- Viele Fragen bezüglich der Zukunftspläne der türkischen Regierung
- Schärfere Überwachung Griechenlands nach Ende der Hilfsprogramme
- DE30-Bullen verteidigen Unterstützungszone bei 12.100 Punkten
- Stimmung um EUR wieder etwas optimistischer, nachhaltig?
Auch in dieser Woche dürfte das Thema Türkei die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. CDU-Politiker Jürgen Hardt sagte der Rheinischen Post: “Die Ursache für die Wirtschafts- und Währungskrise in der Türkei sind die fahrlässigen Äußerungen von Präsident (Recep Tayyip) Erdogan mit Blick auf die Unabhängigkeit der Zentralbank und die Rechtsstaatlichkeit.” Bei einer Neuausrichtung könnte man allerdings über Hilfe nachdenken, fügte er hinzu. Bislang erhielt die Türkei eine Zusage aus Katar für Investitionen in Höhe von 15 Mrd. USD. Ein Hilfsprogramm des IWF wurde wiederum abgelehnt, möglicherweise aufgrund von wirtschaftspolitischen Auflagen. Die Krise dürfte aber keinesfalls überwunden sein, auch wenn sich die TRY letzte Woche gegenüber dem EUR und USD etwas erholen konnte (aktuell 6,9010 und 6,0404). Die nächsten Äußerungen und Handlungen der türkischen Regierung könnten für Unternehmer, Investoren und Banken von entscheidender Bedeutung sein.
Insgesamt hat Griechenland 260 Mrd. EUR von Euro-Partnern sowie dem IWF erhalten. Der ESM-Chef Klaus Regling äußerte sich zwar optimistisch bezüglich der Zukunftsperspektive Griechenlands, allerdings dürfe mit einer schärferen Überwachung gerechnet werden. Insbesondere der Reformkurs soll so beibehalten werden. Ein Ende der Hilfsprogramme sind in der Tat eine gute Nachricht, zumindest auf den ersten Blick. Doch ob das Land wieder wettbewerbsfähig wird auf dem europäischen Markt und seine strukturellen Probleme in den Griff bekommt ist fraglich. Vor allem die hohen Sparvorgaben seitens der EU könnten hier ein Hindernis darstellen. Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist ebenfalls skeptisch: “Griechenland steht am selben Punkt, im gleichen schwarzen Loch und es versinkt jeden Tag tiefer darin...Wir haben jetzt nur mehr Zeit, um noch mehr Schulden zurückzuzahlen.”
Die DE30-Bullen konnten am Freitagnachmittag dem Abwärtsdruck Stand halten. Ein Gewinn konnte zwar nicht erzielt werden, doch die Intraday-Verluste wurde so gut wie wieder ausgeglichen. Ein Überwinden der 12.100 Punkte bzw. der Juni-Tiefs war also nicht möglich. Da der deutsche Leitindex jedoch unter zahlreichen Widerständen notiert, sollte man die jüngste kleine Erholung nicht überbewerten. Solange die 200-Tage-Linie nicht wiedererobert wird, könnten die Bären den Druck schnell wieder erhöhen. Ein Durchbruch der genannten Unterstützungszone könnte eine Bewegung in Richtung 11.900 Punkte mit sich bringen.
Der EUR respektierte in der letzten Handelswoche die 1,13-Marke und konnte damit eine weitere Abwärtsbewegung abwehren. Die Erholung wurde wiederum bei 1,1450 gestoppt, doch der Widerstand bei 1,15 ist nicht allzu weit entfernt. Dies könnte die EUR-Bullen möglicherweise dazu animieren, sich entsprechend zu positionieren. Um das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung aber weiter zu stärken, wird mehr Willenskraft notwendig sein. Mal sehen, ob wir in den nächsten Stunden einen bullischen Impuls sehen. Ansonsten wäre auch eine erneute Bewegung in Richtung der 1,13-Unterstützung nicht unrealistisch.
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