- Wall Street unter Druck, DE30 unentschlossen
- Geringere Risikobereitschaft an den Märkten zu beobachten
- Devisenmärkte erwarten NFP-Bericht, kann USD weiter Stärke zeigen?
Aufgrund der steigenden 10-jährigen US-Anleiherendite war an der Wall Street (und an den anderen Aktienmärkten der Welt) jüngst eine geringere Risikobereitschaft zu beobachten. Die Rendite der Staatspapiere notiert nicht nur seit Mitte September über der psychologisch wichtigen 3%-Marke, sondern auch auf dem höchsten Niveau seit 2011. Heute Morgen liegen wir bei 3,197%. Die US-Wirtschaft befindet sich jedoch weiterhin in einer guten Verfassung. Letzte Woche bekräftigte der Fed-Vorsitzende Jerome Powell nochmals: “Es gibt keinen Grund zu denken, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten ein oder zwei Jahren überhaupt erhöht ist”. Angesichts der starken Performance der drei großen US-Aktienindizes (S&P 500, Nasdaq, Dow Jones) im dritten Quartal, dürften korrektive Bewegungen aber durchaus angebracht sein.
Auf der anderen Seite profitieren sichere Häfen, wie z.B. der JPY, von den neuen Entwicklungen. Die japanische Währung verlor gegenüber dem USD seit drei Wochen deutlich an Wert. Der USDJPY stieg vom Tief- bis zum Hochpunkt dieser Aufwärtsbewegung von 110,37 bis 114,28. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Marktlage notiert das Paar nun berechtigterweise wieder tiefer (aktuell bei 113,90). Während der europäischen Sitzung und aufgrund des bevorstehenden NFP-Berichts (14:30 Uhr) könnte die 10-jährige US-Anleiherendite flach gehandelt werden. Ist dies kurzfristig eine Chance für den USDJPY?
Der EURUSD war am Donnerstag in der Lage seine sechstägige Verlustserie zu durchbrechen. Eine Zurückeroberung der 1,1550 (Unterseite der vergangenen Konsolidierung) war allerdings nicht möglich, da am Spätnachmittag ein Fehlausbruch zu beobachten war. Seitdem oszilliert das Paar um die 1,15-Marke. Auch im frühen Handel halten sich die Bewegungen in Grenzen (aktuell bei 1,1510). Angesichts der angespannten Lage in Europa (Brexit, Italien) könnte man argumentieren, dass der jüngste Anstieg eher auf die USD-Schwäche zurückzuführen ist. Wobei hier wiederum die US-Anleihen das Aufwärtspotenzial für den EURUSD begrenzt haben dürften. Sehen wir also eine Trendfortsetzung in Richtung 1,1430 oder 1,30?
Vieles wird von dem heutigen NFP-Bericht abhängen. Die Devisenmärkte scheinen einen Art Haltestellung vor dem monatlichen Update aus den USA einzunehmen. Der ADP-Bericht hatte am Mittwoch bereits auf einen Anstieg der Beschäftigungszahlen von 230 Tsd. hingewiesen. Dies liegt deutlich über den für heute prognostizierten 180 Tsd. (Vorwert 204 Tsd.). Die Erwartungen dürften also recht hoch sein, doch ob wir hier einen annähernd hohen Wert sehen ist eine andere Frage. Fakt ist, dass auch die anderen Komponenten des Berichts berücksichtigt werden sollten, insbesondere das Lohnwachstum. Nach einem starken Anstieg im August von 2,7% auf 2,9% im Jahresvergleich wird für September nun ein Rückgang auf 2,8% erwartet. Positive Überraschungen könnte den USD weiter stützen und der Fed Spielraum für weitere Zinserhöhungen bieten.
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