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11:00 · 9. Mai 2019

Marktkommentar: Trump behält scharfe Rhetorik bei

++ Wall Street aufgrund der Handelsspannungen unter Druck ++ Verschiedene Szenarien möglich ++ Altmaiers Industriestrategie erneut in der Kritik ++ DE30 kehrt gestrige Zuwächse um ++

Am Mittwoch war der marktbreite S&P 500 damit beschäftigt die Verluste des vorbörslichen Handels wieder auszugleichen. Kurz vor Ende der US-Sitzung geriet der Aktienindex nochmals unter Druck und schloss daraufhin leicht im Minus bei 2.885 Punkten. Der Leitindex Dow Jones und der technologielastige NASDAQ wiesen hierbei sehr ähnliche Kursentwicklungen auf, sodass die gestrigen Schlusskurse nicht sehr von denen des Vortags abwichen. An den Märkten scheint vor einer drohenden Eskalation im Handelsstreit starke Unruhe zu herrschen, die durchaus berechtigt ist, wenn US-Präsident Donald Trump sich am Freitag tatsächlich dazu entscheiden sollte, die Zölle auf chinesische Waren zu erhöhen.

Diese Annahme wurde auch durch seine jüngsten Kommentare bekräftigt, dass China für das bisherige Scheitern des Deals verantwortlich sei. Damit wird die Rhetorik vor den heute in Washington beginnenden Verhandlungen weiter verschärft. Peking kündigte zudem Vergeltungsmaßnahmen an, sollte es zu einer Umsetzung der Handelshemmnisse kommen. "Die Volatilität an den Märkten ist wirklich von Schlagzeilen geprägt, insbesondere in Bezug auf die derzeitigen Gespräche zwischen den USA und China", sagte Charlie Ripley, Senior Investment Stratege bei Allianz Investment Management.

Einerseits könnte eine „Buy-The-Dip“-Strategie das richtige sein, um sich dem Aufwärtstrend von 2019 erneut anzuschließen. Andererseits ist davon auszugehen, dass ein Handelsabkommen größtenteils eingepreist ist, außerdem nehmen die Absicherungen beim S&P 500 gegenüber kurzfristigen Rückgängen deutlich zu. Beachten Sie, dass am Donnerstag an den chinesischen Aktienmärkten sowie bei den Futures der drei großen US-Aktienindizes weitere Verluste zu beobachten sind.

Die zwei größten Volkswirtschaften der Welt führen seit fünf Monaten intensive Verhandlungen und werden sich der Bedeutung eines Deals für die Weltwirtschaft bewusst sein. Allerdings möchten Washington und Peking nicht klein beigeben und weiterhin ihre eigenen Interessen durchsetzen. Wenn am Freitag keine Einigung zustande kommen sollte, ist dies zwar kein „Deal-Breaker“, aber die sich durch eine erneute Zuspitzung verschlechternden Beziehungen könnten den Verhandlungsprozess negativ beeinflussen.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier erntete erneut Kritik für seine Industriestrategie. “Der vom Bundeswirtschaftsminister entworfene Ansatz, planwirtschaftliche und protektionistische Elemente anderer Wirtschaftssysteme nachzuahmen, ist ein ängstlich wirkender Irrweg, der im Falle seiner Umsetzung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas nachhaltig und tief zu schaden droht,” sagte der Präsident des Verbandes der Familienunternehmer Reinhold von Eben-Worlee am Mittwoch. Aufgrund der schwachen Konjunkturaussichten für Deutschland (und die Eurozone) sowie der aufstrebenden chinesischen Wirtschaft besteht Uneinigkeit darüber, wie in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie gestärkt werden soll.

Der DE30 kehrt bereits eineinhalb Handelsstunden nach der europäischen Eröffnung die gesamten gestrigen Gewinne um und steuert wieder auf entscheidende Unterstützungen zu (12.055 Punkte und 200er EMA im H4-Chart). Gelingt dem deutschen Leitindex erneut ein Abpraller oder wird der kurzfristige Abwärtstrend in Richtung der psychologisch wichtigen 12.000 Punkte-Marke fortgesetzt? Die Ergebnisse der Handelsgespräche stehen hierbei klar im Fokus der Anleger.   

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