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10:25 · 8. März 2019

Marktkommentar: Aktien weltweit mit beunruhigender Wochenperformance

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++ Handelsdaten aus China belasten zusätzlich Risikobereitschaft ++ EZB klar dovisch eingestellt, EUR verliert an Boden ++ Brexit-Verhandlungen benötigen Durchbruch ++ DE30 kämpft mit weiteren Anzeichen von Schwäche ++

Die Wall Street baute am Donnerstag ihre Wochenverluste aus, wobei sich die Abwärtsdynamik beim technologielastigen NASDAQ deutlich beschleunigte. Die Werte des Tech-Sektors reagieren oft sensibler auf einen Stimmungswechsel und könnten mit dem sich im Wochenchart abzeichnenden Umkehrsignal als eine weitere Bestätigung für potenzielle Rückgänge am US-Aktienmarkt betrachtet werden. Während der heutigen Asien-Sitzung nimmt bei den asiatischen Aktien als auch bei den Futures der europäischen und amerikanischen Indizes (u.a. aufgrund der enttäuschenden Handelsdaten aus China) die Risikobereitschaft weiter ab. Diese waren im Februar nicht nur wie erwartet rückläufig, sondern verfehlten deutlich die Prognosen. Insbesondere die Exporte sind hervorzuheben, da diese mit -20,7% den stärksten Einbruch seit drei Jahren erfuhren. Die Importe waren mit -5,2% ebenfalls schwach. Am Ende des zweiten Monats 2019 blieb ein Handelsbilanzüberschuss von 4,12 Mrd. USD übrig. Die Sorgen um eine allgemeine Konjunkturabschwächung sowie die Unsicherheit rund um den ungeklärten Handelsstreit zwischen den USA und China können als die Hauptgründe genannt werden. Nach bereits schwächelnden Zahlen im Dezember argumentiert Raymond Yeung, Chefökonom von ANZ für Großchina, dass "die heutigen Handelszahlen unsere Ansicht bestätigt, dass Chinas Handelsrezession begonnen hat, sich zu entwickeln". Andererseits sollte berücksichtigt werden, dass die Daten durch die Feiertage des Neujahrsfests beeinträchtigt wurden sind.

Die EZB passte am Donnerstag ihre vierteljährlichen Wachstums- und Inflationsprojektionen nach unten an und kündigte eine neue Finanzierungsrunde in Form von TLTROs an, um europäische Banken mit Liquidität zu versorgen, und versicherte den Märkten ihre Niedrigzinspolitik vorerst fortzusetzen. 2019 und 2020 soll das BIP nur um 1,1% bzw. 1,6% wachsen, gegenüber den Prognosen von 1,7% zuvor. Beim Preiswachstum liegen die neuen Einschätzungen bei 1,2% und 1,5%, gegenüber 1,6% und 1,7%. Laut mit der Thematik vertrauten Personen sind einige Zentralbanker jedoch der Meinung, dass die Kürzungen immer noch zu optimistisch seien. Der EUR verlor an breiter Front an Wert und EURUSD erlebte nach einer mehrmonatigen Konsolidierung einen Bruch der 1,13er-Marke. Das Paar notiert im frühen Handel mit 1,1210 auf dem tiefsten Stand seit Juni 2017.

Das Brexit-Drama scheint kein Ende zu nehmen, da die Verhandlungsführer aus Brüssel und London bei der heiklen Grenzfrage Irlands („Backstop“) sich vorerst nicht einig werden können. "Wir arbeiten mit ihnen zusammen, aber die Entscheidungen, die die Europäische Union in den nächsten Tagen trifft, werden einen großen Einfluss auf das Ergebnis der Abstimmung haben", sagte Premierministerin Theresa May. Die Briten haben Sorge, dass Großbritannien sich für unbestimmte Zeit an die Strukturen der EU bindet und fordert daher Ergänzungen und rechtliche Zusicherungen, um ein solches Risiko zu minimieren. Die Verhandlungsgespräche sollen über das Wochenende fortgesetzt werden und könnten vor der wichtigen Abstimmung nächste Woche (12. März) entscheidend sein. Das Ergebnis bleibt ungewiss, aber May hat den britischen Abgeordneten weitere Abstimmungen zu einem „No-Deal“-Szenario sowie einer Verschiebung des Brexit-Termins versprochen, wenn ihr „neuer“ Deal abgelehnt werden sollte. GBPUSD entfernt sich von den Ende Februar ausgebildeten Jahreshochs bei 1,3349 und wird heute Morgen etwas unterhalb der 1,31er-Marke gehandelt.

Der DE30 baut am Donnerstag sowie im heutigen frühen Handel in Übereinstimmung mit den rückläufigen globalen Aktienmärkten seine Verluste aus. Im Wochenchart könnte sich ein Umkehrsignal abzeichnen, zumindest wenn wir am letzten Handelstag der Woche keine positiven Überraschungen erleben. Die Anzeichen von Schwäche häufen sich und könnten den Aufwärtstrend seit Anfang des Jahres 2019 in Frage stellen. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 11.445 Punkten. Achten Sie auf den heutigen NFP-Bericht (14:30 Uhr), da dieser zu einer erhöhten Volatilität an den weltweiten Finanzmärkten führen kann.   

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