Zusammenfassung:
- Meiste europäische Aktienmärkte beginnen positiv, Gewinne sind jedoch nicht wesentlich
- DE30 steigt und fällt daraufhin, obwohl Trump-Kim-Gipfel zu einer Denuklearisierungsvereinbarung führt
- David Davis kündigt Brexit-White-Paper an, das nach dem EU-Gipfel im Juni veröffentlicht wird
- Daimler (DAI.DE) vermeidet enorme Bußgelder, Aktie steigt
Wir haben unmittelbar nach der Eröffnung der europäischen Aktienmärkte einen Aufschwung erlebt. Allerdings ist der Auftrieb bis zu einem gewissen Grad wieder verschwunden, selbst als der Trump-Kim-Gipfel mit einigen vielversprechenden Ergebnissen endete. Am Morgen sehen wir, dass sich der DE30 gut entwickelt und etwa 0,2% zulegte, während beim britischen FTSE 100 (UK100) aufgrund von Brexit-Kommentaren Zurückhaltung zu beobachten ist. Bevor wir aber zum Brexit-Thema kommen, werfen wir einen Blick auf den DE30-Chart. Dieser zeigt, dass es Käufern an Durchhaltevermögen mangelte, als der Kurs zu Beginn des Tages über 12.900 Punkte kletterte. Kurz gesagt, der jüngste Stunden-Chart sieht vom Standpunkt des Käufers eher düster aus.
Der DE30 verzeichnete am Morgen einen kurzen und falschen Ausbruch, was ein Anzeichen für die Müdigkeit der Käufer war. Quelle: xStation 5
Im Stunden-Chart fällt auf, dass der Kurs nicht über der Marke von 12.900 Punkten gehalten werden konnte und sich wieder in Richtung der nächsten Unterstützung bei 12.850 Punkten zurückzog. Die Käufer dürften auf ein Ende des anhaltenden Rücksetzters in der Nähe eines 23,6 Fibo-Retracements und danach auf eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung hoffen. Solange der Kurs über diesem Bereich bleibt, könnte ein weiterer Ausbruchsversuch bei 12.900 Punkten unternommen werden. Für Anleger, die sich auf die technische Analyse fokussieren, wird letztendlich aber die heutige Tageskerze von großer Bedeutung sein. Andererseits würde bei einem Durchbruch nach unten eine Bewegung in Richtung 12.735 Punkte auf dem Spiel stehen.
Beachten Sie, dass die Finanzmärkte trotz optimistischer Äußerungen aus Singapur beim Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un kein breiter Optimismus zu beobachten war. Die Details legen nahe, dass beide Länder neue Beziehungen im Einklang mit dem Wunsch nach “Frieden, Wohlstand und Sicherheit” aufbauen wollen. Unter den Schlüsselpunkten der Erklärung können die gemeinsamen Anstrengungen hervorgehoben werden, um ein dauerhaftes und stabiles Friedensabkommen auf der koreanischen Halbinsel aufzubauen. Außerdem soll Nordkorea weiterhin auf eine vollständige Denuklearisierung hinarbeiten. Auf den ersten Blick klingen all diese Bemerkungen sehr ermutigend, auch wenn es ein großes Fragezeichen gibt, ob sie im Laufe der Zeit umgesetzt werden. Wenn all dies jedoch nicht nur leere Versprechungen sind, könnte dies wirklich ein historischer Moment sein.
Daimler (DAI.DE) ist heute Morgen der stärkste DE30-Wert, da das Unternehmen massive Bußgelder vermeiden konnte. Quelle: Bloomberg
Abgesehen vom Trump-Kim-Treffen ist beim Brexit-Thema ebenfalls das Treffen zwischen David Davis und Michel Barnier erwähnenswert. Allerdings war dieses weniger erfolgreich, da der Brexit-Verhandlungsführer der EU große Teile des britischen Zollplans ablehnte, um eine stärkere Grenze in Irland zu vermeiden. Davis forderte Barnier auf, die Vorbereitung der zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU während des Treffens am Montag in Brüssel zu beschleunigen. Im Gegenzug teilte Davis heute mit, dass nach dem EU-Gipfel am 28. Juni ein Whitepaper zum Brexit veröffentlicht werden soll. Er gab auch zu verstehen, dass er in der vergangenen Woche nicht annähernd zurückgetreten war (es gab Gerüchte, dass er das vielleicht getan hätte). Nach mehr als einer Handelsstunde legte der DE30 0,25% zu, während andere Indizes in Europa weder Gewinne noch Verluste zeigen.
Unternehmensnachrichten
Daimler (DAI.DE) steigt am Morgen über 1%, obwohl die deutsche Regierung das Unternehmen angewiesen hat bis zu 238.000 Fahrzeuge in Deutschland zurückzurufen. Grund hierfür war die Entdeckung illegaler Software zur Verfälschung von Dieselemissionen. In Europa sprechen wir von 774.000 Fahrzeugen. Zu den am stärksten betroffenen Modellen gehören die Diesel-Modelle der C-Klasse, des Vito und des GLC. Gleichzeitig hat das Unternehmen die erdrückenden Kosten der Geldbußen vermieden, und das ist der Hauptgrund warum die Aktie heute steigt. Analysten behaupten, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass Daimler Software entwickelt hat, um absichtlich Abgasuntersuchungen zu betrügen.
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