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09:41 · 9. Januar 2019

Marktkommentar: Stimmung an Finanzmärkten verbessert sich weiter

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  • Scheinbar Fortschritte bei Handelsgesprächen zwischen den USA und China
  • US-Anleihen steigen wieder, USDJPY setzt jüngste Erholung fort
  • Brexit vor wichtiger Parlamentsabstimmung im Fokus

Weltweit profitierten die Finanzmärkte am Dienstag von einer höheren Risikobereitschaft, da die seit ca. einem Jahr anhaltenden Handelsspannungen zwischen den USA und China scheinbar nachließen. Die derzeit in Peking stattfindenden Verhandlungsgespräche werden heute für den dritten Tag in Folge fortgesetzt und die Märkte sind hinsichtlich eines Deals immer optimistischer eingestellt. US-Beamte sagten, dass es bei einigen Punkten Zeichen von Fortschritt gäbe, wie u.a. beim Kauf von landwirtschaftlichen Gütern und Rohstoffen aus den USA sowie beim Zugang zum chinesischen Markt. “Die Gespräche laufen gut!”, berichtete US-Präsident Donald Trump derweil über den Nachrichtendienst Twitter.

Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,97%, der Leitindex Dow Jones und der technologielastige NASDAQ sogar leicht über 1%. Während es international gesehen positive Entwicklungen gibt, sieht es an der Heimatfront für Trump weniger rosig aus. In seiner gestrigen Rede an die Nation bezeichnete der US-Präsident die Lage an der Südgrenze zu Mexiko als “humanitäre Krise” und drohte damit, den Shutdown weiter aufrecht zu erhalten, bis die Demokraten der Finanzierung einer Grenzmauer zustimmen. Man bedenke, dass der Bau der Mauer und dessen Finanzierung durch Mexiko ein zentrales Wahlversprechen von Trump war.

Während der heutigen Asien-Sitzung waren an den asiatischen Aktienmärkten sowie bei den Wall-Street-Futures weitere Gewinne zu beobachten. "Wir könnten etwas mehr Stabilisierung und einen Boden auf dem Markt bekommen", sagte Kate Moore, Strategist bei BlackRock, bei Bloomberg Television im Kontext der Handelsgespräche und fügte hinzu, dass das Problem die Märkte noch für mehrere Jahre beschäftigen werde. Die 10-jährigen US-Anleiherenditen konnten einen Teil der jüngsten Verluste ausgleichen und notieren im frühen Handel bei 2,726%. Der JPY verliert als “sicherer Hafen” 0,17% an Wert gegenüber dem USD. Das USDJPY-Paar wird bei 108,93 gehandelt und kann damit seine Erholung ebenfalls fortsetzen.

Das Ergebnis des EU-Austritts Großbritanniens bleibt weiterhin unvorhersehbar und die Sorgen um einen ungeordneten “harten” Brexit nehmen vor der für den 15. Januar geplanten Abstimmung im britischen Parlament berechtigterweise zu. Am Donnerstag wird sich der japanische Premierminister Shinzo Abe mit Theresa May treffen. Viele japanische, also auch andere international ausgerichtete Unternehmen, haben in Großbritannien große Investitionen getätigt, zudem wird die britische Insel als Zugang für den europäischen Markt genutzt. Dieser Besuch könnte also einen starken Symbolcharakter haben, da sich Abe laut einigen Beamten auf die negativen Effekte des Brexits konzentrieren wird. Bisher scheint die britische Premierministerin jedoch wenig Unterstützung für ihren mit der EU ausgearbeiteten Entwurf zu erhalten.      

GBPUSD (1,2738) legte gestern nach einer ordentlichen Aufholjagd in den vergangenen Tagen eine Pause ein, wobei das GBP weiterhin sensibel auf jegliche Art von Brexit-Neuigkeiten reagieren dürfte. Eine ähnliche Kursbewegung war auch beim EURUSD (1,1466) zu beobachten, allerdings sind die EUR-Bullen im frühen Handel bemüht die jüngste Aufwärtsbewegung fortzusetzen. Der DE30 (10.868 Punkte) verbuchte am Dienstag weitere Zuwächse und bildete bei 10.904 Punkten ein Tageshoch aus. Heute eröffnet der deutsche Leitindex höher und könnte daher einen weiteren Annäherungsversuch an die psychologische wichtige 11.000 Punkte-Marke wagen.   

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