- Trump und Juncker erklären sich gesprächsbereit
- Endgültige Lösung ist jedoch noch weit entfernt
- DE30 kurz vor drittem Test der 200-Tage-Linie
- EURUSD-Paar könnte sich weiter erholen
US-Präsident Trump äußerte sich nach seinem gestrigen Treffen mit EU-Kommissionspräsident Juncker in Washington ziemlich optimistisch: “Das ist ein großer Tag für den freien und fairen Handel”. Beide Seiten hatten sich bereit erklärt, die Gespräche aufzunehmen, um auf eine konstruktive Lösung hinzuarbeiten. Dieser wichtige Schritt, wie Donald Trump es auf Twitter verkündete, könnte als “Durchbruch” interpretiert werden. Auch die Finanzmärkte reagierten positiv auf die neuen Entwicklungen. Viele bleiben jedoch vorsichtig, wie z.B. der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Eric Schweitzer. “Die in Aussicht gestellten Lösungen gehen in die richtig Richtung, aber eine gehörige Portion Skepsis bleibt”. Auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff verwies auf die Unberechenbarkeit des US-Präsidenten hin.
Man sollte sich im Klaren sein, dass es sich weder um Verhandlungen handelte, noch konkrete Umsetzungspläne vorliegen. Von einer Lösung sind wir noch weit entfernt, daher ist Vorsicht angebracht und die Erwartungen sollten nicht zu früh zu hoch sein. Doch die Gesprächsbereitschaft ist ein erster Lichtblick im Hinblick auf eine Deeskalation der Handelskonflikte zwischen den USA under der EU (möglicherweise auch für ander Regionen der Welt). Am Ende zählen jedoch die Ergebnisse und natürlich ist damit zu rechnen, dass Trump seinen Kurs “America first” hier weiter fortsetzt. Es dürfte also keine leichte Aufgabe für die EU sein, ihre Interessen entsprechend durchzusetzen. Trump sprach bereits von Import-Verpflichtungen für die EU von Soja und Flüssiggas sowie einer tieferen Zusammenarbeit in zahlreichen Sektoren (u.a. bei Dienstleistungen, Chemie und Pharma). Im Gegenzug kündigte Trump an, auf Automobilzölle zu verzichten und evtl. sogar die bestehenden Strafzölle zu redzuzieren. Man darf also auf die endgültigen Entscheidungen gespannt sein.
Beim DE30 war vor dem genannten Treffen eine neue Verkaufswelle zu beobachten und setzte somit die Bullen erneut unter Druck. Doch nach den Ergebnissen gab es eine regelrechte Wende, so dass alle Verluste ausgeglichen werden konnten und am Ende des Handelstages sogar ein Gewinn erzielt wurde. Der deutsche Leitindex hat nun zum dritten Mal die Chance die 200-Tage-Linie zu überwinden. Ein nachhaltiges Überschreiten könnte das Vertrauen deutlich stärken und den deutschen Aktienmarkt wieder auf Kurs bringen. Die Bullen haben also bereits heute die Möglichkeit ein positives Signal zu setzen. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der DE30 bei 12.689 Punkten (-0,13%).
Der EUR gewinnt gegenüber dem USD wieder an Attraktivität und schloss gestern über der psychologisch wichtigen 1,17-Marke. Kann das Paar seinen Erholungskurs fortsetzen oder sind die Widerstände zu stark? Die langfristige Trendlinie, beginnend Anfang 2017 (D1- oder W1-Chart), zeigt eine bullische Tendenz und lässt eine weitere Erholung wahrscheinlicher erscheinen. Entscheidend könnte das morgige EZB-Treffen sein. Insbesondere die anschließende Pressekonferenz mit Mario Draghi könnte hier wichtige Impulse liefern. Übergeordnetes Kursziel für die Bullen wäre der Bereich um die 1,18.
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