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09:37 · 4. Januar 2019

Marktkommentar: Aktienmärkte erholen sich

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  • Schwache US-Daten belasten Wall Street
  • USA-China-Konflikt: Treffen in Peking geplant
  • Umkehrung nach Flash Crash am Devisenmarkt zu beobachten
  • DE30 startet mit bullischem Gap, dennoch sollten Anleger vorsichtig bleiben

Der seit einem Jahr anhaltenden Zollstreit zwischen Washington und Peking hat bei risikoreichen Vermögensanlagen entsprechend Wirkung gezeigt und schürt auch weiterhin die Sorgen um eine weltweite Konjunkturabschwächung. Die US-Wirtschaft, die aufgrund der Steuerreform sowie höherer Staatsausgaben dem Abwärtsdruck etwas länger Stand halten konnte als der europäische oder asiatische Raum, schwächelt ebenfalls. Dies machte sich zudem in einigen Datenpunkten dieser Woche bemerkbar. Der EMI zum verarbeitenden Gewerbe und der ISM-Index enttäuschten deutlich. Am zweiten Handelstag 2019 setzte die Wall Street ihre Abwärtsbewegung fort, wobei der marktbreite S&P 500 um 2,48% fiel, der Leitindex Dow Jones um 2,83% und der technologielastige NASDAQ um 3,04%. Auch am Geldmarkt haben sich angesichts der Angst um eine Rezession die Zinserwartungen deutlich verschoben. Die Anleger sehen sogar bis Ende des Jahres eine 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung, was im starken Widerspruch zu den beim Dezember-Treffen der Fed signalisierten zwei Zinserhöhungen (siehe Dot-Plot-Chart) steht.

Während der Asien-Sitzung sorgten wiederum positive Nachrichten zum Handelsstreit zwischen den USA und China für eine Erleichterung. Laut dem chinesischen Handelsministerium bestätigten beide Seiten heute Morgen ein vom 7. bis 8. Januar in Peking stattfindendes Treffen auf Höhe der stellvertretenden Minister. Die Notwendigkeit einer baldigen Beilegung des Konflikts wurde am Mittwoch nochmals durch die verkündete Umsatzwarnung von Apple (erste in 10 Jahren) verdeutlicht. "Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Handelspraktiken des US-Präsidenten Donald Trump gegen China die USA jetzt genauso sehr trifft wie China, anstatt, wie Trump uns glauben machen will, ein Nullsummenspiel auf Kosten der USA zu sein” , sagte Ray Attrill, der Head of Forex Strategy der National Australia Bank. Die große Frage ist, sind beide Seiten kompromissbereit, um innerhalb der knapp bemessenen 90-Tage-Frist ernsthafte Fortschritte zu erzielen? Eine konstruktive Lösung ist essentiell, um das Vertrauen in die Märkte zurückzugewinnen. Die chinesische Regierung versucht derzeit durch weitere Kürzungen der Mindestreservesätze (bereits viermal in 2018) sowie fiskalische Impulse eine weitere Wachstumsverlangsamung aufzuhalten.   

Am Devisenmarkt war nach dem Flash Crash vom Mittwoch bei den meisten Währungspaaren wieder eine Erholung zu beobachten. EURUSD (1,1408) machte gestern eine scharfe Umkehrung oberhalb der 1,13er-Marke und schloss nur knapp unter der 1,14. Im heutigen frühen Handel wird diese Widerstandszone bereits getestet. Beim GBPUSD (1,2662) sind ebenfalls wieder Bewegung um die 1,2660 zu sehen und selbst der risikobehaftete AUD (0,7027) und NZD (0,6693) können ihre jüngsten Verluste fast vollständig ausgleichen. USDJPY stieg heute ebenfalls, fiel um 9:00 Uhr jedoch wieder unter 108. Die insgesamt bessere Stimmung während der Asien-Sitzung verhalf dem DE30 am Freitag zwar zu einer höheren Eröffnung, allerdings favorisiert der Markt weiterhin klar die Unterseite. Das offene Gap in Kombination mit der allgemein schlechten technischen Ausgangslage könnte vorerst für ein bärisches Szenario sprechen.        

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