- Treffen zwischen Trump und Xi Jinping entscheidend
- Wall Street auf Erholungskurs, Volatilität bleibt hoch
- Trump kämpft vor “Midterm Elections” um Wählerstimmen
- ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe rückläufig
Seit dieser Woche gibt es wieder Hoffnung beim Handelskonflikt zwischen den USA und China. Bisher waren die zwei größten Volkswirtschaften der Welt nicht in der Lage irgendeinen Fortschritt zu erzielen. Am 24. September traten außerdem die neuen Zölle in Kraft. Die USA erheben nun insgesamt Strafzölle (10%) auf chinesische Waren im Wert von 250 Mrd. USD. Am Rande des G20-Gipfels ins Argentinien könnte im November zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping ein Treffen stattfinden. Die Erwartungen sind hoch und sollte es zu einer Einigung kommen, könnten Zölle (Erhöhung auf 25%?) auf weitere 267 Mrd. USD erfolgen. Über den Nachrichtendienst Twitter sprach Trump in Bezug auf die Gespräche mit China “moving along nicely”, diese also gut vorankommen.
Das Timing könnte nicht besser sein. An der Wall Street sorgten die guten Nachrichten natürlich für Optimismus und damit konnte eine Trendwende bzw. neue Verkaufswelle vorerst abgewendet werden. Seit Dienstag verbuchen die drei großen US-Aktienindizes (S&P 500, Dow Jones, Nasdaq) ausschließlich Gewinne. Ob die Erholung nachhaltig ist werden wir bald erfahren, doch mit den jüngsten Zuwächsen kann das Vertrauen wieder gestärkt werden und bietet Käufern wieder mehr Spielraum für Rücksetzer. Der marktbreite S&P 500 steigt auch im frühen Handel weiter an und deutet auf einen positive US-Sitzung hin. Mit der heutigen Tageskerze notiert der Stimmungsindikator zwar wieder nahe der 200-Tage-Linie, der Index ist aber noch nicht aus der Gefahrenzone. Angesichts der starken Aufholjagd besteht außerdem ein höheres Risikos eines erneuten Rückgangs.
Doch wie ernst meint Donald Trump es mit dem Annäherungsversuch mit der chinesischen Regierung? Die “Midterm Elections” (US-Zwischenwahlen) stehen kurz bevor (6. November) und der US-Präsident muss um Wählerstimmen kämpfen. Viele der 3,2 Mio. Landwirte und Viehzüchter in den USA sind traditionell Republikaner, doch die Auswirkungen des USA/China-Handelskonflikts sind spürbar: Zölle führen zu höheren Kosten und gefährden die Existenzgrundlage vieler US-Bürger. Außerdem ist China der größte Importeur von Sojabohnen und Schweinefleisch aus den USA. Gibt es, wie Washington signalisiert, ernsthafte Hoffnung auf einen baldigen besseren Deal mit China? Viele Wähler sind derzeit eher skeptisch.
Der Druck auf den US-Präsidenten steigt. Insbesondere soll eine Kontrollübernahme der Demokraten im Repräsentantenhaus verhindert werden, da diese seinen zukünftigen Schritten in die Quere kommen könnten. Erwähnenswert sind auch die US-Daten vom Donnerstag. Der ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe (Oktober) zeigte einen Rückgang von 59,8 auf 57,7 Punkte (Erwartung: 59 Punkte). Zum zweiten Mal in Folge schwächelt der Fertigungsindex, bleibt aber weiterhin auf ziemlich hohem Niveau. Im September erreichte der Wert für das Jahr 2018 mit 61,3 Punkten seinen höchsten Stand. Ansonsten sorgen zunehmende globale Risiken, wie die Wachstumsverlangsamung in China, Investitionszurückhaltungen und steigende Kreditkosten für Unsicherheiten. Auch die Situation mit der EU bleibt ungeklärt (EU kämpft außerdem mit italienischem Haushalt und Brexit-Abkommen) und die positiven Effekte der US-Steuerreform dürften 2019 nachlassen.
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