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09:30 · 27. Februar 2019

Marktkommentar: Risikostimmung angeschlagen

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++ Wall Street benötigt positive Nachricht, um Abwärtsbewegung zu verhindern ++ CB-Verbrauchervertrauen steigt auf 131,4 Punkte ++ GBPUSD überwindet Widerstand um 1,32 ++ Bundeskanzlerin Merkel fordert Neuausrichtung der Industriepolitik ++

Die Wall Street hatte am Dienstag mit einer leichten Abwärtstendenz zu kämpfen und nachdem für den markbreiten S&P 500 die starke Widerstandszone um die 2.800 Punkte unüberwindbar war, könnten die Anleger den Unterstützungsmarken wieder mehr Aufmerksamkeit schenken. Bei der gestrigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats sagte Fed-Chef Jerome Powell, dass die US-Konjunktur zwar gesund sei, aber derzeit mit „Gegenströmen und widersprüchlichen Signalen“ konfrontiert wird und verwies auf einen weiteren geduldigen Ansatz beim Thema Zinsanpassungen sowie auf die Bedeutung der nächsten Daten. Die zweite Hälfte, diesmal vor dem Kongress, findet am Mittwoch statt, sodass die Märkte auf weitere Einblicke hoffen. An der Datenfront überraschte das Verbrauchervertrauen des Conference Board mit einem Anstieg von 11,2 Punkten auf 131,4 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit November. Der Ölmarkt konnte nach Donald Trumps OPEC-Kritik zu Beginn der Woche einen Teil der Verluste ausgleichen, die Ölsorten Brent und WTI schlossen den Dienstag bei 65,78 USD und 55,98 USD. Anleger werden sich zudem auf das im vietnamesischen Hanoi stattfindende Trump-Kim-Treffen konzentrieren.

GBP-Händler profitierten von der Aussage von Premierministerin Theresa May, dass sie den Gesetzgebern eine Abstimmung zur Verlängerung zusichere, wenn in den restlichen fünf Wochen kein Deal zustandekommen sollte. Das britische Pfund überschritt die 1,32er Marke und erreichte ein mehrmonatiges Hoch. 2019 konnte das GBP bereits über 4% gegenüber dem USD aufwerten und ist damit unter den Majors die stärkste Währung. Solange jedoch Unsicherheit über den EU-Austritt herrscht und die potenziellen Abwärtsrisiken enorm sind, könnte das GBP weiter unter seinem „fairen“ Kurs notieren. "Wir sind immer noch für positive Brexit-Nachrichten positioniert, nur weniger als vor ein paar Tagen", sagte Chris Jeffery von Legal and General Investment Management. "Wir denken, dass es jetzt an der Zeit ist, einige Gewinn mitzunehmen." In Anbetracht von Mays Zugeständnissen dürfte die für heute geplante indikative Abstimmung weniger bedeutend sein, dennoch sollten Anleger den Nachrichtenfluss verfolgen, um auf Überraschungen vorbereitet zu sein.

Die rasche Entwicklung in Asien und insbesondere die ehrgeizige Industrie- und Außenwirtschaftspolitik Chinas stellt die Industrienationen vor eine große Herausforderung. Natürlich ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auch für viele deutsche Unternehmen ein wichtiger Absatzmarkt, allerdings entsteht durch die zunehmende Verflechtung sowie des dortigen staatlichen Einflusses Handlungsbedarf für „faire“ Wettbewerbsbedingungen und mehr Transparenz. Angela Merkel pochte daher gestern beim Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (APA) in Berlin auf eine Neuausrichtung der Industriepolitik in Deutschland und Europa, um zukünftig weiter mit Unternehmen aus dem asiatischen Raum konkurrieren zu können. Die Bundeskanzlerin forderte eine Überarbeitung der EU-Wettbewerbspolitik, Gleichbehandlung bei Firmen und den Schutz von geistigem Eigentum. Der DE30 verbuchte am gestrigen Handelstag einen Gewinn von ca. 65 Punkten und bildete einen neuen Jahreshöchststand aus. Vor der heutigen europäischen Sitzung hat der deutsche Leitindex mit Rückgängen zu kämpfen und scheint dem allgemeinen Stimmungsbild der Wall Street zu folgen.     

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