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09:20 · 25. März 2019

Marktkommentar: Rezessionsängste in den USA nehmen zu

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++ Wall Street unter enormen Druck ++ Kombination aus verschiedenen Unsicherheitsfaktoren belastet Risikobereitschaft ++ Mays Drittversuch im Fokus ++ Schwache Aussichten für EUR ++ DE30 kämpft um Kursstabilisierung ++

Die US-Sitzung vom vergangenen Freitag war für die Wochenperformance als auch das übergeordnete Chartbild des marktbreiten S&P 500 entscheidend, da im D1-Chart ein „Bearish-Engulfing“ (Umkehrmuster) sowie ein deutlicher Schlusskurs unterhalb der so oft diskutierten Widerstandszone um die 2.820 Punkte beobachtet werden konnte. Die Fed kündigte das Ende ihrer geldpolitischen Normalisierung an (Mittwoch) und die schwachen EMI-Werte aus den USA und Europa (Freitag) sowie die 10-jährigen US-Anleiherenditen, die auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2018 fielen, verstärkten die Sorgen um eine potenzielle Rezession. Über das Wochenende erhielten die Anleger keinerlei positive Signale, sodass auch ein schwacher Start in die neue Handelswoche nicht unbedingt überraschen dürfte. Der S&P 500 notiert bei 2.798 Punkten und könnte sich weiter dem 200er EMA bei 2.725 Punkten annähern, wo auch das 23,6% Fibo-Retracement der Rallye von 2019 zu finden ist. Ernsthafte Fortschritte bei den Verhandlungsgesprächen zwischen den USA und China sowie Anzeichen einer sich verbesserten Datenlage könnten dem Abwärtsdruck entgegenwirken.

Die neuen Brexit-Schlagzeilen verpassten den asiatischen Aktienmärkten am Montag ebenfalls einen Dämpfer, da am Sonntag zahlreiche britische Zeitungen davon berichteten, dass Premierministerin Theresa May unter enormen Druck steht und aufgefordert wird ihr Amt niederzulegen. In der vergangenen Woche gaben die EU-Staats- und Regierungschef May die Unterstützung für einen dritten Versuch, um ihren Deal durch das britische Parlament zu bringen, ansonsten droht eine lange Fristverlängerung. Das politische Chaos rund um den EU-Austritt Großbritanniens bleibt ungeklärt und wird auch sicherlich in dieser Woche die britischen Vermögenswerte bewegen. Eine Abstimmung könnte bereits am Dienstag oder Mittwoch stattfinden. GBPUSD konnte ab Donnerstagnachmittag einen beachtlichen Teil der bis dahin erlittenen Verluste ausgleichen, hat im heutigen frühen Handel aber wieder mit Rückgängen zu kämpfen und notiert bei 1,3160. Der UK100 erlebte in Übereinstimmung mit den Entwicklungen an den weltweiten Aktienmärkten einen Einbruch und wird mit 7.110 Punkten auf dem tiefsten Stand seit 14. März gehandelt.

Die EURUSD-Händler konnten nach der dovischen Nachricht der Fed und der damit verbundenen Abwertung der US-Währung bereits am Donnerstag wieder Fuß fassen, da die allgemeinen Aussichten für die US-Konjunktur besser sind als für die Eurozone. Das Aufwärtspotenzial für den EUR bleibt vorerst begrenzt, sodass die Zuwächse oberhalb der 1,14 nicht von langer Dauer waren. Die gesamten Gewinne wurden wieder abgegeben und das Paar rutscht wieder an die untere Grenze des mehrmonatigen Konsolidierungsbereich bei 1,13. Am deutschen Aktienmarkt kam es am Freitag zu einem heftigen Ausverkauf. Bereits am Dienstagabend zeichneten sich erste Schwächesignale ab und seitdem wurden wichtige Unterstützungen unterschritten und die Abwärtsbewegung gewann immer mehr an Fahrt. Die wichtige Bodenbildung um die 11.400 Punkte sowie die Aufwärtstrendlinie der Rallye von 2019 wurden gebrochen. Sollte der Käuferseite keine Kursstabilisierung gelingen, könnten weitere Verluste in Richtung der psychologisch wichtigen 11.000 Punkte-Marke drohen.     

DIE UHR TICKT FÜR GROSSBRITANNIEN
Die EU hat einer Fristverlängerung für den Brexit zugestimmt. Der neue Termin ist der 22. Mai - aber nur, wenn die britische Regierung dem Brexit-Deal von May zustimmt. Ansonsten droht ein "harter" Brexit am 12. April.
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