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10:43 · 2. Juli 2018

DE30: Politische Unruhen belasten deutsche Aktien

  • Politisches Chaos in Deutschland lastet auf europäischen Aktien
  • DE30 scheint weiter zu fallen, wichtige technische Unterstützung in Sicht
  • Gemischte Empfehlungen für Infineon (IFX.DE) setzten Aktie unter Druck

Deutschland hat einen holprigen Start in die zweite Jahreshälfte hingelegt, da die Koalitionsregierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Frage gestellt wird. Infolgedessen notieren sowohl der Euro als auch deutsche Aktien am Morgen deutlich niedriger. Beim Euro hielt sich der Abverkauf aber bis jetzt noch in Grenzen und konnte sich sogar nach Berichten über CSU-Chef Seehofer etwas erholen. Doch auch wenn diese Entwicklung mit der Nachricht übereinstimmt, dass sich Merkels Partei hinter sie stellt und der von ihr und anderen EU-Führern zuletzt ausgearbeitete Migrationsplan eine überwältigende Mehrheit erhielt, verheißt es nichts Gutes für die Zukunft von Merkels Regierung. Warum könnte Merkels Koalitionsregierung kurz vor dem Scheitern stehen?

Ein Rücktritt Seehofers (das könnte schon heute Abend nach dem CSU/CDU-Spitzentreffen passieren) würde bedeuten, dass die CSU nicht versuchen wird, in einer Koalition mit der CDU zu bleiben und möglicherweise einen neuen Innenminister stellt. Sollte dies der Fall sein, könnte dies zu einer Auflösung der langjährigen Koalition führen, die Mehrheit von Angela Merkel im Parlament gefährden und somit auch das gesamte Land in unbekannte Gewässer führen. Erinnern wir uns daran, dass der deutsche Innenminister und CSU-Vorsitzende das Migrationsabkommen, das am Freitag von den EU-Staats- und Regierungschefs ausgearbeitet wurde, in Frage gestellt hatte und seine Äußerungen nicht mit denen kurz nach der Ankündigung des Abkommens übereinstimmten. In diesem Kontext könnte das für heute Abend geplante CDU/CSU-Treffen kritisch sein und möglicherweise einen Rücktritt von Seehofer zur Folge haben. Beachten Sie, dass Medien das Merkel-Seehofer-Treffen als "die letzte Chance" bezeichnen.

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Der DE30 hat den Handelstag deutlich niedriger begonnen und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir eine Abwärtsbewegung in Richtung 11.900 Punkte sehen könnten. Quelle: xStation 5

Technisch gesehen hat der deutsche Leitindex nach dem gescheiterten Erholungsversuch am Freitag ein bärisches Gap ausgebildet. Angesichts der noch immer unklaren politischen Lage in Deutschland und der kurzfristigen Belastung des Euro sowie anderer Vermögenswerte könnte man vermuten, dass sich der DE30 möglicherweise in Richtung einer entscheidenden Unterstützungszone bei 11.900 Punkten bewegt. In diesem Bereich wäre es möglich, dass Investoren auf einen Abpraller setzen, dennoch gibt immer noch Spielraum für einen tieferen Kursrückgang. Die sicherste Variante für den deutschen Aktienmarkt wäre es aber, auf ein klares Ergebnis bei den politischen Entwicklungen abzuwarten.

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Nur drei Aktien waren bisher in der Lage dem breiten Abverkauf, der durch das politische Chaos in Deutschland ausgelöst wurde, zu widerstehen. Quelle: Bloomberg

Bevor wir zum DE30 kommen, wollen wir die letzten Einkaufsmanagerindizes aus den europäischen Volkswirtschaften erwähnen. Während der Index für das deutsche verarbeitenden Gewerbe unverändert bei 55,9 blieb, korrigierte der französische Messwert nach unten (von 53,1 auf 52,5), während der Index für die Eurozone nur geringfügig von 55 auf 54,9 zurückging. Im Großen und Ganzen hatten die endgültigen Veröffentlichungen keine entscheidenden Auswirkungen auf den Euro. Sie zeigten jedoch, dass eine Verbesserung der Produktion in Europa nicht so lebhaft sein konnte, wie es schien.

Bei den Einzeltiteln ist die Aktie von Infineon (IFX.DE) zu erwähnen, da diese am Morgen aufgrund von Empfehlungen um mehr als 1% tiefer gehandelt wird. Einerseits wurde die Aktie durch eine Empfehlung von Warburg Research von “Halten” auf Kaufen” aufgestuft. Barclays hat wiederum beschlossen, die Aktie auf “Underweight” herabzustufen und das Kursziel von 24 auf 20 Euro deutlich zu senken.
 

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