- Die Stimmung an der Wall Street verschlechtert sich
- Handelskonflikte und Schwellenländer im Fokus
- DE30 mit leichter Erholung, favorisiert weiterhin Unterseite
Die Wall Street geriet letzte Woche ziemlich unter Druck. Die US-Aktien waren im globalen Vergleich bisher die einzigen Outperformer, doch die Bearish-Engulfing-Muster beim S&P 500 und Nasdaq (W1-Chart) dürften vielen Anlegern Grund zur Sorge geben. Ende Januar/Anfang Februar war bei den Indizes eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Letztendlich wurde ein stärkerer Abverkauf ausgelöst und damit verschlechterte sich die Stimmung an den US-Märkten deutlich. Aktuell konnte der breiter aufgestellte Aktienindex bei den Hochs vom Januar bei 2.878 Punkten Halt finden, während der Technologieindex vorerst an der 7.400 Punkte-Marke abprallte. In der neuen Handelswoche liegen beide sogar etwas in der Gewinnzone, doch das Notieren nahe der lokalen Tiefs könnte gefährlich sein.
Die zurückkehrenden Handelskonflikte und die kritische Lage in den Schwellenländern sind hierbei die größten Risikofaktoren. Die Situation zwischen den USA und China scheint erneut zu eskalieren. Die Umsetzung neuer Strafzölle auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd. USD sowie Gegenreaktionen seitens der chinesischen Regierung sind offenbar nicht abwendbar. Des Weiteren geraten die Schwellenländer aufgrund immer schwächerer Währungen und zunehmender Kreditkosten unter Druck. Aufgrund des geldpolitischen Straffungsprozesses der Fed ziehen außerdem viele Investoren ihr Geld aus den Schwellenländern zurück. Laut Moody’s sind vor allem Argentinien und die Türkei betroffen. Das Vertrauen in den argentinischen Peso (Jahresperformance -50%) und die türkische Lira (-40%) dürfte auch zukünftig nicht so schnell wieder hergestellt werden.
Am deutschen Aktienmarkt ist die Stimmung ebenfalls seit längerem schlecht. Im großen Bild (MN-Chart) testet der DE30 derzeit die Hochs von 2015 und die Tiefs von 2017 und 2018. Die Unterstützungszone kann zwischen 11.900 und 12.000 Punkten gefunden werden. Gelingt den Bullen eine Verteidigung oder beschleunigt sich die Abwärtsbewegung zukünftig? Angesichts der bereits genannten Risiken sowie weiterer EU-relevanter Themen (Italien, Türkei und Brexit) scheint die Perspektive weniger optimistisch zu sein. In der neuen Handelswoche haben wir wieder etwas aktivere Bullen gesehen und im H4-Chart konnte der RSI-Indikator aus dem überverkauften Bereich (30er-Marke) ausbrechen. Doch der Markt favorisiert weiterhin die Unterseite, daher könnte es sich nur um eine kurzfristige Erholung handeln. Händler werden hier deutlich höhere Kurse sehen wollen, um langfristige Käufe zu rechtfertigen.
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