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10:34 · 7. November 2018

Marktkommentar: Keine Überraschung bei US-Zwischenwahlen

  • Demokraten übernehmen Repräsentantenhaus
  • Italienische Regierung: Kein Einlenken bei Haushaltsstreit
  • Widersprüchliche Neuigkeiten zum Thema Brexit

Im Vorfeld der US-Zwischenwahlen gab es viele Spekulationen hinsichtlich Ergebnis, Marktreaktion sowie Donald Trumps zukünftiges Durchsetzungsvermögen in Washington. Wie erwartet gewinnen die Demokraten wieder die Kontrolle über das Repräsentantenhaus, während der Senat in den Händen den Republikaner bleibt. Mit einem “gespaltenen” Kongress könnte der US-Präsident in der Tat Schwierigkeiten haben, marktfreundliche Reformen voranzutreiben (fiskalische Impulse und höhere Staatsausgaben). Einige glauben zwar, dass sich die Demokraten für neue Ausgaben aussprechen könnten, doch die offensichtlichste Möglichkeit, die US-Wirtschaft weiter zu stützen, wären Fortschritte beim Handelskonflikt zwischen den USA und China. An den Märkten waren die Reaktionen auf das Ergebnis der US-Zwischenwahlen überschaubar: Die S&P 500-Futures stiegen, der USD schwächelte.

Auch in Europa dominiert derzeit die Politik das Geschehen, da es beim Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom bislang kein Einlenken der italienischen Regierung gibt. Die Fünf-Sterne-Bewegung und die Lega versuchen derzeit eine höhere Neuverschuldung von 2,4% (gemessen am BIP) durchzusetzen, um ihre Wahlversprechen einzuhalten. Die EU-Kommission hatte ihren Entwurf abgelehnt und EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici drohte am Dienstag mit Sanktionen. “Ich bin für einen Dialog, aber Sanktionen können am Ende angewendet werden, wenn wir keine Einigung erzielen”, hieß es. Sollten bis zum 13. November keine Anpassungen vorgenommen werden, könnte Italien mit Strafen (bis zu 0,2% des BIP) rechnen. Auch der Zugang zu finanziellen Mitteln aus dem EU-Fonds könnte verweigert werden und die italienische Regierung könnte einer schärferen Überwachung unterliegen. Experten glauben zwar nicht an eine Eskalation, doch der Unsicherheitsfaktor bleibt und das Thema Euro-Krise ist damit noch nicht vom Tisch.

Beim Thema Brexit waren die Neuigkeiten in dieser Woche etwas widersprüchlich. Während Brexit-Minister Dominic Raab nach der Kabinettssitzung am Dienstag von “thumps up” sprach, geht die nordirische DUP eher von einem harten Brexit aus. Das war zumindest die Aussage vom DUP-Abgeordneten Jeffrey Donaldson bei Twitter. Das GPBUSD erlebte vor einer Woche eine Umkehrung um die 1,27. Seitdem scheint es ausschließlich Richtung Norden zu gehen. Eine Mischung aus Brexit-Optimismus und USD-Schwäche ließ das Paar weiter steigen. Die Dynamik hat zwar etwas abgenommen, doch wir notieren im frühen Handel nahe des Wochenhochs bei 1,3147 (Abstand etwa 10 Pips). Ansonsten wird Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer heute in Berlin ihre Kandidatur für den CDU-Vorsitz verkünden. Weitere Kandidaten sind Gesundheitsminister Jens Spahn sowie der Rechtsanwalt und Deutschland-Aufsichtsratschef von BlackRock Friedrich Merz. Interessant erscheint in diesem Zusammenhang die Meldung, dass am gestrigen Dienstag eine Razzia in den Büros von BlackRock in München durchgeführt wurde. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Cum-Ex-Geschäften. Der DE30 konnte in dieser Woche bisher keine größeren Bewegungen aufweisen und wartet auf einen wegweisenden Impuls (aktuell bei 11.518 Punkte).      

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