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13:40 · 15. Januar 2019

DE30: Deutsche Post steigt nach Gerüchten über Portoerhöhung

  • Basler Ausschuss schlägt mildere Regelungen für Banken vor als erwartet
  • DE30 zieht sich nach Berühren einer wichtigen Widerstandszone zurück
  • Deutsche Lufthansa fällt nach Herabstufung durch Deutsche Bank

Die positive Stimmung unter den Anlegern, die während der asiatischen Handelszeiten zu beobachten war, übertrug sich auf Europa. Die überwiegende Mehrheit der Blue-Chip-Indizes aus Europa startete den heutigen Handel höher, wobei deutsche und italienische Aktien am besten abschnitten. Die Performance der russischen und polnischen Aktien war etwas schwächer, aber in beiden Fällen wurden zu Beginn der europäischen Sitzung Gewinne beobachtet. Bergbauunternehmen übertrafen die meisten, gefolgt von Automobilherstellern. Nur die Branche der Reiseveranstalter verzeichnete in den ersten Handelsminuten einen Rückgang.

Der DE30 legte mit der heutigen Eröffnung zu. Dennoch wurde die Aufwärtsbewegung gestoppt, als die Widerstandszone oberhalb der 10.980-Punkte-Marke erreicht wurde. Beachten Sie, dass dies der dritte Versuch war, diese technische Hürde zu überwinden. Allerdings könnte jeder nachfolgende Versuch eine höhere Chance für einen Ausbruch bieten. Die Unterstützungsebene bei 10.400 Punkten sollte bei einem tieferen Rücksetzer genaustens beobachten werden. Quelle: xStation 5

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat gestern die endgültigen Risikostandards für Banken veröffentlicht. Nach dem Entwurf werden die Eigenkapitalanforderungen im Handelsbuch gegenüber dem derzeitigen Niveau um rund 22% steigen. Während strengere Vorschriften für die Unternehmen selten positiv sind, ist es diesmal etwas anders. Dies liegt daran, dass bei der Einführung der Regeln im Jahr 2016 geschätzt wurde, dass die Banken ihren Eigenkapitalbedarf um rund 40% erhöhen müssen. Eine schwächere Regulierung dürfte sich positiv auf die Banken auswirken, da sie nicht so große Positionen in den risikogewichteten Aktiva haben müssen wie bisher angenommen. Die Banken haben sich dafür eingesetzt, dass sie einen weicheren Ansatz verfolgen und begründeten ihre Haltung, indem sie sagten, dass die Notwendigkeit, Positionen in risikogewichteten Aktiva aufzubauen, ihre Kreditvergabefähigkeit einschränken könnte. Der Entwurf muss von Institutionen wie der Federal Reserve oder der Europäischen Zentralbank umgesetzt werden, bevor er rechtsverbindlich ist. Beachten Sie, dass die Vorschriften vor allem Banken mit großen Handelsaktivitäten betreffen. In dieser Gruppe findet man Kreditgeber wie JPMorgan oder Barclays.

Wichtige europäische Aktienindizes nach den ersten anderthalb Handelsstunden:
- DE30: +0,41%
- FTSE 100 (UK100): +0,36%
- CAC 40 (FRA40): +0,62%
- IBEX (SPA35): +0,32%
- FTSE MIB (ITA40): +0,14%

Die Deutsche Post führt zu Beginn des Handelstages am Dienstag die DE30-Titel an, während Lufthansa am meisten zurückbleibt. Quelle: Bloomberg

Unternehmensnachrichten
Die Deutsche Post (DPW.DE / WKN: 555200) steigt zu Beginn der heutigen Sitzung. Das Porto für einen Standardbrief soll sich nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von 0,70 auf 0,80 Euro erhöhen. Dies ist der größte Anstieg der deutschen Briefmarkenkosten seit mindestens zehn Jahren. Die Analysten des Bankhauses Metzler errechneten, dass die Deutsche Post aufgrund des Anstiegs sogar eine Ergebnissteigerung von 200 Mio. EUR erfahren könnte.

Die Deutsche Lufthansa (LHA.DE / WKN: 823212) ist heute eines der schwächsten DE30-Werte. Da in letzter Zeit keine besonderen Nachrichten über das Unternehmen auftauchten, könnte der Ausverkauf auf die Empfehlung der Deutschen Bank zurückzuführen sein. Die Bank hat die Lufthansa von "Buy" auf "Hold" herabgestuft. Analysten begründeten ihr Urteil damit, dass spätzyklische Risiken sowie mögliche Korrekturen des globalen Wirtschaftswachstums die Geschäftstätigkeit des Unternehmens beeinträchtigen könnten. Die Deutsche Bank hat die Empfehlung für die gesamte Airline-Branche von "Overweight" auf "Neutral" gesenkt. Ob der heutige Warnstreik des Security-Personals an insgesamt acht deutschen Flughäfen ebenfalls eine Rolle spielt lässt sich nicht eindeutig festmachen.

Die Lufthansa notiert weiterhin unter der abwärts gerichteten Trendlinie. Die Aktie schwankte im vergangenen Monat um die 50-Tage-Linie (grüne Linie). Beachten Sie, dass der oben genannte Durchschnittswert Mitte Dezember anstieg, was als optimistisches Zeichen angesehen werden könnte. Quelle: xStation 5
 

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