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08:44 · 20. Juli 2018

Marktkommentar: Neue Entwicklungen stärken Trumps Haltung

  • Trump reagiert auf Google-Strafe (4,3 Mrd. Euro)
  • Trump-Juncker-Treffen am 25. Juli entscheidend
  • DE30 zieht sich vorerst von 200-Tage-Linie zurück
  • EURUSD weiter unter Druck, gelingt eine Erholung?

Wie bereits viele vermutet haben, hat Trumps Reaktion auf die neue Rekordstrafe für Google nicht lange auf sich warten lassen. Google muss aufgrund von Verstößen gegen das EU-Recht eine neue Rekordstrafe von 4,3 Mrd. Euro zahlen. Grund hierfür war die Verpflichtung für Handyhersteller die eigenen Apps (von Google) auf Handys mit dem Betriebssystem Android vorzuinstallieren und fest zu integrieren. “Ich habe es euch doch gesagt! Die Europäische Union hat soeben eines unserer großen Unternehmen, Google, zu einer fünf Milliarden Dollar Strafe verdonnert. Sie haben die Vereinigten Staaten wirklich ausgenutzt, aber nicht mehr lange”. Wie schon der jüngst weiter ansteigende Handelsüberschuss Chinas mit den USA (im Juni auf 28,97 Mrd. US-Dollar gestiegen) könnte dies den Präsident nun dazu veranlassen, seine kompromisslosen Abschottungskurs fortzusetzen. Kurz vor dem Treffen zwischen EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump (25. Juli), um über eine mögliche Befreiung von Autozöllen zu sprechen, sind dies keine guten neuen Nachrichten. Am Donnerstag teilte EU-Handelskommissarin Malmström aber mit, dass im Falle neuer US-Zölle mit einem Vergeltungsschlag seitens der EU zu rechnen wäre. Man sei bereits dabei entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Noch hält sich der Umfang von Strafzöllen im großen Bild zwar in Grenzen, doch nach den angekündigten Zöllen im Gegenwert von 200 Mrd. US-Dollar auf chinesische Produkte und die möglichen neuen Einschränkungen für die EU erhöht Trump offenbar die Einsätze. Ob dies nur leere Drohungen sind oder der US-Präsident es wirklich darauf ankommen lässt, den Welthandel in Gefahr zu bringen, werden wir bald erfahren. Noch gibt es Spielraum für Verhandlungen und eine Erneuerung bestehender Handelsabkommen, doch die Zeit wird immer knapper. Letztendlich scheint jedoch alles von Trump und seiner Regierung abzuhängen. Doch das Auslösen eines weltweiten Handelskrieges wird mit Sicherheit nicht den gewünschten Effekt haben. Auch wenn die USA aufgrund ihrer geringeren Exportabhängigkeit weitaus weniger zu verlieren zu scheinen haben, wird ein protektionistischer Kurs keineswegs die Lösung sein.  

Der DE30 schloss am Mittwoch etwas unterhalb der 200-Tage-Linie und scheint hier vorerst abzuprallen. Handelt es sich nur um eine korrektive Bewegung oder droht hier eine neue Verkaufswelle? Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Index bei 12.652 Punkten, das entspricht einem leichten Tagesverlust von 0,16%. Erste Anlaufstelle für die Bären wären die 12.600 Punkte, und für die Bullen eine Annäherung oder ein Durchbruch des genannten Durchschnittswertes (ca. 130 Punkte entfernt). Im H1-Chart gibt es allerdings einige Unterstützungen, die ein bullisches Szenario wahrscheinlicher erscheinen lassen, dennoch sollte man hier an den kritischen Bereichen das Verhalten der Marktteilnehmer genau beobachten.

Gestern konnte der EUR gegenüber dem USD seine ganzen Intraday-Verluste wieder ausgleichen und setzte damit ein erstes positives Zeichen. Allerdings müssen die EUR-Bullen hier aktiv werden, um einen erneuten Rücksetzer zu vermeiden. Erster Widerstand ist die 20-Tage-Linie, an der jedoch bereits im heutigen frühen Handel ein Ausbruchsversuch scheiterte. Psychologisch wichtig ist vor allem die 1,17-Marke, nahe dieses Bereiches könnte es möglicherweise weitere Käufe geben. Ein Schlusskurs unterhalb der langfristigen Aufwärtsrendlinie (siehe D1- oder W1-Chart) würde wiederum neue Kursrückgänge mit sich bringen.

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