- Keine Neuerungen von Premierministerin May zum Thema Brexit
- Huawei-Fall könnte Verhandlungen zwischen den USA und China belasten
- EURUSD setzt jüngste Abwärtsbewegung fort, DE30 eröffnet deutlich tiefer
Dovische Kommentare und Optimismus beim Handelsstreit zwischen den USA und China verhalfen der Wall Street in der vergangenen Woche zu einer weiteren Erholung. Am Dienstag kehren die US-Händler nach dem gestrigen Feiertag (Martin Luther King Day) wieder an die Märkte zurück, wobei bei den S&P 500-Futures während der heutigen Asien-Sitzung Rückgänge zu beobachten sind. Hinsichtlich der Sorgen um eine weitere Konjunkturabschwächung forderte US-Präsident Donald Trump gestern China zum Abschluss eines Deals auf. In Kombination mit den Neuigkeiten beim Huawei-Fall war insgesamt an den asiatischen Aktienmärkten eine deutliche Risikoaversion zu beobachten. Laut der kanadischen Zeitung “Globe and Mail” sollen die USA der kanadischen Regierung eine Botschaft übermittelt haben, dass sie beabsichtigt, einen formellen Antrag auf Auslieferung von Meng Wanzhou wegen angeblicher Verstöße gegen die US-Sanktionen gegen den Iran zu stellen. Die Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers wurde am 1. Dezember am Flughafen in Vancouver festgenommen. Diese neuen Entwicklungen könnten die nächste Verhandlungsrunde Ende des Monats zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt belasten.
Nach einer historischen Niederlage im britischen Parlament und einem überstandenen Mistrauensvotum in der vergangenen Woche blieb Theresa May wenig Zeit für die Ausarbeitung eines “Plan B”. Gestern präsentierte die Premierministerin im britischen Unterhaus ein Update zum Brexit-Prozess, Überraschungen oder weitere Details blieben allerdings aus. Nach den gescheiterten Gesprächen mit der Oppositionspartei “Labour” ist May weiterhin entschlossen den geplanten Austrittstermin am 29. März nicht zu verschieben (Artikel 50) und lehnte auch den umstrittenen Vorschlag eines zweiten Referendums ab. Eine neue Abstimmung würde “dem sozialen Zusammenhalt schaden, indem das Vertrauen in die Demokratie untergraben wird”, sagte sie.
Andererseits könnte sich eine Erneuerung des bisher mit der EU ausgehandelten Deals als schwierig erweisen, da Brüssel bisher keine Neuverhandlung zuließ. In diesem Kontext kommt Jeremy Corbyn, Führer der Labour, ins Spiel. Dieser lehnte bisher Gespräche mit der Premierministerin ab und schlägt nun eine Reihe von Abstimmungen im Parlament vor, um die wirtschaftlichen Folgen eines No-Deal-Szenarios zu vermeiden. Solange im Parlament für jeglichen Lösungsansatz keine Mehrheit erzielt werden kann, dürfte die Unsicherheit um den Brexit weiter anhalten. GBPUSD nahm am Donnerstag einen Ausbruchsversuch am 200er EMA bei 1,30 vor, erlebte jedoch eine scharfe Umkehrung. Im heutigen Handel gibt die britische Währung etwas nach und notiert bei 1,1871. Mehr Klarheit über den Brexit-Prozess könnte das GBP stützen.
EURUSD (1,1348) konnte am Montag kurzzeitig etwas aufwerten, bildete aber in der frühen europäischen Sitzung ein Tageshoch bei 1,1390 aus und gab bis zum Ende des Handelstages seine gesamten Gewinne wieder ab. Das Paar notiert damit weiter in der Konsolidierung zwischen 1,13 und 1,1450. Am Dienstag gerät die Gemeinschaftswährung unter Druck und scheint seine am Donnerstag eingeleitete Abwärtsbewegung fortzusetzen. Beim DE30 (11.075 Punkte) waren bis auf einen Rücksetzer am gestrigen Vormittag keine größeren Bewegungen zu erkennen. Mit der heutigen deutlich tieferen Eröffnung wird der Markt erneut zurückgeworfen und die sich verschlechternde Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten könnte das Thema eines stärkeren Ausverkauf wiederbeleben.
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