mehr
12:42 · 25. Juli 2018

DE30: Linde steigt nach starkem Ergebnisbericht

  • Ifo-Index zur aktuellen Lageeinschätzung im Juni höher
  • DE30 scheitert an 12.750 Punkte-Marke und bildet Double-Top aus
  • Anleihehandel der Deutschen Bank (DBK.DE) enttäuscht im zweiten Quartal

Die heutige Sitzung in Asien lieferte ein recht gemischtes Bild der Aktienmärkte, ähnlich wie gestern die Wall Street. Der australische S&P/ASX 200 (AUS200) verlor trotz einer schwächeren Landeswährung 0,29% an Wert. Der japanische Nikkei (JAP225) legte wiederum um 0,4% hinzu, während der chinesische Hang Seng (CHNComp) sogar um 0,92% steigen konnte.

Die Blue-Chip-Indizes aus Westeuropa eröffneten am Mittwoch in der Nähe der letzten Schlusskurse. Geringfügige Zugewinne wurden an den britischen und belgischen Börsen beobachtet, während deutsche, französische und spanische Aktien in den ersten Minuten des europäischen Handels unterdurchschnittlich abschnitten. Nach der Eröffnung verzeichneten Einzelhändler und Konsumgüterunternehmen die größten Gewinne, während Bergbauunternehmen die größten Nachzügler waren.

Hans-Georg Maassen, Chef des BfV (Bundesamt für Verfassungsschutz), hat in seinem jährlichen Bericht auf die Risiken chinesischer Akquisitionen von deutschen Unternehmen aufmerksam gemacht. Maassen betonte, dass die chinesischen Käufe der High-Tech-Firmen eine potentielle Bedrohung für die nationale Sicherheit Deutschlands darstellen. Es sollte angemerkt werden, dass die gleichen Gründe hinter Trumps anfänglicher Aggression gegenüber China standen. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in ähnlicher Weise wie US-Präsidenten Donald Trump reagieren wird. Abgesehen von den Übernahmen hob Maassen Cyber-Angriffe (hauptsächlich ausgeführt aus Russland und China) sowie die zunehmende Bedrohung durch Islamisten als zusätzliche Risikofaktoren für Deutschland hervor.

Der ifo-Geschäftsklimaindex sowie der Erwartungsindex haben sich im Juni kaum verändert. Quelle: Macrobond, XTB Research

Um 10:00 Uhr wurde der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht, der einen leichten Rückgang von 101,8 auf 101,7 Punkte verzeichnete. Während der Subindex zu den Zukunftsaussichten erneut nachgab, konnte sich die aktuelle Lageeinschätzung von 105,2 Punkten (von 105,1 Punkten nach oben revidiert) auf 105,3 Punkte verbessern. Auch diese neue Veröffentlichung zeigt, dass die deutschen Unternehmen nicht allzu optimistisch in die Zukunft blicken.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
- DE30: -0,17%
- FTSE 100 (UK100): -0,26%
- CAC40 (FRA40): +0,21%
- IBEX (SPA35): -0,17%
- FTSE MIB (ITA40): -0,02%

link do file download link Der DE30 zieht sich einem gescheiterten Ausbruchsversuch an der 12.750 Punkte-Marke zurück. Quelle: xStation 5

Der DE30 stieg in der ersten Hälfte der gestrigen Handelssitzung an. Der deutsche Leitindex konnte jedoch das 50% Fibo-Retracement des Februar-Abverkaufs (bei 12.750 Punkten) nicht überwinden. Im Gegenzug wurde an diesem Kursniveau eine Double-Top-Formation ausgebildet, daher sollten Trader einen Rückgang Richtung 12.400 bis 12450 Punkte nicht gänzlich ausschließen. Allerdings müssen die Bären davor erst die Unterstützungszone bei 12.600 Punkten durchbrechen, die zusätzlich durch den 33er EMA gestützt wird.link do file download linkLinde (LIN.DE) legt nach einem starken Ergebnisbericht zu. Quelle: Bloomberg

Unternehmensnachrichten
Die Deutsche Bank (DBK.DE) hat heute ihr Ergebnis für das zweite Quartal veröffentlicht. Der Umsatz erreichte 5,59 Mrd. Euro und lag damit nur knapp unter der Prognose des Unternehmens von 6,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis sorgte für eine positive Überraschung, da der Nettogewinn von 506,6 Mio. Euro sowohl über der durchschnittlichen Schätzung (459,7 Mio. Euro) als auch der Prognose des Unternehmens von 400 Mio. Euro lag. Im Gegenzug erreichte der Gewinn je Aktie 0,235 Euro gegenüber den erwarteten 0,165 Euro. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass der Anleihehandel um rund 17% im Jahresvergleich auf 1,37 Mrd. Euro zurückgegangen ist. Dies ist das schlechteste zweite Quartal seit der Finanzkrise. Nach der ersten Handelsstunde wird die Aktie der Deutschen Bank 0,95% tiefer gehandelt.

Die Linde AG (LIN.DE) hat ihr Ergebnis bereits vor der heutigen Eröffnung bekannt gegeben. Das Unternehmen hat die Anleger sowohl beim Ergebnis als auch beim Umsatz positiv überrascht. Im zweiten Quartal des Jahres verzeichnete der Chemiekonzern einen Umsatz von 4,458 Mrd. Euro gegenüber prognostizierten 4,152 Mrd. Euro. Das EBIT erreichte 669 Mio. Euro, während die Märkte nur von 540,3 Mio. Euro ausgingen. Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,31 Euro, das sind 12,7% mehr als der Mittelwert. Linde ist zu Beginn der heutigen Sitzung der stärkste DE30-Einzeltitel, was aufgrund der Kombination all dieser Faktoren nicht überraschend ist. Nach der ersten Handelsstunde wird die Linde-Aktie 2% höher gehandelt.

link do file download link

Der Ergebnisbericht der Deutschen Bank (DBK.DE) war etwas enttäuschend, insbesondere bei den Handelsumsätzen. Der Aktienkurs zog sich von der unteren Grenze der Widerstandszone (zwischen 10,50 und 10,75 EUR) zurück. Wenn es den Bären gelingt, den 8er EMA zu unterschreiten, könnte ein Test der Unterstützung bei 10,00 EUR bevorstehen. Quelle: xStation 5
 

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor (m/w/d) kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. Die Publikation stellt weder ein Angebot noch eine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten irgendeiner Finanzanlage dar. XTB ist nicht dazu verpflichtet, die Informationen in dieser Marketingmitteilung zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Einschätzung, Idee oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Wertentwicklungen von Handelswerten aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft!

Die bereitgestellten Informationen enthalten KEINE Kostenbetrachtung wie Transaktionskosten, Konvertierungskosten oder Spreads. Solche Kosten können anfallen und die Ergebnisse beeinflussen. Die Rendite kann sich aufgrund von Währungsschwankungen erhöhen oder verringern, wenn die Angaben auf Zahlen beruhen, die auf eine andere Währung als die offizielle Währung des Landes lauten, in dem der Anleger oder potenzielle Anleger ansässig ist bzw in welcher Währung das Handelskonto geführt wird.

XTB S.A. (samt Zweigniederlassungen) ist kein Steuerberater und prüft nicht, ob eine Anlageentscheidung für die Kunden steuerlich günstig ist. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen eines Kunden ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein. Kurse bzw. der Wert eines Finanzinstruments können steigen und fallen.

RISIKOHINWEIS für CFD

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 75% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Anlageberatung dar. Die Mitteilungen sind als Werbemitteilung zu verstehen.

Schließe dich weltweit
2 000 000 Investoren an