++ Lighthizer dämpft Erwartungen an Handelsabkommen ++ Powell könnte bald Plan für Bilanzkürzung vorstellen ++ Weiche Daten aus China enttäuschen ++ Risikobereitschaft an Aktienmärkte rückläufig ++
Der S&P 500 notierte am Mittwochabend auf 2.796 Punkten und zeigte im Vergleich zum vorherigen Schlusskurs keine größere Kursveränderung, allerdings waren im Intraday-Handel hauptsächlich Bewegungen auf der Unterseite zu beobachten. Der US-Handelsvertreter Robert Lighthizer sagte, dass die USA und China immer noch viel Arbeit vor sich hätten, um den seit 2018 anhaltenden Handelsstreit beizulegen. Am Freitag läuft die gesetzte 90-Tage-Frist für den vorübergehenden Waffenstillstand aus und die Märkte könnten weiter in einer Wartehaltung verbleiben, zumindest solange keine Details zu einem potenziellen Deal veröffentlicht werden. Ein Durchbruch bei den strukturellen Problemen könnte sich jedoch als schwierig erweisen und die Handelsvertreter vor eine Herausforderung stellen. Fed-Chef Jerome Powell kündigte bei seiner zweiten Anhörung an - diesmal vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses - bald einen Plan vorzustellen, um in diesem Jahr die Kürzung der Bilanzsumme von 4 Bio. USD zu stoppen.
An der Datenfront sorgte der chinesische EMI zum verarbeitenden Gewerbe mit einem Rückgang auf 49,2 Punkte für eine Enttäuschung. Zum dritten Mal in Folge liegt der Wert im Kontraktionsbereich und verstärkt die Sorgen um eine Verlangsamung der Konjunktur. "Wir brauchen noch mehr expansive Kredit- und Fiskalpolitik (in China), um das Wachstum zu stabilisieren", sagte Betty Wang, Senior China Economist bei ANZ. Der EMI für den Dienstleistungssektor fiel mit 54,3 Punkten ebenfalls schwächer aus, bleibt aber auf deutlich höherem Niveau. Das Weiße Haus berichte zudem darüber, dass US-Präsident Donald Trump und der Machthaber Nordkoreas Kim Jong Un am Donnerstag an einer Einigung zur Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel scheiterten. Außerdem wird die Liste der weltweiten Unsicherheitsfaktoren durch den Konflikt zwischen Indien und Pakistan erweitert. Beide Atommächte sind nach dem Attentat Mitte Februar in Kaschmir - die umstrittene Region im Himalaya - die von beiden Seiten beansprucht wird, auf Konftrontationskurs.
Für die Anleger zeichnet sich insgesamt ein weniger optimistisches Bild ab. Die asiatischen Aktienmärkte sowie die Wall-Street-Futures waren am Donnerstag bisher rückläufig. Der marktbreite S&P 500 entfernt sich von dem wichtigen Widerstandsbereich um die 2.800 Punkte und angesichts des übermäßigen Optimismus in den ersten zwei Monaten des Jahres könnten sich die Bedingungen für die Verkäuferseite deutlich verbessern. Ein Unterschreiten der 2.770 Punkte könnte einen stärkeren Ausverkauf mit sich bringen und den Weg in Richtung des 200er EMAs im D1-Chart ebnen. Auch am deutschen Aktienmarkt ist am frühen Morgen eine Risikoaversion zu beobachten, da der DE30 an Boden verliert und sich der Abwärtstrendlinie ausgehend von den Sommerhochs von 2018 annähert. Weltweit benötigen die Anleger positive Nachrichten, um der Abwärtsbewegung entgegenzuwirken und um Schlimmeres zu verhindern.
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