Ordentliche Aufwärtsdynamik an der Wall Street. DE30 überwindet entscheidenden Widerstand und setzt weiteres Aufwärtspotenzial frei. EUR-Aufwertung wird im frühen Handel fortgesetzt. Gold unentschlossen.
Nach zahlreichen gescheiterten Verhandlungsgesprächen zwischen den USA und der EU kommt es nun zu Vergeltungszöllen. Bis Juni war die EU noch von den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium befreit, doch beide Parteien kamen offensichtlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner bzw. setzt US-Präsident Donald Trump seine protektionistische Handelspolitik fort. Während es bei den Handelsspannungen mit Kanada und auch China erste positive Signale gibt, scheint dies im Hinblick auf die EU-Wirtschaft nicht der Fall zu sein. Ab Anfang Juli verhängt die EU nun Vergeltungszölle auf diverse US-Produkte (Orangensaft, Whiskey, etc.) im Wert von 2,8 Mrd. Euro und möchte somit die Zölle der US-Regierung kompensieren. Die EU hatte ihr Vorhaben bereits im Mai bei der WTO angekündigt. Man sprach von einer “angemessenen Antwort auf die einseitige und illegale Entscheidung der USA. ”Beim G7-Gipfel in Kanada am kommenden Freitag und Samstag wird Trumps Abschottungspolitik mit Sicherheit im Vordergrund stehen (Nafta-Verhandlungen: Kanada und Mexiko; Handelsbilanzdefizit: China etc.).
Die Futures der Wall Street-Indizes (S&P 500, Dow Jones, Nasdaq) gerieten gestern bereits vor der US-Eröffnung unter Druck, sodass die Stimmung am US-Aktienmarkt nicht Gutes erahnen lies. Allerdings war dies nur von kurzer Dauer, am Spätnachmittag war eine Wende zu beobachten und am Ende des Handelstages wurden ordentliche Gewinne verbucht. Der Nasdaq bildete sogar ein neues Allzeithoch bei 7.221 Punkten aus und auch der Dow Jones, der bislang am meisten hinterher hing, konnte sich erholen (aktuell bei 25.180 Punkten). Doch kann diese Aufwärtsdynamik weiter aufrechterhalten werden? Im Tageschart gibt es bislang keine Anzeichen für eine Umkehrung, dennoch sollte man in kleineren Zeiteinheiten auf entsprechende Signale achten.
Die USD-Rallye scheint vorbei zu sein, auch die neuen starken US-Daten (ISM-Indizes und Handelsbilanz) können keine Unterstützung bieten. Nach einem neuen Jahres-Tief letzte Woche bei 1,1510 geht es beim EURUSD nur in eine Richtung: Norden. Die Kommentare von Hanson und Weidmann zum Thema Zinsen, QE und Inflation beflügelten diese Entwicklung und sorgten vor dem EZB-Treffen nächste Woche für Gesprächsstoff. Andererseits sollten auch kurzfristige Rückschläge nicht ausgeschlossen werden, da die EUR-Bullen nun zahlreiche Widerstände vor sich haben. Derzeit notiert das Währungspaar bei 1,1794 und daher etwas oberhalb des gestrigen Schlusskurses (+0,16%) und nur knapp unterhalb der psychologisch wichtige Marke von 1,18.
Beim Gold hat die Volatilität in letzter Zeit extrem abgenommen. Die höhere Risikobereitschaft der Anleger und die wieder leicht anziehenden US-Anleiherenditen (nur knapp unter 3%) lasten zwar auf dem Edelmetall, allerdings sollte die USD-Schwäche eine Chance bieten. Bislang gelingt es jedoch nicht die 1.300 USD-Marke zu knacken. Seit einigen Handelstagen befinden wir uns jedoch knapp über einer langfristigen Trendlinie, beginnend Ende 2016. Sollte es den Bären also nicht gelingen hier eine Trendwende einzuleiten, wär eine Seitwärtsbewegung mit leichter Aufwärtstendenz das wahrscheinlichste Szenario. Damit das Vertrauen aber wieder hergestellt wird, sollte insbesondere die 200-Tage-Linie nachhaltig überschritten werden (derzeit bei 1.307 USD).
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