- Grüne Eröffnung in Europa, deutsche Aktien führen Gewinne an
- Erleichterung am deutschen Aktienmarkt nach Migrationsabkommen
- DE30 bleibt in Konsolidierung stecken, trotz positiver Nachrichten
- Glencore (GLEN.UK) fällt nach Vorladung des US-Justizministeriums wegen Geldwäsche
Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag stark in den Handel gestartet, zum Teil aufgrund der optimistischen Enthüllungen aus Deutschland, da Innenminister Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Einigung über die Einwanderung erzielt haben. Doch obwohl der DE30 unmittelbar nach der Eröffnung nach oben sprang, hat er einen Teil seiner Zuwächse wieder abgegeben und bleibt somit im Stundenchart weiterhin in einer recht engen Handelsspanne. Neben der besseren DE30-Performance haben auch andere Aktienmärkte profitiert, und rund 30 Minuten nach Beginn des Handels bewegen sich alle wichtigen Indizes in der Gewinnzone.
Man könnte zu dem Schluss kommen, dass die Erleichterung aus Deutschland kam, nachdem gestern die Aktien Europas in Schrecken versetzte wurden. Seither hat sich die Lage zugunsten riskanterer Anlagen gewandelt, als Merkel und der CSU-Chef Seehofer sich darauf verständigten, die Kontrollen an der österreichischen Grenze zu verschärfen, um illegale Einwanderer zu stoppen. Darüber hinaus haben sie beschlossen, Transitzentren einzurichten, in denen Asylbewerber festgehalten werden, bis ihr Status geklärt ist. Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete das Abkommen nach harten Verhandlungen als guten Kompromiss. Seehofer nahm eine harte Haltung ein, nachdem er von CSU-Mitgliedern unter Druck gesetzt wurde, sich der Merkel-Einwanderungspolitik zu widersetzen, die ein Risiko für die Stabilität und Sicherheit des Landes darstellt. Nach dem Deal hat Seehofer sein vorheriges Versprechen fallengelassen, sowohl als Innenminister als auch als CSU-Chef zurückzutreten.
Der DE30 bleibt innerhalb einer Konsolidierung zwischen 12.380 und 12.100 Punkten gefangen. Wenn man bedenkt, dass wir uns derzeit in der Nähe der Obergrenze bewegen, könnte man vermuten, dass der Index kurzfristig für alle optimistischen Ergebnisse der deutschen politischen Szene nachgeben könnte. Quelle: xStation 5
Technisch gesehen bewegt sich der deutsche Leitindex innerhalb einer ziemlich breiten Konsolidierung, was erfolgreich verhindert hat, dass der Preis größere Bewegungen macht. Solange also der Kurs im Tageschart nicht oberhalb der Obergrenze dieser Konsolidierung schließt, kann man voraussagen, dass auch eine Range-Trading-Strategie nicht unattraktiv wäre. Bei einem Blick auf die europäischen Indizes ist festzustellen, dass der italienische FTSE MIB (ITA40) die Gewinne um 10:02 Uhr anführt und den deutschen Börsenplatz überholt. Auf der anderen Seite weist der britische FTSE 100 (UK100) den geringsten Anstieg auf (nur 0,15% zum Zeitpunkt des Schreibens), möglicherweise aufgrund von Brexit-bezogenen Bedenken.
Die meisten DE30-Werte notieren am Dienstagmorgen höher. Quelle: Bloomberg
Betrachtet man die einzelnen Werte des deutschen Leitindex kann man feststellen, dass es hier keine Ausreißer gibt und Gewinne mehr oder weniger gleichmäßig verteilt sind. Beim Blick auf Glencore (GLEN.UK; in London notiert) ist im Nachgang ein Vorabentscheid des US-Justizministeriums über Geldwäsche zu sehen. Die vom Justizministerium veröffentlichten Dokumente beziehen sich auf das Geschäft des Unternehmens in Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo und Venezuela von 2007 bis heute. Die Aktie fällt um 10:10 Uhr um bis zu 10% und bricht im Tageschart eine technische Unterstützung.
Glencore (GLEN.UK) fällt am Dienstag nach einer Vorladung durch das US-Justizministerium. Die Aktie hat ihre Unterstützung bereits bei 3,3 GBP durchbrochen, die nächste nennenswerte Marke könnte bei 2,75 GBP liegen. Quelle: xStation 5
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