Zusammenfassung:
- Flache Eröffnung in Europa, italienischer FTSE MIB (ITA40) jedoch etwas stärker
- DE30 bricht aus Abwärtstrendkanal aus und setzt Aufwärtspotenzial frei
- Italienische Anleiherenditen lassen nach, bleiben aber auf hohem Niveau
Der Handelsbeginn am Dienstag war nicht so positiv wie gestern, andererseits sind wir noch weit von einem breiteren Abverkauf entfernt. Aus der charttechnischen Perspektive könnte man vermuten, dass der DE30 einige Käufer findet, da der Kurs in jüngster Zeit aus einem bärischen Trendkanal ausgebrochen ist. Interessanterweise steigen die italienischen Aktien vor dem heutigen Vertrauensvotum für die neue Regierung im frühen Handel am meisten. Auch wenn die Anleiherenditen in letzter Zeit nachgelassen haben, bewegen sie sich weiter auf hohem Niveau, was darauf hindeutet, dass eine Risikoprämie in absehbarer Zeit nicht verschwinden wird. Beginnen wir mit einem technischen Ausblick für den DE30.
Technisch gesehen könnte der deutsche Leitindex zukünftig an Boden gewinnen. Quelle: xStation 5
Beachten Sie, dass der DE30 in der Lage war, die Oberseite des bärischen Trendkanals zu druchbrechen. Dies deutet möglicherweise darauf hin, dass zukünftig wieder mehr Käufer nach Einstiegsmöglichkeiten suchen. Sollte der Kurs also wieder steigen, würde die Widerstandszone bei 12.900 Punkten als übergeordnetes Kursziel fungieren. Anzumerken ist, dass der Kurs nicht zufällig nachgab, sondern am 38,2% Fibo-Retracement der gesamten jüngsten Bewegung abprallte. Im Basisszenario ist also kurzfristig mit weiteren Anstiegen zu rechnen. Die verbesserte Stimmung könnte auf den ersten Blick auf die zurückgehenden politischen Risiken in Europa zurückgeführt werden.
Die Deutsche Bank (DBK.DE) gehört erneut zu den besten DE30-Werten. Quelle: Bloomberg
Lassen Sie uns die asiatische Sitzung zusammenfassen, bevor wir uns der Italien-Thematik zuwenden. Der Shanghai Composite war über Nacht der robusteste Index, da er um 0,75% zulegen konnte und seine regionalen Konkurrenten weit hinter sich ließ. Der japanische Nikkei (JAP225) schloss fast 0,3% höher, der Hang Seng (CHNComp) wird immer noch gehandelt, weist aber auch keine allzu großen Bewegungen auf. Andererseits verlor der australische S&P/ASX 200 (AUS200) nach einem neuen Datenpaket 0,5% an Wert. Dessen Einschätzung scheint etwas knifflig zu sein, angesichts einer hartnäckigen Zurückhaltung, die die Reserve Bank of Australia heute am Vortag äußerte, obwohl die Zentralbank einräumte, dass das Lohnwachstum möglicherweise bereits die Talsohle erreicht hat.
In Europa haben sich die Gewinne seit Handelsbeginn beschleunigt und der italienische FTSE MIB (ITA40) gehört vor dem Vertrauensvotum zur neuen Conte-Regierung (wird voraussichtlich heute Nachmittag stattfinden) zu den stärksten Aktienmärkten. Der DE30 steigt um 0,4%, der französische CAC 40 (FRA40) um 0,3%, eine ähnliche Entwicklung ist auch beim EuroStoxx50 (EU50) und dem FTSE MIB (ITA40) zu beobachten. Im Gegenzug gibt der britische UK100 0,1% nach, teilweise aufgrund eines starken Rückgangs (3,5% zum Zeitpunkt des Schreibens) der RBS (Royal Bank of Scotland). Grund hierfür war die gestrige Aussage, dass die Regierung plant 7,7% seines Anteils an der RBS zu veräußern.
Beachten Sie, dass die Veräußerung noch in dieser Woche stattfinden wird und der gesamte Prozess von Investmentbanken wie Morgan Stanley, JPMorgan, Citi oder Goldman Sachs verwaltet wird. Doch kommen wir nochmal zurück auf das Thema Italien. Das Vertrauensvotum für die neue Conte-Regierung sollte im Senat und morgen im Unterhaus wahrscheinlich reibungslos verlaufen. Die beiden Parteien (5-Sterne-Bewegung und Lega) haben in beiden Kammern eine Mehrheit. Auf den ersten Blick scheint es vielleicht so, als seien die Italiener und damit auch die Investoren bereits aus dem Schneider, jedoch sollte man sich nicht zu früh freuen. Es gibt immer noch viele Unbekannte, die sich jeden Moment in besorgniserregende Knotenpunkte verwandeln könnten. Deshalb sollte es nicht überraschen, dass die italienische Zinskurve im Monatsvergleich angestiegen ist.
Die italienische Renditen sind in letzter Zeit zurückgegangen, bleiben aber deutlich über den Niveaus vom letzten Monat und spiegeln eine brodelnde Risikoprämie wider. Quelle: Bloomberg
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