen Leitindex positiv. Die Anleger werden sich diese Woche auf die Lohndaten konzentrieren, da ein anständiges Wachstum in diesem Bereich der einzige Grund für eine hawkische Haltung der BoE war. Jede Verschlechterung könnte hier einen weiteren Schlag für das GBP bedeuten. Betroffene Märkte: GBPUSD, UK100.

 

Einzelhandelsumsätze aus den USA (Dienstag, 14:30 Uhr)

Die Rallye des US-Dollars wurde letzte Woche verlangsamt, da die Inflationsdaten (hauptsächlich EPI, aber auch VPI) etwas weicher ausfielen als erwartet. Ein etwas niedriger als erwarteter VPI wurde jedoch hauptsächlich durch sinkende Preise für Neu- und Gebrauchtwagen verursacht, was ein einmaliger Faktor sein könnte. In dieser Woche werden die Händler vor allem den Einzelhandelsumsätzen Aufmerksamkeit schenken, da sie die Robustheit der Nachfrage und somit die zukünftigen Inflationsaussichten zeigen werden. Betroffene Märkte: EURUSD, US500.
 

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GBPUSD verlor an Boden, nachdem bei 1,4350 ein Double-Top ausgebildet wurde. In der vergangenen Woche hatte das Paar in der Nähe des 50% Fibo-Retracements Probleme. Werden die in dieser Woche veröffentlichten Daten das Vertrauen in das Pfund wiederherstellen können? Quelle: xStation 5

 

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