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08:27 · 17. Oktober 2018

Marktkommentar: GBPUSD heute besonders interessant

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  • Wall Street-Erholung nachhaltig?
  • ZEW-Konjunkturerwartungen enttäuschen
  • EURUSD scheitert an 1,16-Marke, wenig Bewegung
  • Britische Inflationsdaten und EU-Gipfel für GBP entscheidend

Die Wall Street konnte am Dienstag einen Teil ihrer jüngsten Verluste ausgleichen. Der marktbreite S&P 500 und der Leitindex Dow Jones stiegen über 2%, der technologielastige Nasdaq sogar fast 3%. Auch an den europäischen Aktienmärkten waren gestern seit längerem wieder Anstiege zu beobachten. Die Finanzmärkte scheinen jedoch die handelsbezogenen und geopolitischen Risiken (Handelskonflikt USA/China, Iran, Saudi-Arabien) zu ignorieren. Der Zustand der US-Wirtschaft ist aber weiterhin stark, auch wenn einige Datenpunkte (Inflation, Einzelhandel) letztens etwas enttäuschten. Auch der konjunkturelle Ausblick bleibt positiv, der zusätzlich durch fiskalische Vorteile und höhere Staatsausgaben gestützt wird. Doch wie lange kann dies noch anhalten, insbesondere wenn andere Regionen der Welt sich bei weitem nicht so gut entwickeln?  

In diesem Kontext sind die am Dienstag veröffentlichten ZEW-Konjunkturerwartungen (Aussicht für die nächsten sechs Monate) zu erwähnen. Der Hauptindex für Oktober ging nicht nur wie erwartet zurück, sondern verfehlte mit -24,7 Punkten sogar deutlich die prognostizierten -12 Punkte (Vorwert: -10 Punkte). Seit Februar 2018 ist hier ein klarer Abwärtstrend zu erkennen, außerdem ist dies der tiefste Wert seit August 2012. Deutschlands Wirtschaft gerät ins Stocken. Es sei jedoch angemerkt, dass wir auch 2011 bereits schlechtere Aussichten hatten und der allgemeine Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt später fortgesetzt wurde. Weitere Daten müssen hier jedoch berücksichtigt werden, um das Bild zu komplettieren. Die schlechtere Stimmung spiegelt sich auch beim DE30 wider: Letzte Woche notierten wir auf dem tiefsten Stand seit Anfang 2018. In dieser Woche gelingt dem deutschen Leitindex zwar eine beeindruckende Erholung (im mittelfristigen Abwärtstrend), dennoch brauchen wir deutlich höhere Kurse, um das Vertrauen wiederherzustellen.    

In Europa kommen außerdem regionale Unsicherheitsfaktoren wie der Brexit oder der italienische Haushaltsplan hinzu. Das Aufwärtspotenzial für den EUR ist daher begrenzt: Der EURUSD scheiterte am Dienstag erneut an der 1,16-Marke. Des Weiteren stabilisierte sich der USD allgemein wieder und sorgte für Gegenwind. Kurstechnisch hat sich in dieser Handelswoche also nicht wirklich was getan. Erwähnenswert ist die Verteidigung der 1,1550 (Unterseite Konsolidierung) im heutigen frühen Handel. Das FOMC-Sitzungsprotokoll (20:00 Uhr) könnte jedoch die starke US-Konjunkturlage und damit den geldpolitische Kurs der Fed bestätigen. Dies könnte den Druck auf die Gemeinschaftswährung erhöhen. Den Inflationsdaten der Eurozone (11:00 Uhr) sollten Händler ebenfalls Aufmerksamkeit schenken.

Viele Marktteilnehmer werden sich heute aber auf das GBPUSD konzentrieren, da wir am Morgen (10:30 Uhr) ein Inflations-Update aus Großbritannien erhalten: EPI und VPI. Des Weiteren findet heute der EU-Gipfel statt, bei dem das Brexit-Thema eine zentrale Rolle spielen wird. Am Wochenende waren die EU und Großbritannien nicht in der Lage eine Einigung zu erreichen. Die Kommentare der letzten Tage hinsichtlich der Verhandlungsfortschritte schwanken stark zwischen Optimismus und Pessimismus. Fakt ist, dass ein Abkommen schwieriger zu erzielen ist als gedacht und dass das Endergebnis weiterhin schwer einzuschätzen ist. Die GBP-Bullen verbleiben daher in Wartehaltung. Die Verluste vom Montag wurden zwar wieder ausgeglichen, doch nach einem Wochenhoch bei 1,3235 fiel das GBPUSD etwas zurück. Der heutige Nachrichtenfluss könnte für das Paar wegweisend sein.   

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