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08:46 · 18. September 2018

Marktkommentar: Eskalation beim USA-China-Handelskonflikt

  • US-Regierung erhebt weitere Strafzölle in Höhe von 200 Mrd. USD
  • Zunehmende Abschottungspolitik gefährdet Wachstum
  • DE30 kämpft an Widerstandszone bei 12.100 Punkten

Einige hatten nach der sanfteren Rhetorik in der letzten Woche wieder etwas Hoffnung. Am Montag kündigte die US-Regierung jedoch weitere Strafzölle auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd. USD an. Donald Trump hatte schon seit Längerem damit gedroht, am 24. September sollen diese nun in Kraft treten. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China spitzt sich also erneut zu und erreicht außerdem eine neue Dimension. Bisher haben die beiden größten Volkswirtschaften der Welt jeweils “lediglich” Zölle auf Waren im Wert von 50 Mrd. USD verhängt. Washington signalisierte zwar weiterhin Gesprächsbereitschaft, doch die neuen Nachrichten müssen die Märkte erst einmal verdauen. Die Aktienmärkte und der USD stehen unter Druck.

Im Falle von Gegenmaßnahmen werde Washington mit zusätzlichen Zöllen in Höhe von 267 Mrd. USD reagieren. Damit wäre das gesamte Handelsvolumen chinesischer Exporte in die USA betroffen. Des Weiteren soll ab 2019 der Zollsatz von 10% auf 25% angehoben werden. Peking hatte bereits am Montag Gegenmaßnahmen angekündigt. Eine Deeskalation scheint hier also vorerst nicht in Sicht. Die Auswirkungen der bisherigen Entwicklungen machen sich aber bereits an den weltweiten Aktienmärkten und den Makro-Daten bemerkbar. Allerdings ist in einer globalisierten Welt und der damit verbundenen gegenseitigen Abhängigkeit eine zunehmende Abschottungspolitik langfristig kontraproduktiv. Beide Seiten müssen sich daher Gedanken machen, wie eine Neugestaltung zukünftig aussehen kann.

Der DE30 oszilliert nun schon seit letztem Donnerstag um die 12.100 Punkte-Marke herum. Dieser Bereich fungierte 2018 bisher als wichtige Unterstützungszone und dürfte daher für Bullen die erste Anlaufstelle sein. Angesichts der neuen Handelsspannungen (auch EU-Firmen sind hier betroffen) könnte das Aufwärtspotenzial begrenzt sein. Insgesamt werden es die Käufer aber schwieriger haben als die Verkäufer, da der Markt weiterhin die Unterseite favorisiert. Daher sollte auch eine Bewegung in Richtung der jüngsten Tiefs bei 11.860 Punkten nicht ausgeschlossen werden. Kann der DE30 seine Erholung weiter ausbauen oder droht eine neue Verkaufswelle? Das Verhalten an der genannten Widerstandszone wird hier entscheidend sein.    

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