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10:14 · 21. August 2018

Marktkommentar: Trump verschärft Ton vor entscheidendem Washington-Treffen

  • Trump dämpft Erwartungen beim Handelskonflikt zw. China und den USA
  • Neuer Rentenvorschlag von Finanzminister Scholz stößt auf Kritik
  • DE30-Bullen müssen an gestrige Gewinne anknüpfen  

Kurzzeitig gab es wieder etwas Hoffnung auf eine Deeskalation beim Handelskonflikt zwischen China und den USA. Der Ton wurde etwas freundlicher und viele Anleger setzten insbesondere auf das bevorstehende Treffen in Washington. Donald Trump dämpfte am Montag jedoch in einem Interview mit Reuters die Erwartungen. Der US-Präsident geht nicht davon aus, dass es  bei den Verhandlungen bahnbrechende Entwicklungen geben wird bzw. ein Ende des Handelskonflikts in Sicht ist. Dieses Verhalten ist allerdings nicht untypisch. In der Vergangenheit hat Trump vor wichtigen Ereignissen oftmals eine ähnliche Haltung eingenommen. Der US-Präsident möchte natürlich mit einer starken Position in die Verhandlungen gehen, um die Interessen der USA bestmöglich zu vertreten. Doch eine gewisse Kompromissbereitschaft wird definitiv notwendig sein. Die Auswirkungen der Strafzölle werden zunehmend realer und diese wirken sich entsprechend auf das Verhalten weltweiter Anleger und Investoren aus. Hauptleidtragende sind allerdings die Produzenten und in der Folge die Verbraucher.

Olaf Scholz möchte das Rentenniveau bis 2040 bei 48% stabilisieren. Die neuen Rentenpläne des Finanzministers stoßen jedoch auf heftige Kritik, denn die demographische Entwicklung in Deutschland erschwert eine Finanzierung. Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg sagte, dass dieses Vorhaben “unfinanzierbar und unfair gegenüber den Jüngeren” sei. Fakt ist, dass die hohen Kosten zukünftig kompensiert werden müssen. Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut sprach bei seinen Berechnungen (ab 2030 über 40 Mrd. EUR und ab 2040 100 Mrd. EUR pro Jahr) beispielsweise von einer Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19% auf 26%. Die Garantie eines genannten Rentenniveaus bleibt also vorerst ungeklärt. Allerdings könnten unrealistische Versprechen das Vertrauen in das System belasten.  

Der DE30 verteidigte letzte Woche erfolgreich den Unterstützungsbereich bei 12.100 Punkten. Ansonsten hatte der deutsche Leitindex einen guten Start in die neue Handelswoche. Doch gelingt den Bullen eine ernsthafte Erholung oder besteht die Möglichkeit auf eine neue Verkaufswelle? Der Markt dürfte weiterhin die Unterseite favorisieren (unterhalb der 200-Tage-Linie), doch dies schließt höhere Kurse nicht unbedingt aus. Allerdings müssen die Bullen Willenskraft zeigen und den Kurs weiter Richtung Norden bringen. Die Bären dürften es hier aber etwas leichter haben. Ein Durchbruch der 12.285 Punkte könnte bereits einen erneuten Test der lokalen Tiefs mit sich bringen. Für Käufer fungiert die 12.430 Punkte-Marke wiederum als übergeordnetes Kursziel.  

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