++ Gemischter NFP-Bericht ++ Premierministerin May vor entscheidender Brexit-Abstimmung ++ Deutsch-türkische Beziehungen angeschlagen ++ DE30 notiert im 11.500 Punkte-Bereich ++
Die Wall Street fiel am Freitag am fünften Tag in Folge und wies die schwächste Wochenperformance seit Jahresbeginn auf. Neben den Zweifeln über den Zustand der weltweiten Konjunktur sorgte der gemischte Arbeitsmarktbericht aus den USA für schlechte Stimmung. Im Februar wuchs die Zahl der Beschäftigten nur um 20 Tsd. - die schwächste Veröffentlichung seit September 2017. Aufgrund sehr starker Anstiege im Dezember und Januar dürfte der durchschnittliche Wert jedoch im Rahmen sein. Die Arbeitslosenquote fiel von 4,0% auf 3,8% und das Lohnwachstum legte um 0,3% auf 3,4% im Jahresvergleich so stark wie zuletzt im April 2009 zu. Theoretisch könnte dies den Druck auf die Fed erhöhen, wieder eine Zinserhöhung in Erwägung zu ziehen. Allerdings versicherte Fed-Chef Jerome Powell am Freitag, dass die US-Notenbank nicht in Eile sei, in naher Zeit die Kapitalkosten zu erhöhen. Die Futures des S&P 500 notieren zu Beginn der neuen Handelswoche mit 2.750 Punkten leicht in der Gewinnzone und die Märkte hoffen nun auf weitere Hinweise beim Handelsstreit zwischen den USA und China, da Gouverneur Yi Gang der PBOC sagte, dass bei einigen entscheidenden Themen ein Konsens gefunden werden konnte.
Der neue Brexit-Plan von Premierministerin Theresa May wird am Dienstag zur Abstimmung stehen, so dass bald mehr Klarheit über den zukünftigen Brexit-Prozess bestehen könnte. Kabinettsmitglieder Andrea Leadsom forderte die Verhandlungsführer der EU sowie Großbritanniens nochmals auf, Mays neuen Vorschlag zu unterstützen. Viele Abgeordnete sind jedoch der Meinung, dass sie eine ähnliche Niederlage wie im Januar erleiden könnte. Bei einem Kontrollverlust im britischen Parlament besteht wiederum eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Verschiebung des Austritttermins von drei Monaten sowie einer möglichen Vermeidung eines „harten“ Brexits. Der Telegraph berichtete am Sonntag in diesem Kontext von zusätzlichen Strafzahlungen in Höhe von 39 Mrd. GBP. Die Ergebnisse der in dieser Woche (Dienstag bis Donnerstag) anstehenden Abstimmungen sind hier entscheidend. GBPUSD notiert auf einem mehrwöchigen Tief und versucht im heutigen frühen Handel den 200er EMA um die psychologisch wichtige 1,30er-Marke zurückzugewinnen.
In Deutschland stehen aufgrund der Diskreditierungen eines ZDF-Korrespondenten und eines Tagesspiegel-Reporters die sich verschlechternden diplomatischen Beziehungen zur Türkei im Vordergrund. Genaue Gründe für das Vorgehen gegen die Journalisten seitens der türkischen Regierung wurden nicht genannt. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte, dass dies nichts „mit unserem Verständnis von Pressefreiheit zu tun hätte“ und verwies zudem auf Kommentare eines türkischen Ministers, dass deutsche Touristen im Falle von kritischen Äußerungen in sozialen Medien ebenfalls mit Festnahmen rechnen müssen. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner der Türkei, so dass viele Investitionen und Arbeitsplätze von den zukünftigen deutsch-türkischen Beziehungen abhängen könnten. Beim DE30 waren die Kursbewegungen am Montag bisher verhalten und kurz nach der europäischen Eröffnung wird der deutsche Leitindex um die 11.500 Punkte gehandelt. Die nächsten Stunden könnten Hinweise darüber liefern, ob die Jahresrallye fortgesetzt wird oder weitere Rückgänge drohen.
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