- Theresa May soll Urlaub verkürzt haben, um mit Emmanuel Macron über den Brexit zu sprechen
- DE30 orientierungslos im derzeitigen Aufwärtstrendkanal
- Thyssenkrupp (TKA.DE) fällt durch negative Gewinnaussichten
Während der gestrigen US-Sitzung stiegen die großen Aktienindizes der Wall Street dank der Erleichterung, die der Tech-Sektor durch den positiven Ergebnisbericht von Apple erzielt hatte. Solch ein rosiges Bild haben wir jedoch während des asiatischen Handels nicht gesehen. Die drohende Anhebung der Strafzölle ließ bereits nichts Gutes erahnen und im Gegenzug konnten wir bei den Aktienindizes der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt starke Rückgänge beobachten. In den anderen Teilen der Region sahen die Dinge besser aus: Der australische S&P/ASX 200 (AUS200) fiel um 0,07% und der japanische Nikkei (JAP225) legte um 0,86% zu.
Am Mittwoch haben wir eine gemischte Eröffnung der europäischen Handelssitzung erlebt. Die Aktien aus Spanien, Italien und dem Vereinigten Königreich eröffneten etwas niedriger, während deutsche und französische Aktien den Handel über dem gestrigen Schlusskurs starteten. Reiseunternehmen und Banken sind in den ersten Handelsminuten unter den größten Gewinnern, während Bergbauunternehmen am schlechtesten abschneiden.
Es ist sicherlich eine schwierige Aufgabe, eine der größten europäischen Volkswirtschaften zu führen. Insbesondere wenn es darum geht, den Austritt aus der Europäischen Union vorzubereiten. Einem Bericht von Bloomberg zufolge beschloss die britische Premierministerin Theresa May, ihren Urlaub zu verkürzen, um mit den Brexit-Verhandlungen fortzufahren. May, die gerade in Italien Urlaub macht, wird einen Tag opfern, um den französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Freitag in Südfrankreich zu treffen. Viele Kommentatoren sagen, dass wenn der Brexit im Frühjahr nächsten Jahres durchgeführt werden soll, der endgültige Entwurf spätestens im Oktober zustandekommen sollte. In Anbetracht dessen kann man leicht erkennen, dass die Zeit für die britischen Gesetzgeber knapp wird. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass das Brexit-Team von May angefangen haben soll, über ein mögliches Scheitern eines Deals zu sprechen sowie über dessen Konsequenzen für Großbritannien und die gesamte EU. Wir können also in den kommenden Wochen eine intensive Brexit-Diskussion erwarten, da von einem harten Brexit-Deal niemand zu profitieren scheint.
Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
- DAX: -0,01%
- FTSE 100 (UK100): -0,55%
- CAC40 (FRA40) +0,25%
- IBEX 35 (SPA35): +0,17%
- FTSE MIB (ITA40): -0,27%
Der DE30 ringt innerhalb des Aufwärtstrendkanals um die nächste Ausrichtung. Quelle: xStation 5
Der DE30 konnte seine Kursrückgänge bei 12.760 Punkten stoppen und schaffte es von dort aus wieder anzusteigen. Allerdings hat der deutsche Leitindex seitdem Orientierungsschwierigkeiten. Aus technischer Sicht ist die Situation für Bullen aber weiterhin gut, da sich der Kurs innerhalb des Aufwärtstrendkanals befindet. Ein Bereich, auf den Trader achten sollten, ist die Unterstützung bei 12.740 Punkten, die zusätzlich durch den 33er EMA im H4-Chart (grüne Linie) untermauert wird. Ein Bruch unterhalb dieser Hürde könnte eine ausgedehnte Abwärtsbewegung auslösen, wobei hier die 12.600 Punkte als nächstmögliche Unterstützungszone dienen dürfte. Für die Bullen wäre wiederum die 12.900 Punkte-Marke als übergeordnetes Kursziel zu sehen.
Thyssenkrupp (TKA.DE) fällt, das sich die Gewinnaussichten verschlechtern. Quelle: Bloomberg
Unternehmensnachrichten
ThyssenKrupp (TKA.DE) gehört heute zu den DE30-Werten mit der schlechtesten Wertentwicklung. Das Unternehmen warnte davor, dass seine Gewinne näher am unteren Ende der vorherigen Schätzungen liegen könnten. Der Mischkonzern nannte die Verlangsamung des Umsatzes in der Industrie sowie Kostenüberschreitungen als Gründe. Diese Warnung kommt inmitten des Drucks einiger Investoren, das Unternehmen neu zu strukturieren, die vor allem die zu komplexe Struktur für die Underperformance verantwortlich machen. Erinnern wir uns daran, dass dieser Druck dazu führte, dass der CEO und der Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp zurücktraten. Das Unternehmen wird seinen Ergebnisbericht am 9. August veröffentlichen. Nach der ersten Handelsstunde wird die Aktie von Thyssenkrupp 2,3% tiefer gehandelt.
Volkswagen (VOW.DE) ist ein weiterer schwacher DE30-Wert. Das Unternehmen legte heute seinen Ergebnisbericht vor und erzielte einen Umsatz von 61,149 Mrd. EUR, der knapp unter den prognostizierten 62,111 Mrd. EUR liegt. Entgegen dem Konsens gelang es jedoch, einen Gewinn von 4,455 Mrd. EUR zu erzielen, erwartet wurden 3,163 Mrd. EUR. Doch warum ist die Aktie heute solch einem starken Abverkauf ausgesetzt? Als Grund können Aussagen genannt werden, die zusammen mit dem Bericht veröffentlicht wurden. Das Unternehmen warnte, dass die Emissionsprüfungen in der zweiten Jahreshälfte wahrscheinlich zu Verzögerungen bei den Fahrzeugauslieferungen führen werden. Darüber hinaus hat Volkswagen die mit dem Handelskonflikt verbundenen Risiken genannt, die den Verkauf von Fahrzeugen der Marken Audi und Porsche, die den größten Gewinn für den deutschen Autobauer erzielen, begrenzen könnten. Es scheint, als sei es ein Trend für die Automobilhersteller, vor möglichen negativen Auswirkungen des Handelskonflikts zwischen den USA und China zu warnen. Nach der ersten Handelsstunde hat Volkswagen 1,6% an Wert verloren.
Nachdem Thyssenkrupp (TKA.DE) die Marke von 23,50 EUR nicht überschreiten konnte, kehrte die Aktie in Richtung der unteren Grenze der jüngsten Handelsspanne um. Sollte die Stimmung gegenüber dem Unternehmen weiterhin durch den Streit zwischen Aktionären und Management getrübt werden, könnte ein Test der langfristigen Unterstützungszone (zw. 20,08 und 20,68 EUR) bevorstehen. Quelle: xStation 5
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