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10:00 · 22. Februar 2019

Marktkommentar: Stimmung an Wall Street verschlechtert sich

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  • S&P 500 erreicht überkauften Bereich
  • Ergebnisse der Handelsgespräche entscheidend
  • Keine Fortschritte bei Brexit-Verhandlungen zu erkennen
  • DE30-Bullen schwächeln, achten Sie auf Umkehrsignale

Die Jahresanfangsrallye an der Wall Street wurde neben der dovischen Fed hauptsächlich von einem übermäßigen Optimismus beim Handelsstreit zwischen den USA getrieben. Im Ergebnis erreichte der markbreite S&P 500 am Mittwoch auf Tagesbasis zum ersten Mal seit August 2018 den überkauften Bereich (RSI) und konnte gestern im Intraday-Handel sogar ein neues Jahreshoch bei 2.797 Punkten ausbilden. Am Ende des Tages rutschte der US-Aktienindex aber nicht nur in die Verlustzone, sondern bildete im D1-Chart ein Umkehrsignal aus, was in naher Zukunft auf eine korrektive Bewegung hindeuten könnte. Laut einer Studie von Bloomberg unter 29 China-Experten ist zwar nicht zu erwarten, dass die USA am 1. März höhere Zölle auf chinesische Waren erheben, "aber ein Abkommen wird keine grundlegenden Veränderungen bewirken und zukünftige Konfrontationen verhindern, so dass zusätzliche Zölle auf chinesische Waren noch Ende 2019 oder 2020 wahrscheinlich sind" sagte Amy Zhuang, Chefanalystin für Asien bei Nordea Markets. Die Erwartungen an das heutige Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem stellvertretenden chinesischen Ministerpräsident Lui He sollten daher nicht zu hoch angesetzt werden. Zudem ist das Tempo der derzeitigen Anstiege kein Normalzustand und könnte aus charttechnischer Perspektive die Abwärtsrisiken erhöhen.

Nur fünf Wochen vor dem offiziellen Brexit-Termin scheinen die Bemühungen von Theresa May einen sowohl für das britische Parlament als auch für die EU zufriedenstellenden Deal auszuarbeiten wenig Früchte getragen zu haben. Sicher ist jedoch, dass die britische Konjunktur unabhängig von der Austrittsform aus den EU-Strukturen bereits erheblichen Schaden genommen hat: Das jährliche Wachstum erreicht den niedrigsten Stand seit sechs Jahren und die Ungewissheit über die zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU belastet das Vertrauen und die Investitionstätigkeit von Unternehmen aus der ganzen Welt. Hinzu kommt, dass die BoE ihre Wachstums- und Inflationsprognosen nach unten angepasst hat, was wenig Spielraum für Zinserhöhung bietet, und die Ratingagentur “Fitch Ratings” warnte sogar jüngst vor einer Herabstufung. In diesem Kontext gilt es für die Verhandlungsführer Klarheit über den Brexit zu schaffen, um den potenziellen Schaden bestmöglich zu begrenzen. Derzeit versuchen Brexit-Sekretär Steve Barclay, Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox und EU-Verhandlungsführer Michel Barnier in Brüssel beim kontroversen “Backstop” einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der Irland übergangsweise in der EU behalten würde. Wenn beide Parteien jedoch daran scheitern, einen Durchbruch zu erzielen, hätte die Premierministerin nichts vorzuweisen, um ein von vielen befürchtetes “No-Deal”-Szenario zu vermeiden. Die Abgeordneten im britischen Parlament könnten daher gegen Theresa May stimmen und sie dazu zwingen die am 29. März auslaufende Übergangsfrist um weitere drei Monate aufzuschieben.

Der DE30 konnte am gestrigen Handelstag seine Gewinne nicht halten, sodass der Kampf an der übergeordneten Abwärtstrendlinie ausgehend von den Hochs vom Sommer 2018 fortgesetzt wird. Der Schlusskurs wird hier entscheidend sein.

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