Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

DE30: Volkswagen zieht sich aus dem Iran zurück

11:12 20. September 2018
  • Draghi drängt auf Entwicklung eines neuen fiskalischen Instruments  
  • DE30 gewinnt in den vergangenen zwei Wochen über 3%
  • Volkswagen (VOW.DE) stellt Geschäftsaktivitäten im Iran ein

Asiatische Aktien verloren gestern nach einer gemischten Wall Street-Sitzung an Wert. Der japanische Nikkei (JAP225) schloss flach, während der australische S&P/ASX 200 (AUS200) um 0,33% nachgab. Chinesische Aktienindizes werden subtil unterhalb der Gewinnschwelle gehandelt.

In Europa haben wir am Donnerstag eine grüne Eröffnung gesehen. Fast jeder größere Aktienindex aus der Region stieg in den ersten Handelsminuten. Deutsche Aktien blieben jedoch etwas hinter anderen europäischen Pendants zurück. Unter den europäischen Blue Chip-Indizes konnte zu Beginn der heutigen Handelssitzung kein klarer Outperformer gefunden werden. Bergbauunternehmen führen die Gewinne an, während Immobilien- und Reiseunternehmen nach der Eröffnung am meisten zurückblieben.

Der DE30 steigt weiter, nachdem bereits seit dem Tiefpunkt vor zwei Wochen ein Anstieg über 3% zu beobachten war. Der Aufwärtstrend in Richtung der nächsten Widerstandszone (12.380 bis 12.420 Punkte) scheint vorerst das Basisszenario zu sein. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass ein verschärfter Handelskonflikt zwischen China und den USA die europäischen Aktien belasten könnte. Quelle: xStation 5

Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, hielt gestern in Berlin eine Rede, in der er die europäischen Staats- und Regierungschefs aufforderte, ein Instrument zur Risikoteilung zu entwickeln. Draghi meint damit einen Fonds, der die Geldpolitik ergänzt und die Eurozone vor der nächsten Krise stärken könnte. Der Fonds würde die Stabilität im Euroraum als Block sowie der einzelnen Mitgliedsländer stärken. Die Notwendigkeit, ein solches finanzpolitisches Instrument zu entwickeln, wurde in der Vergangenheit sowohl von den führenden Vertretern der EZB als auch von den europäischen Mitgliedsländern aufgegriffen. Bislang wurden allerdings keine nennenswerten Fortschritte erzielt. Man sagt, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs im Dezember eine Einigung über Schlüsselinstrumente erzielen werden, die eine Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion ermöglichen würde. Nach den neuesten Erkenntnissen konnte in den aktuellen Gesprächen aber bisher kein Konsens gefunden werden.

Wichtige europäische Aktienmärkte nach der ersten Handelsstunde:
- DE30: +0,23%
- FTSE 100 (UK100): +0,09%
- CAC 40 (FRA40): +0,39%
- IBEX (SPA35): +0,40%
- FTSE MIB (ITA40): +0,55%

Bayer (BAYN.DE) und Banken führen heute die DE30-Gewinne an. Quelle: Bloomberg

Unternehmensnachrichten
Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, bestätigte, dass Volkswagen (VOW.DE) nach wochenlangen Gesprächen beschlossen habe, die US-Sanktion gegenüber dem Iran einzuhalten. Im Gegenzug wird der deutsche Autobauer all seine Aktivitäten im Land einstellen. Das Geschäft von Volkswagen im Iran war eher klein, daher sollte die Entscheidung das Ergebnis des Unternehmens nicht wesentlich beeinflussen. Lassen Sie uns jedoch daran erinnern, dass das Unternehmen im Sommer 2017 ankündigte, dass zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder der Verkauf von Autos im Iran geplant war. In diesem Kontext könnten die Neuigkeiten die Expansion des Unternehmens in neue Märkte untergraben.

Bayer (BAYN.DE) ist heute einer der DE30-Outperformer. Das Pharmaunternehmen wurde von der Citigroup auf "Kaufen" heraufgestuft. Die Bank begründete ihre Empfehlung damit, dass die Stimmung bereits den Tiefststand erreicht habe und das daraus resultierende Chance-Risiko-Verhältnis "schwer zu ignorieren" sei. Beachten Sie auch, dass die Aktie von der Citigroup vor nur fünf Wochen auf "neutral" herabgestuft wurde.

Volkswagen (VOW.DE) ist es in letzter Zeit gelungen, die langfristige Aufwärtstrendlinie wieder zurückzuerobern. Die Aktie nähert sich nun der Widerstandszone zwischen 152,70 EUR und 155,20 EUR. Quelle: xStation 5

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Teilen:
Zurück