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09:19 · 22. August 2018

Marktkommentar: Risiken für Eurozone, Nahles spricht über Hilfe für Türkei

  • Wachstumsprognosen für Eurozone nach unten korrigiert
  • John Bolton zur Türkei: “Diese Krise kann sofort enden”
  • DE30 scheitert erneut an wichtigem Widerstand

Eine Umfrage unter Ökonomen zeigte, dass die Wachstumsprognosen für die Eurozone nach unten korrigiert wurden. Für 2018 wird mit einem BIP-Anstieg von 2,1% gerechnet, 2019 dürften es nur noch 1,8% sein. Wir befinden uns bereits am Ende des Konjunkturzyklus, der EZB gehen die Mittel für weitere geldpolitische Impulse aus und die zunehmenden Risiken im Hinblick auf die Handelskonflikte sorgen hier für eine trübere Zukunftsperspektive. Auch der bislang ungeklärte EU-Austritt Großbritanniens gibt hier Grund zur Sorge. Die Ungewissheit bezüglich der zukünftigen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU sorgen an den Märkten für entsprechende Unsicherheiten. Das GBP hat seit Mitte April gegenüber dem USD knapp 11% an Wert verloren. Des Weiteren sind die Situationen in der Türkei (Wirtschafts- und Währungskrise) und in Italien (Stichpunkt Haushaltsplan) zusätzliche Risikofaktoren für den europäischen Raum.

Andrea Nahles spricht sich für Hilfe für die Türkei aus. In der Passauer Neuen Presse sagte die SPD-Chefin: “Die Wirtschafts- und Finanzkrise in der Türkei ist durch die US-Sanktionen erheblich verschärft worden und kann zur echten Bedrohung werden. Das kann uns in Deutschland nicht egal sein”. Wir haben gesehen, dass insbesondere europäische Banken aufgrund eines großen Engagements in der Türkei unter den jüngsten Entwicklungen leiden. Des Weiteren haben viele Unternehmer aufgrund der immensen Währungsrisiken ihre Investitionen eingestellt oder zurückgezogen. In einem Reuters-Interview versicherte Trumps außenpolitischer Berater John Bolton jedoch: “Diese Krise kann aber sofort enden, wenn sie (die Türkei) ...Pastor Brunson ohne Bedingungen freilassen.” Laut türkischen Ermittlungen soll der US-Pastor an dem Putschversuch 2016 beteiligt gewesen sein. Doch die Krise dürfte damit keineswegs beendet sein. Insbesondere Erdogans Äußerungen zur Unabhängigkeit der Zentralbank und der Rechtsstaatlichkeit könnte die Zukunft des Landes noch lange belasten. Allerdings könnten bessere Beziehungen zwischen der Türkei und den USA für eine erste Entschärfung sorgen.

Beim DE30 war in den ersten zwei Handelstagen der Woche die Stimmung wieder etwas besser. Doch nach dem jüngsten Abverkauf haben wir nun zahlreiche Widerstände vor uns und notieren ebenfalls deutlich unterhalb der 200-Tage-Linie. Des Weiteren scheiterten Käufer gestern erneut an der schwächsten Widerstandszone bei 12.430 Punkten und die heutige bärische Eröffnung dämpft bereits im frühen Handel die Erwartungen. Eine Zurückeroberung des genannten Bereichs könnte etwas mehr Vertrauen schaffen, doch aktuell besteht eher die Gefahr einer neuen Verkaufswelle. Unterhalb der 12.285 Punkte könnte sich eine Abwärtsbewegung schnell beschleunigen.

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