- Deutsche Regierung legt Veto bei chinesischer Übernahme ein
- DE30 durchbricht Unterstützungszone bei 12.600 Punkten
- Siemens (SIE.DE) fällt, Gewinnerwartungen können nicht erfüllt werden
Nach einer gemischten Sitzung an der Wall Street haben wir einen starken Abverkauf chinesischer Aktien erlebt. Die erneute Zuspitzung des Handelskonflikts scheint die Aktien aus der gesamten Region zu belasten. Im Gegenzug haben wir gesehen, dass der japanische Nikkei (JAP225) um 1,03% und der australische S&P/ASX 200 (AUS200) um 0,56% gesunken ist. In China wird der Hang Seng (CHNComp) 2,3% tiefer gehandelt.
Europäische Investoren starteten am Donnerstag mit schlechter Stimmung. Die wichtigsten Aktienindizes aus Westeuropa eröffneten merklich niedriger, wobei die größten Rückgänge an den deutschen und italienischen Börsen zu verzeichnen waren. Nahrungsmittelunternehmen und Versicherer waren die einzigen Branchen, die am Donnerstag höher eröffneten. Auf der anderen Seite starteten Bergbauunternehmen und Autohersteller den heutigen Handel mit den größten bärischen Gaps.
Die "Made in China 2025"-Politik zielt darauf ab, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu einem Führer des qualitativ hochwertigen Fertigungssektors zu machen. Chinesische Unternehmen expandieren im Technologiebereich oft durch den Erwerb von Unternehmen aus anderen Ländern. Ein solcher Ansatz wurde von den USA kritisiert und das Stehlen geistigen Eigentums wurde als nationales Sicherheitsrisiko bezeichnet. Deutschland scheint einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen, da die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern zum ersten Mal ein Veto gegen die Übernahme eines deutschen Unternehmens durch chinesische Investoren eingelegt hat. Die Übernahme der Leifeld Metal Spinning AG durch die chinesische Yantai Taihai-Gruppe wurde von den deutschen Behörden gestoppt, da diese Transaktion nationale Sicherheitsbedenken aufwerfen würde. Trotz der Tatsache, dass die Yantai Taihai-Gruppe ihr Angebot zurückzog, ging die Bundesregierung als Vorsichtsmaßnahme mit einem Veto vor.
Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
- DE30: -1,33%
- FTSE 100 (UK100): -0,53%
- CAC 40 (FRA40): -0,42%
- IBEX 35 (SPA35): -0,73%
- FTSE MIB (ITA40): -0,85%
Der DE30 durchbrach nach einer bärischen Eröffnung die Unterstützungszone bei 12.600 Punkten. Quelle: xStation 5
Dem DE30 gelang es gestern die 12.740 Punkte-Marke sowie den 33er EMA (grüne Linie) zu unterschreiten. Am späten Abend trieben die Bullen den deutschen Leitindex aber wieder nach oben in Richtung des genannten Durchschnittswertes. Die heutige bärische Eröffnung hat den Bullen jedoch die Hoffnung auf einen Anstieg genommen. Der DE30 eröffnete am Donnerstag tiefer und gerät in den ersten Handelsstunden deutlich unter Druck. Der steigende Trendkanal wurde nach unten durchbrochen und der wichtige Unterstützungsbereich bei 12.600 Punkten konnte ebenfalls nicht gehalten werden. Für den Fall, dass die Abwärtsbewegung fortgesetzt wird, könnte der Bereich bei 12.450 Punkten als übergeordnetes Kursziel fungieren. In der Vergangenheit haben wir hier einige Kursbewegungen gesehen.
Siemens (SIE.DE) fällt, da die Gewinnerwartungen deutlich verfehlt wurden. Quelle: Bloomberg
Unternehmensnachrichten
Siemens (SIE.DE) hat heute seinen Ergebnisbericht veröffentlicht. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 20,473 Mrd. EUR und verfehlte damit leicht die Prognose von 20,765 Mrd. EUR. Das Nettoergebnis lag bei 1,060 Mrd. EUR gegenüber erwarteten 1,185 Mrd. EUR. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,284 EUR mehr als 15% unter den erwarteten 1,520 EUR. Es ist jedoch das CEO-Interview des Unternehmens auf Bloomberg TV, was Aktionäre besonders interessant finden könnten. Joe Kaeser kündigte an, dass das Unternehmen sein Geschäft umstrukturieren wird. Der Prozess wird die Verringerung der Anzahl der operativen Abteilungen von fünf auf drei umfassen. Darüber hinaus strebt Siemens mittelfristig eine Umsatz- und Umsatzrenditensteigerung von 2 Prozentpunkten an. Es ist ziemlich selten zu sehen, dass die oberste Führungskraft des Unternehmens so klare Zusagen macht. Der deutsche Hersteller tut alles, um das Schicksal seines US-Kollegen General Electric zu vermeiden. Nach der ersten Handelsstunde wird die Siemens-Aktie fast 4% tiefer gehandelt.
Siemens (SIE.DE) konnte die 121 EUR-Marke nicht überwinden und bildet in der Nähe ein Double-Top aus. Der große Einbruch von heute birgt die Gefahr, dass die mittelfristige Unterstützungszone zwischen 111,6 und 113,3 EUR getestet werden könnte. Beachten Sie, dass der heutige Rücksetzer den Kurs unter die Abwärtstrendlinie zurückführt hat. Für den Fall, dass die Aktie unter den 200er EMA (lila Linie) fällt, könnte sich der technische Ausblick deutlich verschlechtern. Quelle: xStation 5
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