DE30: Milder Handelsbeginn, Draghi sieht Inflationsziel in Reichweite

10. Juli 2018
  • Europäische Aktienmärkte mit leichten Gewinnen
  • DE30 kämpft an Widerstand bei 12.550 Punkten
  • EZB-Präsident Draghi trotz Handelssorgen optimistisch

Die europäischen Aktienmärkte haben nach den guten Gewinnen in Asien leicht höher eröffnet, da die Anleger die jüngste Umgestaltung im Kabinett von Premierministerin May neu bewerten. Lassen Sie uns daran erinnern, dass nach dem Rücktritt des Brexit-Ministers David Davis am Wochenende auch Außenminister Boris Johnson beschlossen hat, die aktuelle Position von Theresa May in den Verhandlungen mit der Europäischen Union vor der Abspaltung im Herbst zu untermauern. Darüber hinaus haben Händler mit Fokus auf europäische Vermögenswerte, einschließlich des Euro selbst, sich auf die gestrige Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghi im EU-Parlament konzentriert. Bevor wir jedoch zu seiner Rede kommen, werfen wir einen technischen Blick auf den deutschen Leitindex sowie Neuigkeiten einzelner Aktienwerte.  

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Die Bullen versuchen erneut einen wichtigen Widerstand zu durchbrechen. Quelle: xStation 5

Aus der technischen Perspektive könnte der DE30 erneut vor einem großen Breakout stehen. Sollte er am Ende des Tages über 12.550 Punkte schließen, würde dies den Weg für weitere Gewinne ebnen. Übergeordnetes Kursziel wäre dann möglicherweise das Gap von MItte Juni in der Nähe der 12.780 Punkte. Allerdings scheint es so, als ob die Bullen etwas an Momentum verlieren und wenn sich die Umkehrung nicht bald beruhigt, wäre auch ein deutlich tieferer Pullback Richtung 12.370 Punkte nicht unrealistisch. In diesem Bereich ist eine wichtige Unterstützung zu finden. Beachten Sie, dass die kurzfristige Unterstützungslinie bei 12.440 Punkten ebenfalls von Bedeutung sein könnte.

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RWE (RWE.DE) gehört am Montagmorgen zu den Aktien mit der schlechtesten Wertentwicklung. Quelle: Bloomberg

Bei den Einzeltiteln des deutschen Aktienmarktes ist festzustellen, dass RWE (RWE.DE) im frühen Handel etwas mehr als 1% verliert. Diese Underperformance könnte angesichts der gestrigen vielversprechenden Empfehlung von RBC-Analysten etwas rätselhaft erscheinen. Die Empfehlung für RWE wurde erhöht und die Aktie in eine Liste mit der besten Outperformance platziert. E.ON (EON.DE) geht es am Morgen auch nicht gut, obwohl wir von Bloomberg eine optimistische Studie zu erneuerbaren Energien erhalten haben. Anzumerken ist, dass das Unternehmen klimafreundliche Lösungen für Energieprobleme anbietet. Nach den von Bloomberg durchgeführten Untersuchungen wird Ökogas zu einer bedeutenden Energiequelle für Wärme und Strom werden, während erneuerbare Gase auch dazu beitragen werden, Unterbrechungen von Wind- und Sonnenenergie auszugleichen.

Kommen wir abschließend noch auf Draghis gestrigen Auftritt im EU-Parlament zu sprechen, wo er über die Robustheit der Wirtschaft redete. Draghi hat die Risiken im Zusammenhang mit Handelskonflikten abgebremst, was die Zusage der EZB in Bezug auf eine Reduzierung von Konjunkturanreizen verstärkt. Draghi behauptete, dass "wir zuversichtlich sind, dass die Inflationsrate im Grunde dank unserer Geldpolitik unseren Zielen entsprechen wird" und damit die Grundlage für das Ende der Anleihekäufe nächstes Jahr schafft. Kurz vor 10:00 Uhr verlieren der DE30 und der EuroStoxx50 (EU50) 0,1%, der französische CAC 40 (FRA40) steigt um 0,2%, während der FTSE 100 (UK100) unter dem Einfluss politischer Unruhen unter Druck gerät.
 

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