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09:34 · 15. Oktober 2018

Marktkommentar: “Sichere Häfen” mit deutlichen Anstiegen

  • Wall Street versucht sich zu stabilisieren
  • Gold und JPY gewinnen an Attraktivität
  • US-Pastor Brunson freigelassen
  • Brexit-Unsicherheiten belasten GBP
  • DE30 eröffnet mit bärischem Gap

Die Wall Street erlebte vergangene Woche den größten Rückgang in diesem Jahr seit März. Alle drei wichtigen US-Aktienindizes (S&P 500, Nasdaq, Dow Jones) waren gleichermaßen betroffen. Gegen Ende der Handelswoche wurden die Abwärtsbewegungen jedoch gebremst und man konnte dem weiterem Abwärtsdruck Stand halten. Während US-Präsident Trump am Donnerstag die Fed und dessen Geldpolitik für die Korrektur verantwortlich machte, dürfte auch die Fortsetzung der Handelskonflikte zwischen China und den USA eine wichtige Rolle gespielt haben. Des Weiteren ist das Abwärtsrisiko durch den bereits fortgeschritten Konjunkturzyklus, geopolitischer Spannungen und immer neuer Höchststände an den Aktienmärkten erhöht. Jüngst äußerten sich US-Notenbanker aber weiterhin optimistisch hinsichtlich der künftigen Konjunkturaussichten der USA.

An den Aktienmärkten in Asien und Europa waren ähnliche Entwicklungen zu beobachten. Allerdings notierten die meisten Indizes auf deutlich kritischerem Terrain. Dies könnte die Risikobereitschaft weiter belasten und Erholungsversuche erschweren. Die Hauptprofiteure dürften wiederum die “sicheren Häfen” sein. Der USDJPY kehrte am 4. Oktober bei 114,54 seinen knapp 2-monatigen Aufwärtstrend um. Seitdem wertete der JPY deutlich auf und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 111,85 (tiefstes Niveau seit 18. August). Gold erlebte nach einer 2-monatigen Konsolidierung ebenfalls einen Befreiungsschlag. Ein starker USD sowie steigende US-Anleiherenditen hatten bisher das Aufwärtspotenzial begrenzt. Ausschlaggebend waren die Entwicklungen vom Donnerstag, da der Preis insgesamt um fast 30 EUR anstieg. Doch sind die Gewinne nachhaltig? Am heutigen Montag (8:30 Uhr) notiert Gold nahe dem letzten Hoch.

Am Freitag sorgte außerdem die Freilassung von Andrew Brunson für Aufsehen. Der US-Pastor wurde mit dem Putschversuch in der Türkei 2016 in Verbindung gebracht und war über zwei Jahre in der Türkei inhaftiert. Das Gericht in Aliaga entschied sich jetzt für eine Freilassung. Die sich verschlechternden Beziehungen zwischen den USA und der Türkei (zusätzlich zur Krise in der Türkei) hatten die TRY auf Rekordtiefs geschickt. Diese neue Entwicklung könnte ein entscheidender Schritt in Richtung Normalisierung sein, die Devisenmärkte reagierten jedoch eher bescheiden. Allerdings gelang dem USDTRY am Freitag ein Wochenschlusskurs unterhalb der 6,00-Marke und im heutigen frühen Handel notiert das Paar auf dem Niveau von Mitte August (5,8372).

Das GBP gerät wiederum unter Druck und eröffnet die neue Handelswoche mit einem bärischen Gap von knapp 70 Pips. Am Sonntag erhielten die Botschafter der EU-Länder die Nachricht, dass bis zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs (Mittwoch) kein endgültiges Abkommen zustande kommen wird. Insbesondere die Grenzfrage zwischen dem britischen Nordirland und Irland (EU) bleibt weiterhin ungelöst. Dem GBPUSD kann jedoch einen Teil seiner anfänglichen Verluste wiederum zurückgewinnen. Der DE30 eröffnet wie schon am Donnerstag mit einem beunruhigenden Gap (über 100 Punkte). Damit notieren wir erneut auf dem tiefsten Stand seit Anfang 2017 und testen die 200-Woche-Linie. Gelingt dem DE30 eine Erholung oder wird der Kurs Richtung Süden fortgesetzt?

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