Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Drei relevante Märkte vor dem G20-Gipfel

16:23 29. November 2018

Für den Rest des Jahres könnte der G20-Gipfel das wichtigste Ereignis sein. Es wird erwartet, dass dieses mit dem Trump-Xi-Treffen endet, und das könnte einen Schatten auf das gesamte Jahr 2019 werfen. Wir weisen auf drei Märkte hin, die sehr sensibel auf das Ergebnis des Treffens reagieren könnten.

  • Die Präsidenten Trump und Xi werden am Samstag über den Handel sprechen
  • Eskalation könnte Rezession in China und globale Verlangsamung verursachen
  • Ergebnisabhängige Märkte: US500, AUDUSD und Sojabohnen

Worum geht es bei dem Treffen?
Die Handelskonflikte haben die Investoren für einen Großteil des Jahres eingeschüchtert und waren auf der amerikanischen und chinesischen Seite am sichtbarsten. Das Weiße Haus hat Zölle in Höhe von 25% auf Importe im Wert von 50 Mrd. USD und 10% auf weitere 200 Mrd. USD erhoben. Donald Trump plant ab Januar 2019 den niedrigeren Zollsatz auf 25% anzuheben und könnte sogar Zölle auf alle verbleibenden Einfuhren aus China (über 200 Mrd. USD) erheben, zumindest solange kein Handelsabkommen besteht. China hat Vergeltungsmaßnahmen eingeleitet, aber weil das Land viel weniger von den USA kauft, gibt es auch entsprechend weniger Handlungsspielraum. Während sich die Märkte auf eine weitere Eskalation vorbereiteten, rief Trump Xi an, um Gespräche anzubieten. Nun werden sich die beiden auf dem G20-Treffen treffen, das am Freitag beginnt. Das Treffen wird voraussichtlich am Samstag stattfinden.  

Warum ist dies wichtig?
China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und die Konjunktur verlangsamt sich. Hohe Zölle auf ihre Ausfuhren werden erhebliche negative Auswirkungen auf das Wachstum haben und könnten das Land zusätzlich belasten. Für die USA bedeutet dies höhere Inputpreise und wahrscheinlich eine Art Vergeltung. Die Märkte erwarten ohnehin eine wirtschaftliche Abschwächung im Jahr 2019, da die Auswirkungen der Steuersenkungen nachlassen. Handelshemmnisse sind das Letzte, was die Weltwirtschaft zum jetzigen Zeitpunkt braucht, so dass eine Einigung eine große Erleichterung für die betroffenen Investoren wäre. Es ist möglich, dass sich beide Parteien auf weitere Gespräche einigen, um gegen Ende des Jahres eine Einigung zu erzielen.

Diese drei Märkte sollten beobachtet werden:

US500
Der US-Aktienmarkt hatte eine turbulente Phase, allerdings war bei den wichtigsten Aktienindizes in letzter Zeit nach einer Doppelboden-Formation eine Erholung zu beobachten. Die Marktstimmung wurde durch den Vorschlag des FOMC-Vorsitzenden Jerome Powell, dass die Zentralbank die Zinserhöhungen im nächsten Jahr verlangsamen könnte, gestützt. Offensichtlich ist eine Art Deal eine Voraussetzung für eine größere Rallye, die Rückkehr von Handelsspannungen könnte die Stimmung wiederum schnell verschlechtern.  

Quelle: xStation 5

AUDUSD
Der AUDUSD befand sich in diesem Jahr größtenteils in einem starken Abwärtstrend, aber das Paar hat es in letzter Zeit geschafft, nach oben auszubrechen und testet nun die wichtige Widerstandszone bei 0,7340. Australien ist in Bezug auf die Exporte stark von China abhängig, so dass die Trump-Xi-Gespräche sicherlich Auswirkungen auf den Aussie-Dollar haben werden. Denken Sie daran, dass die jüngsten Daten aus Australien gemischt waren, so dass eine Enttäuschung die Währung belasten könnte.

Quelle: xStation 5

Sojabohnen (SOYBEAN)
China nutzte in der ersten Runde der Vergeltungsmaßnahmen den sensiblen Sojamarkt für die US-Zölle. Trump wird wahrscheinlich eine Abschaffung dieser Zölle anstreben, um für die Wähler in einigen wichtigen US-Bundesstaaten einen Erfolg aufweisen zu können. Wir sehen eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation auf diesem Markt und ein Deal könnte dazu beitragen, den Preis über die wichtige 900 USD-Marke zu treiben. Bedenken Sie jedoch, dass der Preisunterschied zwischen den US-amerikanischen und brasilianischen Sojabohnen verringert wurde (da der brasilianische Real aufwertete), was den Aufschwung für den US-Markt einschränkt.

Quelle: xStation 5

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Teilen:
Zurück