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10:18 · 6. November 2018

Marktkommentar: Alle Augen auf die Midterms

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  • Können die USA den Iran zu einem neuen Atom-Deal zwingen?
  • Ölmarkt hatte Zeit sich auf US-Sanktionen vorzubereiten
  • Brent über Schlüsselunterstützung bei 72,40 USD
  • US-Zwischenwahlen heute im Fokus

Das wichtigste Ereignis der Woche waren bisher die am Montag (6:00 Uhr) in Kraft tretenden US-Sanktionen gegenüber dem Iran. Durch eine Abschottung zum Weltmarkt soll die Regierung aus Teheran zu einer Neuausrichtung des bisherigen Atomabkommens (Jahr 2015) gezwungen werden. Die USA werfen dem Iran u.a. die Förderung von Terrorismus sowie die Unterstützung der radikalen Hamas und der syrische Regierung Assads vor. Das Hauptziel liegt hierbei auf der Lahmlegung der iranischen Ölindustrie, betroffen ist also der Öl- und Bankensektor sowie der Schiffsverkehr. Seit Mai sind die Ölexporte aus dem Iran bereits im Wert von 2,5 Mrd. USD zurückgegangen und das Zahlungssystem SWIFT verwehrt bereits “bestimmten” Unternehmen den Zugang zum weltweiten Finanzsystem. Mike Pompeo sagte, dass die Voraussetzungen für einen Deal die Einhaltung eines im Mai entwickelten 12-Punkte-Forderungskatalogs sei. Außerdem betonte der US-Außenminister, dass Länder, die sich nicht an die Sanktionen halten, eine “schmerzhafte wirtschaftliche Entscheidung” treffen würden.

Kommen wir zu den Marktreaktionen. Im August und September gab es bei der Ölsorte Brent einen Anstieg von knapp 70 USD auf ein kurzzeitiges Mehr-Jahres-Hoch bei 86,73 USD (Niveau vom Oktober 2014). Der Ölmarkt hatte Zeit, sich auf die neuen Entwicklungen vorzubereiten und scheint die US-Sanktionen bereits vorab eingepreist zu haben. Seit dem genannten Hoch (3. Oktober) wurde die Rallye jedoch unterbrochen und bisher haben die Bullen große Schwierigkeiten Halt zu finden. Vergangene Woche beschleunigte sich sogar die Abwärtsbewegung (aktuell bei 72,74 USD). Die 72,40er-Marke dient zwar weiterhin als Unterstützung, doch wird diese auch zukünftig respektiert? Im Sommer waren die Bewegungen um diesen Bereich recht volatil, daher könnte es in den nächsten Handelstagen und -wochen zu entscheidenden Impulsen kommen.

Ansonsten könnten die 70,30 USD eine weitere Abwärtsbewegung begrenzen. Für Käufer dürfte insbesondere ein Preis oberhalb der 75 USD entscheidend sein, um die Chance einer weiteren Rallye zu erhöhen. Erwähnenswert ist, dass folgende acht Länder für weitere sechs Monate von den US-Sanktionen ausgeschlossen sind und weiterhin Öl aus dem Iran importieren dürfen: China, Indien, Südkorea, Italien, Griechenland, Japan, Taiwan und die Türkei. Außerdem erhöhen die USA und Saudi-Arabien ihre Ölexporte, um den Ölmarkt zu stabilisieren. Seitens Teheran ist vor allem die Fernsehansprache vom iranischen Präsident Hassan Rouhani zu erwähnen: ”Ich kündige an, dass wir stolz darauf sein werden, Ihre illegalen, ungerechten Sanktionen zu umgehen, weil sie gegen internationale Vorschriften verstoßen.”  

Das nächste Ereignis lässt nicht lange auf sich warten, denn am Dienstag finden die US-Zwischenwahlen (“midterm elections”) statt. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass die Demokraten die Kontrolle über den Kongress zurückgewinnen und der Senat in den Händen der Republikanern bleibt. Sollte sich dieses Ergebnis bewahrheiten, dürften sich die Auswirkungen auf den Finanzmärkten in Grenzen halten. Nach einem eher enttäuschenden Freitag konnte der marktbreite S&P 500 zu Beginn der neuen Handelswoche seinen Erholungskurs fortsetzen. Auch während der Asien-Sitzung ziehen die Futures bereits an und deuten auf eine positive US-Eröffnung hin. Die 200-Tage-Linie ist nicht einmal 20 Punkte entfernt und könnte daher weitere Käufer anlocken. Einige Datenpunkte aus der US-Wirtschaft schwächelten zwar zuletzt, doch das Gesamtbild bleibt weiterhin solide.           

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