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09:33 · 7. Dezember 2018

Marktkommentar: Risikobereitschaft weiter rückläufig

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  • Fed könnte ihren geldpolitischen Kurs anpassen
  • Wall Street mit Erholung, dennoch unter Druck
  • OPEC traf gestern keine Entscheidung
  • CDU-Parteitag findet heute statt
  • DE30: Bären dominieren weiter

Das Wall Street Journal berichtete am Donnerstag, dass die Fed nach einer Zinserhöhung im Dezember einen “wait and see”-Ansatz in Erwägung ziehen könnte, was die Märkte bei ihrer zunehmenden Skepsis gegenüber dem Tempo des geldpolitischen Straffungsprozesses bestätigt. Besondere Zweifel kamen auf, als selbst vom FOMC-Chef Jerome Powell (und anderen Mitgliedern) jüngst dovische Töne kamen. Nachdem die Wall Street gestern deutlich tiefer eröffnete und sich während der Sitzung in Asien und Europa weiter abwärts bewegte, war am späten Nachmittag beim S&P 500 bei 2.621 Punkten eine scharfe Umkehrung zu beobachten. Dieses technische Niveau stimmt in etwa mit dem vor zwei Wochen ausgebildeten Doppelboden im D1-Chart überein. Am Ende des Handelstages waren die Käufer sogar in der Lage den Kurs für 2018 wieder in die Gewinnzone zu bringen, wobei der oben erwähnte Bericht seinen Beitrag zur Erholung geleistet haben dürfte.

Der markbreite S&P 500 fiel um 0,15% auf 2.696 Punkte, der Leitindex Dow Jones um 0,32% auf 24.947 Punkte und der technologielastige NASDAQ konnte mit 7.188 Punkten sogar ein Plus von 0,42% verzeichnen. Seit Mitte Oktober bewegt sich der US-Aktienmarkt in einer ziemlich breiten Handelsspanne, und daran scheint sich vorerst nichts zu ändern. Der immer noch nicht gelöste Handelsstreit zwischen den USA und China erhöht den Abwärtsdruck. "Diese Situation führt sicherlich zu unnötiger Volatilität und Komplikationen im Anlageprozess" sagt Maria Vassalou, Portfolio-Managerin für Perella Weinberg. Die Märkte werden zudem mit einem Nachfragerückgang, höheren Zinsen, einer inversen US-Zinskurve sowie schwächeren Wachstumsprognosen konfrontiert. Der Umgang mit dem Risiko sowie die zukünftigen Schritte in der internationalen Handelspolitik sind entscheidend.

Der Ölmarkt erlitt gestern einen erneuten Rückschlag, da die OPEC bei ihrem Treffen in Wien keine Entscheidung hinsichtlich einer von den Märkten erhofften Förderkürzung fällen konnte. Heute wird die Diskussionsrunde durch Russland erweitert, um über das Gleichgewicht am Markt zu sprechen. Wünschenswert wäre eine Produktionskürzung zwischen 1 bis 1,4 Mio. Barrel pro Tag, alles darunter wäre eine Enttäuschung und könnte einen weiteren Ausverkauf mit sich bringen. Die Ölsorte Brent notiert im heutigen frühen Handel wieder unter der psychologisch wichtigen 60 USD-Marke und scheiterte damit, den Kurs wieder in den langfristigen Aufwärtstrendkanal (W1-Chart) zurückzubringen. Im Gegenzug bewegen wir uns verdächtig nahe der Jahrestiefs (aktuell 59,46 USD). Möglicherweise konnte der gestrige DoE-Bericht, der einen überraschend starken Lagerabbau der Rohöl-Lagerbestände von 7,3 Mio. Barrel zeigte, einen weiteren Ausverkauf verhindern.

Politisch gesehen findet heute mit dem CDU-Parteitag in Hamburg ein wichtiges Ereignis statt. Nach 18 Jahren wird Angela Merkel die Parteispitze abgeben. Die drei potenziellen Kandidaten für die Nachfolge sind Rechtsanwalt und Deutschland-Aufsichtsratschef von BlackRock Friedrich Merz, CDU-Generalsekretärin und loyale Merkel-Anhängerin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie Gesundheitsminister Jens Spahn. Die Umfragewerte scheinen hierbei für Merz und Kramp-Karrenbauer zu sprechen. Nachdem sich einige bekannte CDU-Mitglieder bereits für die Unterstützung einzelner Kandidaten ausgesprochen haben, warnten Politiker auch vor einer Lagerbildung bzw. Spaltung der Partei. Der DE30 eröffnet flach, gerät aber bereits in der ersten Handelsstunde unter Druck (aktuell 10.860 Punkte) und scheint seinen Abwärtstrend fortzusetzen. Kann die 10.800er-Marke verteidigt werden? Ein Schlusskurs unterhalb dieser Unterstützung könnte sonst den Weg in Richtung der psychologischen 10.000 Punkte ebnen.

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