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09:31 · 5. Juli 2018

Marktkommentar: Neue Entwicklungen bei drohenden Autozöllen

Der Termin für die nächsten in Kraft tretenden US-Zölle ist bereits diesen Freitag und auch China hat nun angekündigt, Zölle im gleichen Umfang (34 Mrd.) zu erheben. Das Thema Handelskonflikte liegt daher ganz klar im Fokus der Marktteilnehmer. Donald Trump ist weiter wenig einsichtig und setzt seinen protektionistischen Kurs ganz im Sinne von “America First” offensichtlich fort. Die USA sind zwar weniger exportabhängig, doch auch der US-Präsident wird sich dessen bewusst sein, dass in einer globalisierten Welt Handelsbeschränkungen tiefgreifende und langfristige Auswirkungen haben. Eine einzige Erklärung für dieses Verhalten wäre ein politisch-strategischer Ansatz. Doch ist es dies wirklich wert, dabei den gesamten Welthandel in Gefahr zu bringen? Sollte sich an der Situation nichts ändern, werden weitere Gegenreaktionen seitens China, der EU sowie der Nachbarländer Kanada und Mexiko nur eine Frage der Zeit sein. Die chinesische Regierung wiederholte aber nochmals, dass sie kein Interesse an einer Eskalation hat und nicht der erste sein wird, der Zölle verhängt.

Andererseits gibt es im Hinblick auf die drohenden Autozölle von 20% auf US-Importe eine positive Nachricht. Gestern gab es in Berlin ein Treffen zwischen US-Botschafter Grenell und den Chefs der größten deutschen Automobilhersteller (BMW, Daimler, VW und Zulieferer). Demnach seien die USA bereit, komplett auf Zölle zu verzichten, wenn Europa dies ebenfalls wäre. Ist dies möglicherweise der Grundstein für eine vernünftige Lösung? Fakt ist jedoch, dass Deutschland nicht ohne die EU einzelne Abkommen mit den USA treffen kann. Hier gab es gestern unter anderem Kritik von CDU-Politiker und EU-Kommissar für Haushalt und Personal, Günther Oettinger, der sich insbesondere zur europäischen Politik äußerte: “Europa muss weltpolitikfähig werden. Das sind wir noch lange nicht.”

Die US-Börsen schlossen gestern aufgrund des Unabhängigkeitstags früher, daher war allgemein an den Märkten eine niedrigere Volatilität zu beobachten. Allerdings halten sich die drei großen Wall Street-Indizes nahe kritischer Zonen auf. Der S&P 500 und der Dow Jones kämpfen derzeit an der 50-Tage-Linie, während der Nasdaq bereits seit einigen Handelstagen unter der 200-Tage-Linie notiert. Das Verhalten der Händler könnte daher für deren zukünftige Entwicklung ausschlaggebend sein.

Der DE30 war zwar in der Lage, eine weitere Verkaufswelle abzuwehren, doch kurstechnisch hat sich seit dem letzten Wochenschlusskurs nicht wirklich was getan. Aktuell scheint der deutsche Leitindex in einer Konsolidierung zwischen 12.100 und 12.430 Punkten fest zu stecken. Erst ein Ausbruch nach oben oder unten könnte wieder eine klare Trendrichtung vorgeben. Heute startet der DE30 mit einem minimalen bärischen Gap (aktuell -0,15%). In diesem Kontext erscheint möglicherweise eine weitere Range-Trading-Strategie am sinnvollsten, doch früher oder später wird es hier zu einem Ausbruch kommen müssen.       
 

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