- US-Einzelhandel mit stärkstem Rückgang seit neun Jahren
- Wenig Fortschritte bei Handelsgesprächen in Peking
- May verliert Abstimmung im britischen Parlament
- DE30-Bären kehren kurzfristigen Trend um
Die Futures des S&P 500 erreichten am Donnerstag bereits vor der europäischen Eröffnung ein neues Hoch in ihrer seit Ende Dezember anhaltenden Rallye. Der marktbreite Aktienindex zog sich erst leicht von seinem Tageshoch zurück und wurde am frühen Nachmittag schwer von den enttäuschenden US-Daten getroffen. Die US-Einzelhandelsumsätze gingen im Dezember um 1,2% im Vergleich zum Vormonat zurück - der stärkste Rückgang seit September 2009. The National Retail Federation (NRF) machte vor allem den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Stilllegung der US-Regierung für die schwachen Umsatzzahlen Ende 2018 verantwortlich. Händler versuchen nun herauszufinden, ob es sich beim Einbruch nur um ein einmaliges Ereignis handelt oder mehr dahinter steckt. Auch die nächste negative Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Am Nachmittag berichtete Bloomberg, dass bei den Handelsgesprächen in Bejing zu den Strukturreformen in China bisher wenig Fortschritte gemacht wurden. Der Druck auf Trump Donald und Xi Jinping erhöht sich damit, um dem Handelsstreit zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt ein Ende zu setzen. Der S&P 500 schloss den Donnerstag mit einem Verlust von 0,27%, der NASDAQ war mit einem kleinen Gewinn von 0,09% am widerstandsfähigsten.
Bisher waren die Anleger übermäßig optimistisch bei den Verhandlungen, so dass viel Potenzial für kurzfristige Volatilität an den Märkten besteht. Die neuen Entwicklungen belasteten während der heutigen Asien-Sitzung insbesondere die chinesischen Aktienmärkte. Die Risikoaversion nahm zusätzlich durch die inländischen schwachen EPI-Werte (0,1%im Monatsvergleich) zu, da sich diese den siebten Monat in Folge verlangsamten. Weltweit werden sich die Händler auf die Ergebnisse der heute endenden Handelsgespräche konzentrieren, um die Chancen auf einen endgültigen Waffenstillstand zwischen den USA und China neu zu bewerten. Nach dem Treffen zwischen dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Chinas Präsident Xi Jinping dürfte es zumindest weitere Hinweise geben. Die andere Frage ist, ob der US-Präsident die gestern vom Kongress vorgelegte Gesetzgebung unterzeichnet, um einen erneuten “Government Shutdown” zu verhindern. Zwar wird davon ausgegangen, dass Trump am heutigen Freitag das Gesetz unterzeichnen wird, doch dieses sieht für den Bau der Grenzmauer zu Mexiko lediglich 1,37 Mrd. USD vor, während Trump 5,7 Mrd. USD “benötigt”. Zur Finanzierung seiner versprochenen Mauer wird Trump wohl einen nationalen Notstand auslösen, um auf anderem Wege an die benötigten Geldmittel zu kommen.
Der am Donnerstag veröffentlichte BIP-Bericht aus Deutschland zeigte, dass nach einem negativen Wachstum im dritten Quartal eine von vielen gefürchtete Rezession verhindert werden konnte. Allerdings wurde die Prognose von 0,1% verfehlt, da die deutsche Konjunktur im letzten Quartal mit 0% stagnierte. Der DE30 folgte gestern den Kursentwicklungen der Wall Street und erlebte eine scharfe Umkehrung, so dass sich die kurzfristige charttechnische Perspektive innerhalb weniger Stunden drehte. Im D1-Chart wurde ein bärisches Umkehrsignal ausgebildet, was den deutschen Leitindex weiter unter Druck setzen könnte. In Europa stellt die gestrige Niederlage von Theresa May im britischen Parlament eine weitere Belastung dar. Die Abstimmung ist zwar nicht rechtlich bindend, zeigt aber, dass das Vertrauen in die Premierministerin, um bis zum 29. März mit der EU einen Deal auszuarbeiten, weiter zurückgeht. Die Wahrscheinlichkeit für einen “harten” Brexit nimmt damit zu.
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