Brexit-Minister Davis tritt zurück

9. Juli 2018
  • Britischer Brexit-Minister David Davis tritt zurück und zitiert "unvereinbare Differenzen" mit Premierministerin May
  • US-Außenminister Mike Pompeo weist nordkoreanische Vorwürfe zurück
  • Risikohafte Vermögenswerte wieder attraktiver, AUD und asiatische Indizes steigen

Der Rücktritt des britischen Brexit-Ministers David Davis war nicht nur auf der Insel das Hauptthema der letzten Stunden, auch wenn das Pfund auf die neue Schlagzeile kaum reagierte. Davis, der für die Überwachung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union verantwortlich ist, trat am Sonntag zurück und deutete in seinem Schreiben auf unüberbrückbare Differenzen mit der britischen Premierministerin Theresa May hin. Das vorgelegte Dokument zeigte auch, dass es laut Davis "immer weniger wahrscheinlich" sei, den Willen des britischen Volkes zu erfüllen, die Zollunion und den Binnenmarkt zu verlassen. Außerdem gab es einige unbestätigte Berichte, dass zwei im Ministerium von Davis arbeitende  Minister ebenfalls ihre Ämter niederlegen könnten.

Beachten Sie, dass diese Nachricht kam, nachdem Theresa May sich am Freitag die Unterstützung ihres Kabinetts für ihre Vision eines weichen Brexits gesichert hatte. Diese Art von Nachrichten waren für das britische Pfund generell positiv, doch der Markt wurde erneut vom Wochenende getrübt. Auf der anderen Seite muss das Pfund nach dem Rücktritt von Davis noch erheblich leiden, da er als eine große Hürde für einen weichen Brexit von PM May angesehen wurde. Wenngleich dies May vielleicht einiges leichter macht, könnten mehr Zugeständnisse an die EU zu Unzufriedenheit unter den Briten führen, weshalb der von Davis unternommene Schritt insgesamt als weiterer Faktor angesehen werden könnte, der die Position der Premierministerin untergräbt.

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Das GBPUSD eröffnete am späten Sonntag höher und bisher konnten diese Gewinne gehalten werden. Das gestern gebildete Gap dürfte eine kurzfristige Unterstützung für die Bullen darstellen, während der nächste Widerstand bei 1,3450 liegt. Quelle: xStation 5

Bei einem Blick auf die Märkte ist nach einer schrecklichen Woche für asiatische Aktien wieder eine höhere Risikobereitschaft zu beobachten. Dies könnte ein wenig überraschend sein, wenn man die Auswirkungen der zweitägigen Gespräche zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und seinen japanischen und südkoreanischen Kollegen in Pjöngjang berücksichtigt. Nach Ansicht des nordkoreanischen Außenministeriums könnten die Forderungen der USA zu "einer gefährlichen Phase führen, die sich verunsichern auf unsere Bereitschaft zu einer entschlossenen Denuklearisierung auswirken könnte". Darüber hinaus beschrieb die Stellungnahme, die wenige Stunden nach dem Treffen veröffentlicht wurde, das Treffen als "bedauerlich" und dass es "den Geist des letzten Gipfels zwischen Donald Trump und Kim Jong-Un hintergehe”.

Nichtsdestotrotz hatten die USA nach dem Treffen einen anderen Eindruck, indem sie die Kommentare Nordkoreas abtaten und sagten: "Wenn diese Forderungen Gangster-ähnlich sind, ist die Welt ein Gangster" (Nordkorea sagte "Gangster-ähnlich" in Bezug auf die Forderungen der USA). In der Zwischenzeit scheinen Devisen- und Aktieninvestoren diese Äußerungen herunterzuspielen, was zur Folge hat, dass der US-Dollar am Morgen tiefer fällt, während der Australische Dollar um 7:59 Uhr um fast 0,5% zulegt. Im Gegenzug steigen die asiatischen Indizes stark an und dies gilt insbesondere für den Hang Seng (CHNComp in der xStation 5), der mehr oder weniger um 2% gestiegen ist.

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Der chinesische Aktienmarkt zeigt zu Beginn der neuen Handelswoche einen Abpraller. Doch geben Sie acht vor einem Dead-Cat-Bounce, da die letzte Woche unter einem kritischen technischen Level schloss. Eine wichtige Unterstützung könnte daher in der Nähe von 9.100 Punkten gefunden werden. Quelle: xStation 5
 

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