- Peking bricht Gespräche mit Washington ab
- US-Zinsstrukturkurve verändert sich
- DE30 startet mit bärischem Gap
- EURUSD wieder unter 1,17-Marke
Letzte Woche profitierten insbesondere die Aktienmärkte von Kursanstiegen. Weltweit waren Anleger wieder risikobereiter, da die Strafzölle im Handelskonflikt zwischen den USA und China niedriger ausfielen als erwartet. Die angekünftigten Strafzölle treten heute in Kraft. Die neuesten Enthüllungen dürften den Optimismus jedoch wieder dämpfen. Die USA beschuldigte China unter anderem der Wirtschaftsspionage und der Einmischung bei Wahlen. Peking hat die Gespräche mit der US-Regierung abgebrochen. Die S&P 500- und Nasdaq-Futures eröffnen zu Beginn der neuen Handelswoche mit deutlichen Gaps. Auch an den chinesischen Aktienmärkten waren bisher ausschließlich Rückgänge zu beobachten.
Insgesamt bleibt die US-Konjunktur weiterhin stark und die Wall Street-Indizes notieren nahe ihrer Allzeithochs. Doch auch die Rendite der 10-jährigen US-Anleihen liegt seit einer Woche wieder über 3%. Einige Experten sehen dies als Warnsignal, da diese Marke üblicherweise mit einer geringen Risikobereitschaft (am Aktienmarkt) gleichzusetzen ist. Albert Edwards, Global Strategist bei der Société Générale, behauptet, dass die “Begeisterung für das US-Wachstum in den USA ihren Höhepunkt erreichte” und wir ähnliche Zustände haben wie ein Jahr vor der großen Finanzkrise 2008. Eine Studie der Merrill Lynch deutet wiederum auf eine kritische Marke bei 3,6% hin. Fakt ist, dass die Zinskurve zwischen den 10- und 2-jährigen US-Anleiherenditen immer flacher wird (27 Basispunkte entfernt). Dies könnte auf eine Rezession hindeuten.
Der DE30 respektierte am vergangenen Freitag den Widerstand bei 12.430 Punkten und bewegt sich weiterhin in einem bärischen Trendkanal (siehe D1-Chart). Am Montag eröffnete der deutsche Leitindex knapp 30 Punkte tiefer und gerät in der ersten Handelsstunde unter Druck. Solange sich die Rückgänge in Grenzen halten, könnten wir bald einen zweiten Test der genannten Hürde vornehmen. Unterhalb der 12.330 Punkte könnte sich die Stimmung bereits schnell verschlechtern. Starke Unterstützung gibt es nämlich erst 220 Punkte tiefer. Der ifo-Geschäftsklimaindex für September wird um 10 Uhr veröffentlicht. Es wird ein Rückgang von 103,8 auf 103,2 Punkte erwartet, jegliche Überraschung dürfte für zusätzliche Volatilität sorgen.
EURUSD konnte am Freitag nicht alle Gewinne halten und schloss einen Pip unterhalb der 1,1750-Marke. Die Oberseite des letzten Konsolidierungsbereiches wurde damit vorerst respektiert. Im heutigen frühen Handel ist eine bärische Tendenz zu erkennen (aktuell bei 1,1725). Die EUR-Bullen haben zwar Stärke gezeigt, benötigen dennoch einen Befreiungsschlag, um den Trend umzudrehen. Beim GBPUSD war eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Das Pfund verlor am Freitag innerhalb von fünf Stunden mehr als 200 Pips. Premierminister Theresa May sagte nach dem Brexit-Gipfel in Salzburg, dass keine Fortschritte gemacht wurden. “Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal”.
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