GBP fällt nach Johnson-Rücktritt

10. Juli 2018
  • Brexit-Entwicklungen drückten Pfund auf niedrigsten Stand des Tages
  • Britischer Außenminister Boris Johnson folgt David Davis
  • GBPUSD nach Abpraller am 23,6% Fibo-R. wieder unter 1,33

Der Rücktritt eines weiteren wichtigen Politikers übte Druck auf das Pfund aus und leitete während der gestrigen Handelstages eine schnelle Abwärtsbewegung ein. Der britische Außenminister Boris Johnson ist in die Fußstapfen des Brexit-Ministers David Davis getreten und hat sein Amt ebenfalls niedergelegt, was Premierministerin May vor eine weitere Herausforderung stellt.

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Das GBP hat nach dem Rücktritt von Boris Johnson seine früheren Gewinne wieder abgeben müssen. Quelle: xStation 5

Der Zeitpunkt der Ankündigungen ist besonders interessant, da es bereits am vergangenen Freitag Berichte gab, dass Johnson seine Kabinettsmitglieder aufgefordert habe, sich um den Premierminister zu versammeln. Dies passierte, nachdem die jüngsten Brexit-Vorschläge skizziert wurden, die eine deutliche Verschiebung hin zu einem weicheren Austritt aus der EU zeigten. In der unmittelbaren Reaktion fiel das Pfund gegenüber dem US-Dollar unter die 1,33-Marke. Kurz davor wurde das Währungspaar nahe eines Monats-Hoch gehandelt.

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Nach Johnsons Rücktritt fiel das GBPUSD-Paar um über 100 Pips. Quelle: xStation 5

Johnsons Rücktritt ist aus Sicht der Märkte ein bedeutendes Ereignis und zugleich ein Schock, der eine ziemlich bemerkenswerte Kehrtwende markiert. Denn Johnson erweckte erst kürzlich den Anschein, die Vorschläge von Chequers zu unterstützen. Wird es bei Davis und Johnson bleiben oder werden noch weitere Politiker folgen? Es scheint so, als wäre der Rücktritt von Davis kein Einzelfall gewesen. Die Herausforderungen, die Premierministerin May nun in Ihrer Führungsrolle bevorstehen, nehmen deutlich zu.

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GBPUSD ist heute auf das 23,6% Fibo-Retracement zurück gefallen, wurde aber nach den jüngsten politischen Entwicklungen mit Verkäufen konfrontiert. Quelle: xStation 5

Der Rückgang des GBP hilft auf der anderen Seite den Aktien des UK100 und könnte somit weitere Käufer anlocken.
 

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