- US-Aktienindizes verbuchten am Donnerstag Verluste
- Trump-Xi-Treffen innerhalb der 90-Tage-Frist unwahrscheinlich
- BoE passt ihre Prognosen an, Brexit bleibt weiterhin Risikofaktor
- Reallöhne sind in Deutschland gestiegen, DE30 bewegt sich auf gefährlichem Terrain
Nach übermäßigem Optimismus hinsichtlich eines endgültigen Waffenstillstands zwischen den USA und China zu Beginn des Jahres, belebte Donald Trump mit seinen gestrigen Kommentaren die Sorgen um eine weitere Zollrunde. Der US-Präsident sagte, dass ein Treffen mit Präsident Xi Jinping innerhalb der gesetzten 90-Tage-Frist (endet am 1.März) “unwahrscheinlich” sei. Im Januar konnten die Hoffnungen aufgrund eines Mitte Februar geplanten Treffens aufrechterhalten werden, aber nun kehren die Sorgen an die Märkte zurück und belasten die Risikostimmung. Ein Deal wäre nicht nur essentiell, um einen Anstieg des Zollsatzes von 15% auf 25% auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd. USD abzuwehren, sondern um die Handelsbeziehungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt neu auszurichten und den weltweit zunehmenden Abwärtsrisiken aktiv entgegenzuwirken.
Alle drei großen US-Aktienindizes der Wall Street realisierten am Mittwoch Verluste, wobei der technologielastige NASDAQ mit -1,18% den größten Rücksetzer machte. Erwähnenswert ist, dass beim marktbreiten S&P 500 nach einer schwachen Asien-Sitzung im vorbörslichen Handel ein Unterschreiten des 200er EMAs zu beobachten ist. Ob die Abwärtsbewegung ausgebaut wird oder am letzten Handelstag der Woche der wichtige Durchschnittswert zurückerobert wird, bleibt abzuwarten. "Das Trump-Xi-Treffen macht es wahrscheinlicher, dass ein Deal zustande kommt. Schon als das Treffen vereinbart wurde war bekannt, dass es schwierig sein würde, die Zeitpläne vor dem 2. März einzuhalten", sagte Derek Scissors, China-Experte am American Enterprise Institute. "Allein eine Verzögerung bis nach dem 2. März ist keine Bedrohung für die Chancen eines Deals." Des Weiteren stehen nächste Woche Verhandlungsgespräche in Beijing an.
Die Bank of England nahm bei ihrem gestrigen Treffen wie erwartet keine Änderung des Zinsniveaus vor, passte jedoch ihre BIP- und Inflationsprognosen an. Laut Gouverneur Mark Carney ist die Wahrscheinlichkeit für ein “No-Deal”-Szenario beim Brexit gestiegen, außerdem sprach er davon, dass der “Fog of Brexit” (“Brexit-Nebel”) Spannungen erzeugt. Die britische Wirtschaft sei zudem nicht auf einen harten EU-Austritt Großbritanniens vorbereitet. Rein theoretisch dürfte bis zum festgelegten Austrittstermin am 29. März keine Zeit für die Verabschiedung entsprechender Gesetze möglich sein, eine Verlängerung des Artikel 50 steht daher auf dem Spiel. Die direkten Folgen des Brexits machen sich allerdings bereits jetzt bemerkbar: Die BoE erwartet in Großbritannien das langsamste Wachstum in 10 Jahren und Unternehmen wie Nissan und Airbus überdenken ihre Investitionspläne auf der Insel, nur um hier einige Beispiele zu nennen. Das GBP gerät seit Ende Januar massiv unter Druck. GBPUSD wertete vom Januar-Hoch bis zum aktuellen Kursstand um ca. 2% ab und gibt damit einen beachtlichen Teil der Gewinne von 2019 ab.
In Deutschland sind laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Reallöhne 2018 um 1% gestiegen, und das obwohl die Inflation mit 3% ein 6-Jahreshoch erreichte. Steigende Löhne und eine Rekordbeschäftigung bestätigen den starken Zustand des deutschen Arbeitsmarktes und in Kombination mit der in den vergangenen Jahren zunehmenden Jobsicherheit wurde das Konsumverhalten der Verbraucher positiv beeinflusst. Der DE30 verzeichnete gestern mit einer schwachen Performance von -2,67% den stärksten Tagesverlust im Jahr 2019. Im frühen Handel am Freitag scheint vorerst kein Anzeichen einer Erholung erkennbar zu sein und nach dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen 11.000 Punkte-Marke könnten die Bären den Druck weiterhin erhöhen.
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