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10:15 · 8. November 2018

Marktkommentar: Kein Handlungsspielraum für Trump?

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  • Wall Street profitiert von höherer Risikobereitschaft
  • Trump hat weiterhin freie Hand bei Außenwirtschaftspolitik
  • Viel Skepsis hinsichtlich einer Deeskalation bei Handelsstreit

Die US-Zwischenwahlen brachten zwar keine Überraschung mit sich, doch die Niederlage Donald Trumps (Demokraten übernehmen Kontrolle über Repräsentantenhaus) scheinen die Märkte vorerst positiv zu bewerten. Die Midterms wurden als ein großer Unsicherheitsfaktor gesehen, daher setzte die Wall Street ihren Erholungskurs fort. Mit dem Anstieg konnten die drei großen US-Aktienindizes (S&P 500, Dow Jones, Nasdaq) einen beträchtlichen Teil ihrer Verluste vom Oktober wieder ausgleichen. Angesichts der aktuellen Dynamik könnten weitere Gewinne folgen, allerdings besteht gleichzeitig eine höhere Anfälligkeit für Rücksetzer.

Die große Frage ist nun: Wie wird der US-Präsident mit der Situation umgehen? Innenpolitisch wird er in den nächsten zwei Jahren sehr wenig Handlungsspielraum für marktfreundliche Impulse (Steuersenkung, Deregulierung des Finanzsektors) haben. Am Mittwoch gab es bereits einen Annäherungsversuch durch einen Appell an die Demokraten an gemeinsame Ziele im Bereich Infrastruktur (sowie Militär, Grenzsicherung und Umweltpolitik). Allerdings werden die Demokraten es Trump in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit sicherlich nicht leichter machen wollen. Am Mittwoch verkündete Trump bereits, dass er bei einem Stillstand der Regierungsarbeit die Demokraten dafür verantwortlich machen werde.

Bei der Außenwirtschaftspolitik hat Trump wiederum weiterhin freie Hand. Daher wäre zu erwarten, dass der ungeklärte Handelsstreit mit den China (und der EU) wieder mehr in den Vordergrund rücken könnte. In Deutschland sieht man dem jedoch skeptisch gegenüber. “Es wird ungemütlich für Trump, aber Verbesserungen für Europa im Streit über Zölle und Militärausgaben erwarte ich nicht”, sagte Clemens Fuest, Chef des ifo-Instituts. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da, ein Einlenken bzw. ein handelsfreundlicher Ansatz des US-Präsidenten ist also unwahrscheinlich.

Der Druck steigt, da sich die Auswirkungen der Zölle weltweit in den Daten bemerkbar machen und im Ausblick vieler Unternehmen widerspiegeln. Exportabhängige Länder wie Deutschland sind daher besonders betroffen. Ein Diskutieren auf Augenhöhe, um an einer konstruktiven Lösung und einer Erneuerung der bestehenden Handelsverträge zu arbeiten, scheint bislang nicht möglich. Andererseits müsste man den Forderungen der USA klein beigeben, doch kann das wirklich die Lösung sein, um das Weltwirtschaftswachstum nicht noch mehr zu gefährden?

Am Donnerstag steht erneut die Politik im Mittelpunkt, da die Fed ihren Zinsentscheid bekannt gibt. Allerdings erwarten die Märkte keine Überraschung (vierte Zinserhöhung 2018 dürfte im Dezember erfolgen). Durch die bestehenden Strafzölle könnte allerdings der Inflationsdruck steigen und die US-Notenbank dazu veranlassen ihre geldpolitischen Straffungsprozess fortzusetzen. Weltweite Anleger werden also aufgrund steigender Kreditkosten heute Abend nach neuen Hinweisen Ausschau halten.

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