- Situation am US-Aktienmarkt bleibt angespannt
- Brexit-Deal im November immer unwahrscheinlicher
- Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom
- EURUSD: Ausbruchsversuch unter 1,13 erfolgreich
Seit der FOMC-Sitzung am vergangenen Donnerstag steht die Wall Street erneut unter Druck. Am Freitag sorgten höhere Erzeugerpreise (EPI) zusätzlich für schlechte Stimmung und zu Beginn der neuen Handelswoche beschleunigte sich die Abwärtsbewegung beim S&P 500 (-1,97%), Dow Jones -2,32%, Nasdaq (-2,78%). Aufgrund der jüngsten Aufholjagd haben die Märkte zwar etwas Spielraum für Rücksetzer, doch beim marktbreiten S&P 500 bildete sich im D1-Chart um die 2.820 Punkte ein Double-Top aus. Ungewisser könnte die Lage also nicht sein. Anleger wissen dies und berechtigterweise hat der Schlusskurs vom Freitag bei vielen Anlegern offenbar für Unruhe gesorgt. Die Situation beim US-Aktienmarkt bleibt also weiterhin angespannt. Daytrader dürften wiederum von einer erhöhten Volatilität profitieren, zumindest solange die Trendrichtung unklar ist. Das Unterschreiten der 200-Tage-Linie ist jedoch noch kein Beinbruch, da der Durchschnittswert 2018 nicht zum ersten Mal getestet wird. Die heutige US-Sitzung könnte uns bereits mehr Hinweise liefern.
Die Brexit-Unsicherheit belastet das GBP, des Weiteren gewinnt der USD an breiter Front wieder an Stärke (USDIDX auf 17-Monatshoch). Nach schlechten Nachrichten übers Wochenende zum Thema Brexit eröffnete das GBPUSD am Montag mit einem bärischen Gap und bildete bei 1,2826 ein Tagestief aus. Aktuell notieren wir nur 45 Pips über diesem Niveau. Die Verhandlungen zum EU-Austritt Großbritanniens stehen weiterhin im Fokus, da bis morgen eine Lösung gefunden werden muss. Ansonsten wird es im November keinen EU-Sondergipfel geben. Der stellvertretende Gouverneur der BoE, Ben Broadbent, sagte, dass ein Brexit-Deal immer noch das wahrscheinlichste Szenario sei. Doch die Zeit wird knapp, bereits in viereinhalb Monaten (29.März 2019) soll der Austritt aus der EU erfolgen. Die Angst um einen ungeordneten “harten” Brexit ist also hoch. Der “Backstop” (Notfallplan) für die Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland bleibt weiterhin der wichtigste Streitpunkt. Die Hoffnung liegt nun auf einem möglichen Gipfeltreffen am 13. und 14. Dezember.
Am Dienstag ist außerdem der Abgabetermin für den neuen Haushaltsentwurf der italienischen Regierung. Die EU-Kommission lehnte die geplante Neuverschuldung von 2,4% (gemessen am BIP) ab und forderte entsprechende Anpassungen. Gestern sagte jedoch der stellvertretende Premierminister Di Maio, dass die Einhaltung der EU-Vorschriften Selbstmord wäre und zu einer Rezession führen könnte. Ein Einlenken scheint also nicht in Sicht. Der Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom bleibt ungeklärt und könnte den EUR weiter unter Druck setzen. Der EURUSD schloss am Montag unterhalb der 1,13. Vor zwei Wochen sorgte dort ein Doppel-Tief für etwas Optimismus, doch angesichts der oben genannten europäischen Problemfelder sollte diese Entwicklung nicht überraschen. Andererseits kehrt die USD-Stärke wieder zurück und setzt das Paar ebenfalls unter Druck (aktuell bei 1,1244). Für die EUR-Bullen geht es jetzt um Schadensbegrenzung und eine Zurückeroberung der 1,13. Derzeit ein eher unwahrscheinliches Szenario.
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