- Trumps Äußerungen sorgen für Unsicherheiten
- Türkische Lira erholt sich am Freitag etwas
- DE30 gab am Donnerstag Wochengewinne ab
- EURUSD notiert nahe wichtigem Widerstand
Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sorgte Ende Juli für ein Aufatmen an den Märkten. Man einigte sich darauf, Gespräche zum Abbau von Handelshemmnissen aufzunehmen. Doch offenbar reicht Donald Trump eine von der EU vorgeschlagene Null-Zollpolitik bei Autoimporten nicht aus. In einem Interview mit Bloomberg sagte er am Donnerstag “Die Offerte sei nicht gut genug”. Dies könnte die allgemeine Marktstimmung und insbesondere die deutsche Autoindustrie belasten. Solange keine positiven Ergebnisse in Sicht sind, dürften die Erwartungen gedämpft sein. Des Weiteren drohte der US-Präsident gestern mit einem Ausstieg aus der WTO. Aufgrund der “unfairen Behandlung” kritisierte er in der Vergangenheit bereits die Organisation. Die jüngsten Äußerungen deuten also wieder auf eine Eskalation beim Thema Handelskonflikt hin und stellen ein ernsthaftes Risiko für den Welthandel dar.
Die türkische Lira verlor diese Woche weiterhin an Boden. Aufgrund der wieder stärkeren Gemeinschaftswährung erreichte der EURTRY im Vergleich zum USDTRY gestern kurzzeitig seine Höchststände von Mitte August (8,00). Über Nacht konnte die TRY zwar wieder etwas aufwerten (7,6150), an der Trendrichtung dürfte dies jedoch nichts ändern. Die Beziehung zwischen den USA und der Türkei bleibt angespannt (Stichpunkt US-Pastor Brunson und Strafzölle) und Ökonomen sehen den bisherigen wirtschaftspolitischen Kurs von Präsident Erdogan als äußerst kritisch. Eine Inflation von 15%, ein hohes Handelsdefizit, zurückgehende Investitionen sowie schwache Wachstumsprognosen für 2019 setzten die TRY massiv unter Druck. Chefvolkswirt der DZ Bank Stefan Bielmeier sagt: “So müsste die Unabhängigkeit der Zentralbank sichergestellt, der Leitzins deutlich angehoben und das Finanzministerium neu besetzt werden”. Ein Einlenken der türkischen Regierung scheint aber vorerst nicht in Sicht.
Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt verschlechtert sich wieder. Die Aufwärtsdynamik der letzten Erholung konnte in den letzten drei Handelstagen nicht aufrechterhalten werden. Damit scheiterte der Test der Widerstandszone bei 12.600 Punkten. Außerdem gaben die Bullen am Donnerstag so gut wie alle Zuwächse der Woche ab. Sollten wir kurstechnisch zum Ende der Woche keinen positiven Impuls erhalten, könnte dies in einer weiteren abnehmenden Risikobereitschaft resultieren. Noch bleibt der Aufwärtstrend beginnend im Februar 2016 (W1-Chart) intakt, doch die zahlreichen Umkehrsignale (Double-Top, tiefere Hochs etc.) dürften ein Zurückgewinnen des Vertrauens in den DE30 erschweren. Kurzfristig könnte auch eine wieder stärkere Gemeinschaftswährung das Aufwärtspotenzial begrenzen. Die heutige Eröffnung ist zwar als relativ neutral zu beurteilen, doch in der ersten halben Stunde gerät der DE30 erneut unter Druck.
Der EURUSD kämpfte sich in den letzten zwei Wochen wieder in den Konsolidierungsbereich von Ende Mai bis Ende Juli (siehe W1-Chart). Die Unterseite bei 1,15 wurde zurückerobert und auch ein Test der 1,17 konnte in den letzten Handelstagen beobachtet werden. Bislang scheint das Paar diese technische Hürde allerdings zu respektieren. Angesichts der jüngsten beeindruckenden Erholung dürfte eine Verschnaufpause aber durchaus angebracht sein. Im Tageschart wird die genannte Widerstandszone durch den 100er EMA unterstützt. Einerseits könnte dies ein Überwinden erschweren, andererseits würde ein Tagesschlusskurs oberhalb dieses Niveaus das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung stärken. Im frühen Handel sehen wir bereits wieder eine leichte EUR-Aufwertung (1,1679).
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