- Briten laut Sky News-Umfrage unzufrieden mit Brexit-Verhandlungen
- Großbritannien und China könnten Handelsabkommen anstreben
- DE30 hält sich über 200-Tage-Linie, Impuls notwendig
- EUR könnte an gestrige Erholung anknüpfen
Der Brexit steht kurz vor der Tür, die endgültigen Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU werden voraussichtlich im Herbst stattfinden und der Brexit am 29. März 2019 erfolgen. Die Vorstellungen zum Brexit könnten unterschiedlicher nicht sein, doch Theresa May gerät auch für ihre “schlechten Verhandlungen” mit ihren europäischen Kollegen in die Kritik. Das sind zumindest die Ergebnisse einer neuen Umfrage von Sky News: 78% seien hier unzufrieden, außerdem sprach sich die Hälfte der Befragten für ein Referendum über einen EU-Austritt mit oder ohne Abkommen aus. Die Premierministerin verliert also weiterhin an Vertrauen und das innenpolitische Chaos scheint sich weiter fortzusetzen.
Eine gute Nachricht gibt es jedoch, nämlich die Ergebnisse eines Gesprächs zwischen dem britischen Außenminister Jeremy Hunt und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi am Montag. Wang Yi sprach davon “den Umfang des Handels und der gegenseitigen Investitionen auszuweiten”. Eine zukünftig engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern wäre vor allem ein wichtiger Schritt für Großbritannien, um sich nach dem Brexit besser aufzustellen. Allerdings birgt die zunehmende Präsenz Chinas im europäischen Raum auch gewisse Risiken. Das Anstreben eines Freihandelsabkommens könnte jedoch als Erfolg gezählt werden.
Die Wall Street setzt auch in dieser Woche ihre Abwärtsbewegung vom vergangenen Freitag fort. Insbesondere beim Technologieindex Nasdaq sind starke Kursrückgänge zu beobachten. Facebook verbuchte am 26. Juli nach dem Datenskandal und zu hoher Erwartungen der Anleger an den Quartalsbericht den größten Tagesverlust der US-Börsengeschichte (150 Mrd. USD). Auch Amazon, Netflix und Co. geraten unter Druck und lasten auf dem Index. Der gestrige Schlusskurs vom Nasdaq lag etwas oberhalb der 50-Tage-Linie. Kann sich der Kurs stabilisieren und droht ein weiterer Einbruch? Der S&P 500 sowie der Dow Jones waren hierbei etwas widerstandsfähiger.
Der DE30 notiert zwar über der 200-Tage-Linie (12.798 Punkte), kommt in der neuen Handelswoche aber nicht wirklich vom Fleck. Gestern scheiterte der zweite Ausbruchsversuch an der 12.850 Punkte-Marke, dort ist auch das 61,8% Fibo-Retracement der Abwärtsbewegung beginnend vom Allzeithoch zu finden. Ein nachhaltiger Ausbruch ist hier essentiell, um den deutschen Leitindex wieder auf Kurs zu bringen. Den Bullen geht allerdings die Zeit aus. Ein Abpraller könnte wiederum eine neue Verkaufswelle einleiten. Stärkere Unterstützung gibt es im Bereich der 12.670 Punkte.
Der EUR konnte gestern gegenüber dem USD wieder etwas aufwerten und bewegt sich zum Zeitpunkt des Schreibens knapp oberhalb der 1,17-Marke. Auch die 20-Tage-Linie wurde gestern durchbrochen und bietet der Gemeinschaftswährung eine solide Grundlage für eine weitere Erholung. Man sollte jedoch berücksichtigen, dass die zahlreichen Angriffsversuche bisher scheiterten. Erst ein nachhaltiger Ausbruch aus dem Konsolidierungsbereich (Oberseite bei 1,18) könnte daher das Vertrauen stärken. Ansonsten bietet die langfristige Trendlinie (D1- oder W1-Chart) seit Anfang 2017 Unterstützung.
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