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09:29 · 14. Februar 2019

Marktkommentar: Trump erwägt Verlängerung der 90-Tage-Frist

  • Märkte weiterhin optimistisch bei Handelsgesprächen in Peking
  • Fristverlängerung positiv zu bewerten, da Deal zustande kommen könnte
  • EURUSD nach US-Inflationsdaten unter Druck, DE30 hält sich auf hohem Niveau

Die Wall Street konnte ihre Intraday-Gewinne am Mittwoch zwar nicht halten, aber am Ende des Tages reichte es dennoch für ein leichtes Plus. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,3% auf 2.753 Punkte, der Leitindex Dow Jones um 0,46% auf 25.543 Punkte und der technologielastige NASDAQ um 0,08% auf 7.420 Punkte. Donald Trumps jüngste Kommentare sorgen jedoch weiter für gute Stimmung an den Märkten und führten dazu, dass die genannten Aktienindizes ihre Rallye von 2019 während der heutigen Asien-Sitzung fortsetzten. Der US-Präsident zieht nämlich in Erwägung die am 1. März auslaufende Frist für die Erhebung weiterer Zölle um weitere 60 Tage zu verlängern. Zuvor hatte Trump gesagt, dass dies eine Option sei, wenn Fortschritte bei den derzeit in Beijing stattfindenden Verhandlungsgesprächen zu erkennen sind. Dies lässt Hoffnungen aufkommen, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China sein Ende finden könnte. Die USA fordern strukturelle Veränderungen bei der Außenhandelspolitik Chinas als auch bei deren heimischer Wirtschaft. Allerdings dürfte ein Durchbruch bei heiklen Themen wie beim geistigen Eigentum, Marktoffenheit für US-Unternehmen und Pekings Einmischung in die chinesische Wirtschaft viel Zeit in Anspruch nehmen. Die neuen Hinweise deuten jedoch eher auf eine Deeskalation als auf einen neuen Konfrontationskurs hin. Dies könnte den Druck auf die chinesische Regierung mindern, durch hohe Schulden und fiskalische Impulse der Wachstumsverlangsamung entgegenzuwirken und das Vertrauen der Anleger und Investoren wieder stärken. Eine Wiederbelebung der dortigen Konjunktur dürfte auch für Europa ein Lichtblick sein, nachdem sich die Aussichten zuletzt deutlich verschlechtert haben. Des Weiteren könnte die Volatilität an den Aktienmärkten eingedämmt werden. Im Fokus steht das morgige Treffen zwischen dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Chinas Präsident Xi Jinping.

Der US-Inflationsbericht für Januar sollte eine Verlangsamung der Gesamtinflation (VPI) von 1,9% auf 1,5% im Jahresvergleich und einen Rückgang der Kerninflation von 2,2% auf 2,1% im Jahresvergleich zeigen. Bei beiden Werten wurden die Erwartungen übertroffen: Die Gesamtinflation lag bei 1,6% und die Kerninflation blieb bei 2,2% intakt. Im Laufe des vergangenen Jahres waren die größten Preisrückgänge bei den Energierohstoffen zu beobachten, da die Preise in dieser Kategorie im Januar um durchschnittlich 10,1% im Jahresvergleich sanken. Dies war jedoch der einzige große Bereich, der einen so starken Rückgang verzeichnete. Die meisten anderen Werte - d.h. Lebensmittel, Unterkünfte, medizinische Versorgung oder Transportleistungen - verteuerten sich in einer Bandbreite von 2 bis 3,5%. Die Rohstoffpreise ohne Nahrungsmittel und Energie stiegen im Jahresvergleich um 0,3%. Beim EURUSD (1,2822) wurde bei der Veröffentlichung eine Abwärtsbewegung eingeleitet, die kurz vor Mitternacht bei 1,1249 ihren Tiefpunkt erreichte. Das Paar konnte sich zwar etwas erholen, allerdings reichte es lediglich für eine Annäherung an die wichtige 1,13er-Marke und im frühen Handel wurden bereits einige Gewinne wieder abgegeben.

Der DE30 (11.196 Punkte) konnte gestern am dritten Tag in Folge seine Erholung fortsetzen. Die Aufwärtsbewegung verlor zwar an Dynamik, allerdings bleibt die Grundtendenz bullisch. Die Verluste der Vorwoche wurden bereits vollständig ausgeglichen. Ob die Bullen bis zum Schlusskurs am Freitagabend Kraft für einen neuen Angriff haben, bleibt abzuwarten.

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